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ᐅ Allgemeine Fragen zum Hausbau / Hauskauf

Erstellt am: 02.06.17 01:46
D
danixf
Hallo zusammen,

ich bin schon länger stiller Mitleser hier. Ich wollte diese Fragen eigentlich in einem Thread stellen, wo alle möglichen Leute schreiben und kurze Fragen haben - so kenne ich das häufig aus anderen Foren - aber ich habe leider keinen gefunden. Naja jetzt habe ich mich doch dazu durchgerungen einen eigenen Thread zu erstellen.

Kurz zu uns.
Ich bin frische 25 und bin seit 6 Jahren (inkl Ausbildung ) in meiner Firma. Ich arbeite bei der Stadt und bin sozusagen 'Beamter'. Das heißt ich bekomme für Versicherungen etc. immer so einen Wisch und bekomme die typischen Vergünstigungen. Das zum Thema Jobsicherheit. Richtig verbeamtet ist es natürlich nicht.

Meine Freundin ist 22, arbeitet seit einem Jahr in einer kleinen mittelständischen Firma und macht ein Abendstudium nebenbei.

Wir sind mittlerweile seit knapp 6 Jahren ein Paar und natürlich ist ein Hauskauf in den nächsten Jahren nicht auszuschließen. Kinderplanung ist auf jeden Fall in den nächsten Jahren nicht geplant.

Ich bin auf dem Gebiet noch ein absoluter Laie und wollte einfach mal paar Meinungen zu unseren Planungen hören.

Vor ab muss ich noch sagen, dass unser Konsumverhalten alles andere als positiv zu werten ist...


Ich habe ein Einkommen von mindestens 2500€ netto monatlich(SK 1). Dazu kommen Sonntagsarbeiten, Überstundenauszahlungen, Bereitschaftsgeld ( ca. 200€ im Monat ), Firmenwagen ( nur zur Fahrt zur Arbeit und zurück ) und insgesamt 14 Gehälter.
Die Aufzählungen sollen aber lediglich als Puffer dienen und nicht in unsere Kalkulation mit einfließen.
Sie hat ein Festeinkommen von 1700€ netto (SK 1), welches Ende des Jahres noch mal steigt bei erfolgreichem Studium.
Wir haben also Minimum 4200€ zur Verfügung. Zur Zeit ist es so, dass bis auf 250€ sparen monatlich alles verprasst wird. Das setzt sich aus folgendem zusammen:

Miete 1000€
80€ Strom
50€ Internet
450 Auto inkl Versicherung/Steuer
150€ Versicherungen/Handyverträge/etc
250€ Kredit, der in 2 Monaten wegfällt.
100€ Bahnfahrkarte
250€ sparen


Da wir noch kein Haushaltsbuch führen kann ich keine genauen Angaben zu Lebensmittelkosten/Kleidungskosten etc machen. Es wird einfach das gekauft, was man gerade brauch... Von den 1900€/Monat ) + meine extra Zulagen/Gehälter ) werden aber auch unsere Urlaube im Jahr bezahlt. Das Auto ist leider auch einer der dümmsten Sachen, die ich je gemacht habe, da es - wenn überhaupt - am
Wochenende genutzt wird. Zum Hauskauf wird also dieser Faktor auch minimiert werden, aber ich lasse es mal so stehen.


Wie man sieht schlagen ganze 1000€ Miete zu buche und genau das ist uns zwei ein Dorn im Auge.
Zur Zeit beobachten wir Immobilien im Umkreis und ansprechende Häuser/Doppelhaushälfte sind bei etwa 350-450k.
Keiner kann sagen wie es in den nächsten Jahren aussieht, aber so ist der jetzige Stand. Mit Hausbau habe ich mich noch weniger befasst als mit einem Kauf, falls jemand die Idee einbringen möchte.

Ist ein Hauskauf grundsätzlich teurer oder teurer im Vergleich zum Hausbau?
Wie viel Rate würdet ihr mit dem Geld etwa empfehlen?
Wahrscheinlich ist es überall unterschiedlich, aber eventuell könntet ihr ja einen groben Wert sagen wie hoch die Nebenkosten sind, was Müll, Versicherung für Haus etc angeht. Kann ich das irgendwo nachlesen für meinen Standort?
Was legt ihr monatlich für Renovierungen am Haus zurück?
Die letzten beiden Fragen wären mir am wichtigsten, da bei der zweiten das Konsumverhalten eine Rolle spielt und der eine 1000€ kann, aber ein anderer nur 800€.

Wir waren noch bei keiner Bank. Allerdings hatte ich damals einen Termin bei meiner Hausbank für das Auto und mir wurden 'nebenbei' etwa 750k angeboten (60k Eigenkapital) für ein Haus. Seitdem kann ich den Laden nicht mehr für ernst nehmen und frage lieber erst mal hier. Eigenkapital ist auch vorhanden, aber ich kann keine genauen Werte sagen, da es 5 Verträge gibt, die alle unterschiedlich sind - daher auch die Frage nach der Rate.

Ein Roman für die paar Fragen, aber aller Anfang ist schwer ...

Schönen Gruß und gute Nacht

Dani
C
Caspar2020
07.06.17 05:14
danixf schrieb:
Ich arbeite bei der Stadt und bin sozusagen 'Beamter'.

Im ÖD gibt es 2 Welten. Die Beamten und die Angestellten. Und ja; bei den meisten Versicherungen etc kriegt auch der Angestellte im ÖD Rabatte. Aber man bleibt trotzdem nur Angestellter.
danixf schrieb:
Da wir noch kein Haushaltsbuch führen kann ich keine genauen Angaben zu

Ein Haushaltsbuch ist immer gut; man erlebt durchaus mal die eine oder andere Überraschung.
danixf schrieb:
Das Auto ist leider auch einer der dümmsten Sachen, die ich je gemacht habe, da es - wenn überhaupt

Wollt ihr nicht etwas weiter rausziehen? Da ist es Frau mit Kind ohne Auto schon was schwieriger
danixf schrieb:
Wie viel Rate würdet ihr mit dem Geld etwa empfehlen?

Da wäre im Moment ja nur die Kaltmiete + 250 abzüglich 2,5€ pro qm Nebenkosten fürs Haus drin.
danixf schrieb:
Eigenkapital ist auch vorhanden, aber ich kann keine genauen Werte sagen, da es 5 Verträge gibt, die alle unterschiedlich sind - daher auch die Frage nach der Rate.

5 Verträge sind 5 Zettel die einmal jährlich ins Haus bzw. Bei deinen Eltern ankommen. Man muss jetzt nicht die Cents Beträge auswendig wissen; aber alles vor dem Komma sollte man schon parat haben.

Die Frage wie viel Eigenkapital ist eigentlich die fundamentalste. Also hin und rausfinden.



Und was ist mit dem Geld was ihr jeden Monat spart?
B
bindig
26.06.17 18:35
Steffen80 schrieb:
...

Neubau günstiger als Bestand? Wie kommst Du darauf? Neubau ist IMMER! deutlich teurer. Man darf natürlich nicht Bestand in guter Lage mit Neubau in schlechter Lage vergleichen. Wenn die Lage ähnlich ist, ist ein Neubau erheblich teurer! Punkt.
....

Da muss ich jetzt leider widersprechen. Meine eigene Erfahrung jeweils 50 km rund um Frankfurt, Stuttgart, München, Augsburg, Darmstadt ist ganz anders. Ich habe lange Zeit monatlich mehrere gebrauchte Einfamilienhaus unter 300tsd Euro angeschaut. Die meisten hatten eine Grundsanierung nötig oder zumindest zwingend den Austausch von Heizungs- und anderen Installationen. Und wurden damit dann sehr teuer wenn man sich an Gesetze hält. Und die wenigen akzeptablen Häuser waren sofort verkauft, meist noch am Wochenende der ersten Besichtigung.

Deshalb plane ich selber jetzt auch einen Neubau.

Es stimmt anscheinend, dass die allermeisten viel teurer neu bauen als der reine Kaufpreis im Bestand ist. Aber die angebotenen Altbauten haben meiner Erfahrung nach fast immer Sanierungsstau. Und wenn man den für 100 - 150tsd Euro beheben lässt (Kostenvoranschlag, legal) dann ist das alte Einfamilienhaus plötzlich teurer als ein neues Fertighaus.

Wenn jemand bei den oben von mir genannten Randbedingungen ein bestehendes Einfamilienhaus im Zustand eines neuen billigen Fertighauses kennt - das nehme ich sofort. Nachricht gerne per PN. Maklergebühren on top wären OK. Ernst gemeint.
11ant26.06.17 18:43
bindig schrieb:
Aber die angebotenen Altbauten haben meiner Erfahrung nach fast immer Sanierungsstau. Und wenn man den für 100 - 150tsd Euro beheben lässt (Kostenvoranschlag, legal) dann ist das alte Einfamilienhaus plötzlich teurer als ein neues Fertighaus.
In der derzeitigen Marktlage ist die Schnittmenge zwischen "Häusern, die man gerne kauft" und "Häusern, die angeboten werden" sehr schmal und erfordert schnelle Liquidität. Immobilienschnäppchen kann man finden, aber nur auf dem Golfplatz (beim Scheidungsanwalt).
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J
Joedreck
26.06.17 19:02
Ja das ist in der Tat so. Selbst bei uns auf dem Land gehen interessante Häuser schnell ohne öffentliche Vermarktung weg.
Mein neues Projekt war nur auf Grund von Sanierungsstau und kleiner Küche und Badezimmer relativ(!) lange inseriert.
Zum Glück sind das zwei Dinge die uns persönlich nicht sonderlich gejuckt haben.
Zwei Straßen weiter kostet das Bauland in unserer Grundstücksgröße schon mehr als die Hälfte von unserem Kompletten Haus. Und unser neues hat drei Garagen, komplett gepflegtes Grundstück etc.
Und die Sanierung geht im angemessenen Preis auch nur durch viel Eigenleistung und Handwerker im Freundeskreis (auch legal).

Allerdings empfinde ich es schwer Alt- und Neubau direkt zu vergleichen. Die heutigen Ansprüche sind einfach anders als früher und auch im Grundriss macht man dann zum Teil viele Kompromisse.


Gruß Joe
S
Steffen80
26.06.17 19:14
bindig schrieb:
Meine eigene Erfahrung jeweils 50 km rund um Frankfurt, Stuttgart, München, Augsburg, Darmstadt ist ganz anders.

Genau..und Du meinst ein Baugrundstück + Neubau in dieser Lage wäre preiswerter???

Denk noch mal drüber nach..
11ant26.06.17 19:18
Joedreck schrieb:
Die heutigen Ansprüche sind einfach anders als früher und auch im Grundriss macht man dann zum Teil viele Kompromisse.
Kompromisse verlangt der Geldbeutel auch bei Eigenplanungen. Die meisten Häuslebauer sind ja bis dahin nur etagenwohnungserfahren; deren Fehleinschätzungen was ein funktionierender Grundriss ist, können von der Wirklichkeit weiter entfernt sein, als was andere Leute gebaut und bis heute umgebaut haben.
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einfamilienhausneubausanierungsstau