Baukostenunterschiede nach Bundesland

4,70 Stern(e) 7 Votes
Ich bin mir nicht sicher, wie weit das für MeckPomm eventuell schwächer gilt, aber generell ist glaube ich kein Bundesland auch nur einigermaßen homogen, und umgekehrt in allen das Land stärker mit Einheimischen besiedelt und die Metropolen und ihr Umfeld stärker mit Zugereisten, die ihre Gewohnheiten mitbringen (und dann in Hannover ihr Lodenmantelhaus mit Lederhosengarage aufstellen wollen - freilich mit anthrazitfarbenen Gabionen umzäunt, denn modern ist man fei scho, gell).
Gilt bei uns in M-V genauso. Unsere „Ballungszentren“ Schwerin, Rostock und Stralsund verkaufen, gemessen an den hiesigen Einkommensverhältnissen, recht teuer attraktives Bauland. Auf den Ostseeinseln, vor allem in den Ostseebädern ist das Niveau etwa das des Münchener Speckgürtels (600-800€/qm Bauland). Geht man mehr aufs Land, dort wo die Milchkanne noch kein schnelles Internet hat, aber auch nur 4 Häuser stehen, bezahlt man auch mal nur 30-50€/qm.
 
ist doch normal und strukturell. Im Westen, Südwesten anderes Lohngefüge und Baugrundpreise.

Die Materialien sollten überall gleich sein.

Mein Schwiegervater aus dem Osten wundert sich immer was für "schweinepreise" wir für Handwerker zahlen müssen. Ich kann froh sein wenn ein Elektriker ne Stunde bei mir aufschlägt
 
Im Netz gibt es von Kern-Haus Preisinformationen zum "Grundpreis" der Häuser, abhängig von der Region (PLZ). In meinem Beispiel liegt Magdeburg in der Preisregion 1 und hat beispielsweise einen Grundpreis von 293t€ das gleiche Haus hat in München einen Grundpreis von 335t€ (Preisregion 5) Das liegt wahrscheinlich an den Partnern der Firma in der jeweiligen Region und mit den verbundenen Gehaltsniveau/ Nachfrage.

Auf Grundlage dessen kann man sagen, dass auch die Nebenkosten für Erschließung/ Anschlüsse geringer sind.

Somit ist das gleiche Haus in München in der Größenordnung 10-20% teurer.

Hinzukommen die unterschiedlichen Grundstückspreise.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Bestellen Sie jetzt kostenlos Hauskataloge, Smarthome-Info
Das Meiste wurde ja bereits geschrieben. Nord-/Süd-Gefälle usw.
Die Summe der Dinge macht, wie so oft, den Unterschied.

Gibt einige Nebeneffekte die den Unterschied größer machen.

Mangels Platz und mangels verfügbarer Fläche, sowie den Preisen, sind die Grundstücke in den „teureren“ Regionen meist kleiner. Lustiger Weise kann das das bauen teurer machen. Hab ich nur minimalen Hang muss (will) ich auf einem kleinen Grundstück evtl. mehr für abfangen etc einplanen also auf einem großen Grundstück, denn da stört es mich vielleicht weniger wenn es irgenwo abfällt oder eine Böschung hat.
Meist ist in diesen Regionen auch die Erdabfuhr wesentlich teurer.
Kleineres Grundstück = Mehr Überlegungen pro Keller usw.

Material finde ich schwierig. Das hängt etwas von der regionalen Verfügbarkeit (Transportkosten) ab. Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass je „boomender“ eine Region ist, desto ausgelasteter sind die Handwerker. Daher nimmt sich der Handwerker vielleicht ein paar Prozent mehr Marge beim Material bzw. lässt eben kaum was nach...warum auch, wenn die Bücher für 12 Monate im Voraus voll sind?
 
Erstmal danke für eure zahlreichen Antworten zu dem Thema.

In Sachsen Anhalt wird es deutlich günstiger sein als nahe Ingolstadt oder Stuttgart. In SH und MVP ist dem auch so. Löhne niedriger, Bauland günstiger, aber auch andere, simplere Baugewohnheiten. Die Häuser gerne etwas kleiner, meist ohne Keller, einfacher ausgestattet in der Technik, Wenn ich mit Dir durch unsere Siedlung ginge, würde Dir auffallen, wie selten Rolläden verbaut werden, wie oft Du auf simple Kunstoffhaustüren triffst, wie vorherrschend der Betondachstein ist, wie oft man doch recht kleine Fensterformate vorfindet, wie selten Zäune gesetzt sind, wie wenige Garagen es gibt, und wenn, dann sind es Fertigmodelle aus Beton....usw.
Im Netz gibt es von Kern-Haus Preisinformationen zum "Grundpreis" der Häuser, abhängig von der Region (PLZ). In meinem Beispiel liegt Magdeburg in der Preisregion 1 und hat beispielsweise einen Grundpreis von 293t€ das gleiche Haus hat in München einen Grundpreis von 335t€ (Preisregion 5) Das liegt wahrscheinlich an den Partnern der Firma in der jeweiligen Region und mit den verbundenen Gehaltsniveau/ Nachfrage.

Auf Grundlage dessen kann man sagen, dass auch die Nebenkosten für Erschließung/ Anschlüsse geringer sind.

Somit ist das gleiche Haus in München in der Größenordnung 10-20% teurer.

Hinzukommen die unterschiedlichen Grundstückspreise.
Ich kann mir schon vorstellen, dass die Häuser in den strukturschwächeren Regionen einfacher/kleiner gebaut werden. Mir ging es aber um die direkte Vergleichbarkeit, also wie der Preisunterschied aussieht, wenn man exakt das gleiche Haus in zwei verschiedenen Regionen baut.
Der Kernhaus-Vergleich ist klasse, da bin ich gar nicht drauf gekommen. Ich habe das auch mal bei Town&Country gemacht --> fast 25 % Preisunterschied. Das ist schon ein beachtlicher Unterschied, der ja auch mal gut und gerne 100.000 € Differenz ausmachen kann (ohne die Grundstückskosten zu berücksichtigen, um die ging es mir in diesem Beitrag nicht).




Spiegelt der BKI nicht genau deine Frage wieder?
Wenn ich das richtig sehe ist der BKI nur für Geld einsehbar?



Ich habe das Gefühl, dass hier im Forum öfter mal angehende Bauherren ihre Bauwünsche aufzählen und dann ziemlich schnell (gefühlt relativ pauschale) Aussagen kommen wie zum Beispiel: "das wird mindestens 2.500 € / m² kosten"
Ich bin hier jetzt noch nicht so lange Mitleser, aber mir sind dabei eher weniger Projekte in den strukturschwachen / günstigeren Regionen aufgefallen. Meistens (nach meiner Wahrnehmung) geht es um Bauvorhaben in den wirtschaftlich stärkeren Regionen. Wenn ich mich mit aufgeführten Bauwünschen/Bauvorhaben identifizieren kann und die beschriebenen Projekte 2.500 € oder sogar 3.000 € / m² kosten, dann sind 20 bis 25 % Preisvorteil schon äußerst beachtlich.

Vielleicht werde ich von den Angeboten der hiesigen Hausbaufirmen ja auch positiv überrascht, da ich mich dank diesem Forum auf höhere Preise eingestellt habe :) (Da glaube ich aber eigentlich nicht dran).
 
Also die Annahme Material würde überall gleich kosten ist definitiv falsch. Wo mehr Geld vorhanden ist, wird auch mehr verlangt. Bspw. Photovoltaik bekommst du in Bayern Angebote von 1500 Euro pro kwp und im Osten 1100 Euro. Sind gleich mal 30% Unterschied. Bei Fliesen, Beton etc. wird es ähnlich sein, ich denke 20 bis 30% ist ein realistischer Wert.

Arbeitslohn kommt noch on Top, der liegt teilweise im Süden um 50% höher, je nach Gewerk und Lage.

In Summe gehe ich davon aus, dass ein Haus in günstigen Regionen ca. 30 bis 50% billiger als in südlichen Top Regionen gebaut werden kann. Hinzu kommt natürlich noch der größte Unterschied, das Grundstück..
 
Oben