30.000€ Aufpreis für Erdwärme sinnvoll? Erfahrungen?

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WilderSueden

WilderSueden

Die Heiztechnik steht im Bauantrag, entsprechend ist einfach umschwenken nicht so cool wenn die Behörde was dagegen hat. Die Problematik bei Gas sehe ich hier nicht nur an den Kosten sondern in der Tatsache, dass man diese Gasheizung ganz sicher nicht mit einer weiteren Gasheizung ersetzen darf. Auch beim Bestandsschutz würde ich mittelfristig ein Fragezeichen machen. Besitzer eines Euro5 Diesel wissen was im Zweifelsfall davon zu halten ist.

Ich würde an der Stelle auch zu einem Innengerät tendieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gemeinde das ernsthaft verbieten kann. 30 000€ Aufpreis finde ich auch ein starkes Stück
 
C

CC35BS38

Irgendwie komme ich nicht mit. Wenn ich im Bestand von Gas auf LWWP umsattel und die Geräuschemissionen passen kriegt die Gemeinde davon doch nichts mit. Wie verbieten sie das dann beim Neubau?! Würde nach Innengeräten schauen, die 30k holst du niemals rein, Gas würde ich auch nicht wollen.
 
O

Oetzberger

Offizielle Anfrage im Gemeinderat bzw beim Bürgermeister , ob eine solche Regelung in Zeiten, wo jeder Kubikmeter Gas dringendst aus politischen Gründen gespart werden muss, noch haltbar ist. Samt Berichterstattung in der Regionalpresse. Der Gemeinderat wird schnell flexibel werden...
 
P

Pinkiponk

P.S.: Mich würde trotzdem interessieren mit welcher Begründung LWWP nicht zugelassen wird!
Auch mich interessiert das sehr. Ich bin kein Fan von LWWP und würde gerne wissen, welche Gründe eine Gemeinde hat, das zu untersagen. Mein Favorit ist bisher Erdwärme und ich hoffe sehr, dass wir in 2-5 Jahren umsteigen können.

Wechsel von Gas (Standard) auf Erdwärme? Laut BT Aufpreis ca. 30.000€.
Wir bauen auch vorerst mit Gas, da LWWP für uns nicht in Frage kommen.

- ist es sinnvoll, Gas einzubauen und dann nachträglich mit andere Förderung in 1-2 Jahren auf Erdwärme umzusteigen?
Darauf hoffen wir auch. Erst einmal wollen wir einfach nur in einem Haus mit Heizung und Warmwasser wohnen. Wenn es für Erdwärme dann Förderungen gibt, wollen wir umsteigen. Hätte unser Haushersteller (Fertighaus Holzständerbauweise) Erswärme angeboten, hätten wir es vermutlich, auch für 30.000 Euro, in Anspruch genommen, auch wenn wir an anderen Positionen hätten sparen müssen.
 
B

Benutzer200

Die Heiztechnik steht im Bauantrag, entsprechend ist einfach umschwenken nicht so cool wenn die Behörde was dagegen hat.
Was für ein Pech, wenn die Gasheizung recht schnell kaputt geht und eine neue Gasheizung nicht mehr möglich ist, sobald der Gesetzgeber einen Riegel vorschiebt.

Insofern - der TE ist allerdings noch ein paar Antworten schuldig - alles für die WP vorbereiten, so dass einfach nur das Gerät hingestellt werden muss (2025 vielleicht?).
 
N

NBN2022

Vielen Dank für eure Antworten bisher! Das alles gibt mir/uns viele Gedankenanregungen!
Also zum Hintergrund: Es ist ein "vorhabensbezogener B-Plan" und der sieht keine LWP vor. Ob das noch in der Kürze der Zeit geändert werden kann, weiß ich nicht.
Ohne diesen "sehr engen" B-Plan kann man generell glaube ich keine LWP ablehnen. In diesem konkreten Fall wohl schon.
Wir bauen mit BT: Vom Grundstück bis zur Garage alles aus einer Hand.
Der BT bietet auch an, gegen Aufpreis, die vorgesehene (!) FBH enger zu dimensionieren und für eine WP auszulegen. Er rät aber von einer nachträglichen Erdwärme ab. Gründe: schwierig nachträglich die Kabel zu verlegen, "Loch" in der Fassade, Kabel im Keller usw. Leider fehlt uns das Wissen, wie "dramatisch" aufwendig Erdwärme nachträglich ist? Könnt ihr hier etwas zu sagen?
Option B: Innenliegende WP: Haben wir angefragt. Kostenvoranschlag steht noch aus. Laut mündlicher Aussage fast so teuer wie die Erdwärme, da in den Beton-Keller geschnitten werden muss usw.
Wir könnten uns anfreunden mit...
a) Gas -und dann vorbereitende Maßnahmen für Umstieg in einigen Jahren: an was sollte man da außer die FBH noch denken?
b) LWP: scheint nicht "gewollt" (auch Lärm und niedrige Effizienz wurde genannt)- wie gesagt, wir sind schon mitten im Bau, ob da ein Brief an den Bürgermeister noch etwas bringt...und dann würden wir das auch nicht "ohne Einverständnis" des BT machen wollen, die sind ja "Bauherren"
3) Erdwärme....auf eigene Kosten....was sind denn "normal" Kosten für eine Erdwärme im Neubau? Ich habe 18.000-25.000 gelesen und die 30.000€ fanden wir auch teuer, warten noch darauf wie sich das genau aufschlüsselt.
4) Förderung nachträglich: Gibt es da "Mindestwartezeiten" nach Neubau? Ist ja schon irre, Haus Neubau 2022, Gas raus 2023 mit Förderung??

Ach ja: Das Haus hat 180qm inkl. Keller.
Vielen Dank nochmals!!
 
Zuletzt aktualisiert 03.10.2022
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