ᐅ Erfahrung mit Balex Thermano Aufsparrendämmung
Erstellt am: 17.02.26 07:53
Hallo zusammen,
Bei mir wurde auf dem Satteldach eine Balex Thermano Aufsparrendämmung verbaut (PIR Paneele mit 10cm Höhe). Gemäß der Montageanleitung (so wie ich sie lese) und Aussage des Dachdeckers ist keine zusätzliche Dampfbremse / Folie zu verlegen (siehe https://balex.eu/en/products?option=com_djcatalog2&format=raw&task=download&fid=698). Die Stöße zwischen den Paneelen überlappen Nut und Feder artig und werden außen (also auf der kalten Seite) nochmal mit Aluminium Klebeband versiegelt. Zum Innenraum habe ich lediglich eine Rigips Verkleidung.
Die Konstruktion besteht nun so seit 3 Jahren und ich konnte auch keine Schäden / Feuchtigkeit feststellen.
Da ich mich aber nun zufällig etwas mit dem Thema beschäftigt habe, komme ich immer wieder zu dem Punkt, dass doch eigentlich zwingend eine luftdichte Ebene zum Innenraum bestehen muss? Andernfalls sollte es doch in den Fugen zwischen den Platten unterhalb der Aluklebebänder zu Kondensation kommen. Selbst wenn die Stöße eng anliegen, erreicht man ja niemals eine 100% Luftdichtheit. Dieser Gedanke in Verbindung mit dem Fakt, dass ich den Aufbau nicht an allen Stellen kontrollieren kann ohne alle Verkleidung abzureißen, beunruhigt mich etwas. Punktuelle Kontrollen an First und Traufe schauen erstmal gut aus… aber das sind halt nur zwei Stellen.
Hat jemand Erfahrung mit solch einem System oder Aufbau und kann das diese teilen?
vielen Dank vorab
Bei mir wurde auf dem Satteldach eine Balex Thermano Aufsparrendämmung verbaut (PIR Paneele mit 10cm Höhe). Gemäß der Montageanleitung (so wie ich sie lese) und Aussage des Dachdeckers ist keine zusätzliche Dampfbremse / Folie zu verlegen (siehe https://balex.eu/en/products?option=com_djcatalog2&format=raw&task=download&fid=698). Die Stöße zwischen den Paneelen überlappen Nut und Feder artig und werden außen (also auf der kalten Seite) nochmal mit Aluminium Klebeband versiegelt. Zum Innenraum habe ich lediglich eine Rigips Verkleidung.
Die Konstruktion besteht nun so seit 3 Jahren und ich konnte auch keine Schäden / Feuchtigkeit feststellen.
Da ich mich aber nun zufällig etwas mit dem Thema beschäftigt habe, komme ich immer wieder zu dem Punkt, dass doch eigentlich zwingend eine luftdichte Ebene zum Innenraum bestehen muss? Andernfalls sollte es doch in den Fugen zwischen den Platten unterhalb der Aluklebebänder zu Kondensation kommen. Selbst wenn die Stöße eng anliegen, erreicht man ja niemals eine 100% Luftdichtheit. Dieser Gedanke in Verbindung mit dem Fakt, dass ich den Aufbau nicht an allen Stellen kontrollieren kann ohne alle Verkleidung abzureißen, beunruhigt mich etwas. Punktuelle Kontrollen an First und Traufe schauen erstmal gut aus… aber das sind halt nur zwei Stellen.
Hat jemand Erfahrung mit solch einem System oder Aufbau und kann das diese teilen?
vielen Dank vorab
Anzeige
Hi,
die Frage ist berechtigt. 10 cm Thermano (PIR mit Alukaschierung) ist relativ diffusionsdicht. Wenn Nut und Feder sauber sitzen und die Aluminium-Tapes ordentlich verklebt sind, übernimmt die Außenschicht praktisch die Luftdichtheit. Entscheidend ist die Ausführung.
100 % luftdicht gibt es nicht. Wichtig ist, dass keine relevante Konvektion entsteht – Kondensat kommt durch strömende, warme Innenluft, nicht durch Diffusion allein. Wenn nach 3 Jahren keine Feuchte, keine Stockflecken und kein muffiger Geruch auftreten, spricht das für eine funktionierende Konstruktion. PIR mit Aluminium hat meist einen sd-Wert > 100 m, also faktisch Dampfsperre.
Rigips innen ist nicht luftdicht. Wenn die Platten oben dicht sind, brauchst du nicht zwingend eine zusätzliche Folie unten. Kritisch sind eher Durchdringungen (Spots, Installationen).
Wenn du sicher sein willst: 500–800 € für einen Blower-Door-Test mit Leckageortung. Alles aufreißen wäre überzogen.
die Frage ist berechtigt. 10 cm Thermano (PIR mit Alukaschierung) ist relativ diffusionsdicht. Wenn Nut und Feder sauber sitzen und die Aluminium-Tapes ordentlich verklebt sind, übernimmt die Außenschicht praktisch die Luftdichtheit. Entscheidend ist die Ausführung.
100 % luftdicht gibt es nicht. Wichtig ist, dass keine relevante Konvektion entsteht – Kondensat kommt durch strömende, warme Innenluft, nicht durch Diffusion allein. Wenn nach 3 Jahren keine Feuchte, keine Stockflecken und kein muffiger Geruch auftreten, spricht das für eine funktionierende Konstruktion. PIR mit Aluminium hat meist einen sd-Wert > 100 m, also faktisch Dampfsperre.
Rigips innen ist nicht luftdicht. Wenn die Platten oben dicht sind, brauchst du nicht zwingend eine zusätzliche Folie unten. Kritisch sind eher Durchdringungen (Spots, Installationen).
Wenn du sicher sein willst: 500–800 € für einen Blower-Door-Test mit Leckageortung. Alles aufreißen wäre überzogen.
Ähnliche Themen