Anhydritestrich - Vinyl bei 50-70 diggits verlegen?

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Erfahrungswerte gibt es , und die schlagen sich in der DIN dazu nieder.
Anhydritestrich als Heizestrich kann ab 0,3 bzw 0,5 % Restfeuchte bei einer CM Messung verlegt werden.
So steht es übrigens auch in der Anleitung zu deinem Bodenbelag, bzw. verweist der Hersteller auf das BEB Merkblatt „Beurteilen und Vorbereiten von Untergründen, Verlegen von elastischen und textilen Belägen“.
Digitale Messgeräte sind nur zur Vorbereitung einer CM Messung geeignet.
Mit Glück sieht @KlaRa den Beitrag und schreibt was dazu.
 

KlaRa

Moderator
Mit Glück sieht @KlaRa den Beitrag und schreibt was dazu.
(... der sieht´s schon ....)
Absolut korrekt, was "T_im_Norden" dazu schrieb!
Wenn ein CaF als Heizestrich nach mehreren Wochen nicht trocken ist, liegt der Fehler irgendwo anders, aber nicht beim Estrich!
Wenn ich allerdings die gemessene relative Raumluftfeuchte von 15% heranziehe, tja, dann frage ich mich, welchen Wert muss man noch erreichen, um zu erkennen, dass es trockener nicht geht??
Estriche geben ihr Anmachwasser an die Raumluft ab.
Und wenn die Raumluft trocken ist, liegt die Vermutung nicht weit entfernt, dass das an den Bauteilen liegen wird, die eben keine Feuchtigkeit mehr an die Raumluft abgeben (können).
Und ob wir (bei zu feuchtem Untergrund ein "Voll-PVC" (den Begriff gibt es nicht) oder einen Synthesekautschuk-Belag verlegen: der wirft eher über kurz als lang Blasen in der Belagebene. Die Dicke oder Zusammensetzung eines elastischen Belags hat also keinen Einfluss darauf, ob ein Belag liegen bleibt oder sich bei zu hoher Restfeuchte des Untergrundes aufwirft!
Wenn Messstellen im Heizestrich ausgewiesen sind, muss zeitnah vor der Verlegung eine CM-Restfeuchtemessung durchgeführt werden.
Liegen keine Messstellen vor, wird es interessant. Weil der Verleger seine Bedenken anmeldet und sich der Bauherr entscheiden muss, ob er das Risiko eingeht.
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Mit Spannung auf die zukünftigen Ergebnisse wartend:
KlaRa
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi @KlaRa ,

also auch eine Messung der Holzwände ergab, dass diese sehr trocken sind und teils unter 15 digits liegen.

Das komische ist, unter der Treppe z.B. wo wir nicht abschleifen konnten, keinen Sonnenlicht hinkommt, keine Zugluft etc. haben wir 40 Digits... so viel dazu. Im Flur, direkt angrenzend zum Wohnzimmer teils nur 30 Digis... das muss mir mal jemand erklären und im Wohnzimmer wo ständig Sonne reinkommt, Zugluft beim Stoßlüften etc dümpeln wir bei 50 - 70 Digits rum...

Gestern habe ich einen Folientest durchgeführt, bei dem Wohnzimmerbereich wo wir ca 50-60 digits hatten, war keine Feuchtigkeit unter der Folie (24 Stunden verklebt 1qm)

Bei der Folie im vorderen Bereich wo wir ca 70 Digits haben, waren ca 4 kleine Wassertropfen zu sehen....

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Danke für deine Meinung, allerdings bin ich jetzt nicht schlauer geworden, eine CM Messung kann nicht mehr durchgeführt werden, da ja schon gespachtelt worden ist (siehe Bild).

Und die Raumluft ist wie gesagt sehr trocken und daher verstehe ich auch nicht warum der Estrich noch solche Werte hat und warum diese nicht endlich rausgehen... mein Heizprogramm läuft durchgehend seit ca 24. Februar (Angst vor Stromrechnung :eek: - LWZ 5S Plus von Stiebel Eltron) . Seither haben wir eine konstante Raumtemperatur seit Ende Februar bei ca 29 Grad.

Was erwartest du jetzt persönlich bei dieser von mir geschilderten Situation? Habe ich nun etwas zu erwarten ( schimmelt etwas?, wird der Boden sich verfärben, oder oder oder)

Sry ich bin Laie und mach mir so meine Gedanken....

und ich will eigentlich nur wissen, ob ich beruhigt schlafen kann die nächsten Nächte und nicht mit dem Gedanken spielen muss
, dass ich blöd gesagt in 3 Monaten hier im Wohnzimmer Schäden habe und im Worstcase der Boden raus muss.

Danke nochmal !
 
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KlaRa

Moderator
@ "Arzok90":
Kannst Du uns sagen, ab welcher "Digit-Größe" etwas feucht, nicht mehr so feucht, trocken oder ganz nass ist?
Nein, da gibt es keine exakten Werte, welche man verwerten könnte.
Die "Digits" zeigen mir in einem Objekt nur Auffälligkeiten an.
Und wenn in einer Raumecke 70 Digits angezeigt werden, wäre das für mich ein Grund, hier einmal zu öffnen und nachzuschauen.
Mit ausreichender Wahrscheinlichkeit würde ich dann erkennen, dass die Estrichdicke hier größer ist als in den anderen Flächen (mit gringeren Werten).
Das mit dem Folientest ist schon eine gute Prüfvariante gewesen!
Mache das Ganze noch einmal in der Mitte des Raumes. Lege dabei ein Hygrometer unter die Folie, welche in den Randbreichen mit einem Klebeband verschlossen (auf dem Estrich verklebt) wird. Gut, auch da gibt es bei dem Verfahren keine allgemein anerkannten Grenzwerte, aber wenn Du um die 70% LF rel. liegst, sollte alles "im grünen Bereich" sein.
Vor diesem Test aber folgendes:
Heizung abschalten!
Warten, bis die Estrichoberfläche abgekühlt ist, Fenster über längere Zeit aufreißen und gut durchlüften.
3 Tage warten, Heizung nochmals hochheizen, sofort "volle Kraft" und 2 Tage halten.
Wieder abheizen und bei Raumtemperatur verlegen lassen.
PS: wer sagt, dass man eine CM-Restfeuchtemessung nicht machen kann, wenn bereits gespachtelt wurde????
Alles geht!
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Gutes Geleingen: KlaRa
 
Wir hatten bei unserer Trocknung nach Vermutung der Bauleitung einen Phasenabriss. Oberflächlich war nix mehr feststellbar (Folientest), CM Messung lag aber daneben. Da half nur Gelduld und ein Vorgehen, wie Klara es beschreibt.
Wir haben letztlich auch aus Zeitdruck mit einem leicht zu hohen Messwert verlegen lassen. Der Fliesenleger hat einen extra Kleber genutzt, der dafür freigegeben war. Parkettleger hat den Estrich versiegelt. Bisher alles gut gegangen.
 
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