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ᐅ Projekt Eigenheim - Wo fängt man an?


Erstellt am: 04.02.26 09:10

M
MachsSelbst
04.02.26 15:12
Ich würde auf den ganzen Zinober verzichten, ein halbwegs geeignetes Grundstück vorausgesetzt, wo man ein Haus mit Bodenplatte draufstellen kann.
Es gibt genug Firmen die Standardgrundrisse bauen und nach unzähligen Runden im Grundriss-Forum landen viele dann mehr oder weniger bei so einem Standardgrundriss... weil die halt funktionieren. Und zwar nicht nur, wenn die Kinder klein sind... oder groß sind... oder weg sind. Die funktionieren einfach die meiste Zeit.

Ist wie bei einem Auto. Man guckt sich 2, 3 vielleicht auch 10 Modelle an und dann kauft man... für in aller Regel auch nicht gerade kleine Summen.

Ich weiß nicht, ob ich damit die Ausnahme von der Ausnahme bin oder ein totaler Einzelfall... wenn ich mich hier im Baugebiet so unterhalte, dann war das tatsächlich bei den meisten so. Ich habe mir einige Tage Grundrisse im Internet angeschaut, einen gefunden, der mit gut gefiel. Wir sind dann hin zum Bauunternehmen (Town & Country), hatten 2 Gespräche, einen Preis, haben 2 Tage überlegt und dann unterschrieben... kein monatelanger Vergleich von 4, 5, 10 Angeboten, keine 2, 3, 5 "Dates" pro Unternehmer. 

Meine Meinung. Du musst halt gute Firmen erwischen, das ist immer so. Aber am Ende ist es nur ein Haus, es muss nicht perfekt sein, um drin zu leben. Sieht nach 3, 4 Jahren "Leben" ohnehin nicht mehr so schön aus, wie nachm Einzug.
P
Papierturm
04.02.26 16:24
So haben wir es gemacht. Ob das alles so gut und richtig war, sei mal dahin gestellt. Ich finde manche Ideen davon jedoch ganz hilfreich:

  1. Grundstück gesucht! Das Grundstück bestimmt so viel, dass man ohne Grundstück nur begrenzt planen kann. (Nie ein Hausbauvertrag ohne Grundstück unterschreiben. Manche Firmen bieten einen "Grundstücksservice" an, der sich jedoch darauf beschränkt auf die üblichen Immobilienportale zu verweisen und einem direkt vom Markt nimmt.)
  2. Bedarf ermittelt. Welche Räume brauchen wir? Welchen Stil wollen wir ungefähr?
  3. Wir haben uns unendlich viele Häuser und Wohnungen angeschaut. Nicht direkt als Inspiration, sondern um unser Gefühl für Raumproportionen, Laufwege und Alltagstauglichkeit zu schärfen. Freunde, Familie, Umfeld, Musterhausparks... hier geht es nicht darum "die Baufirma" oder "den Grundriss" zu finden, sondern um da mehr das eigene Gespür zu schärfen, was einem wichtig ist. Was gut im eigenen Alltag funktionieren würde. Und was nicht.
    (Diese drei Schritte würde ich uneingeschränkt empfehlen.)
  4. Grundstück hatten wir ziemlich früh. Wir haben dann etwas herumgeirrlichtert. Kataloge gewälzt, diverse Gespräche mit Baufirmen geführt. Nach drei Monaten waren wir so gefrustet, dass wir einen Architekten beauftragt haben (für Leistungsphase 1-4, Festpreis. Wichtig: Einen Architekten wählen, der auch Leistungsphase 1-8 anbietet, sonst landet man schnell bei einem, der Luftnummern plant). Mit dessen Planung und Ausstattungslisten dann an diverse Baufirmen herangetreten und zusammen mit dem Architekten ausgewählt.
  5. Erster ausgewählter GU ging pleite, also nochmal eine Auswahlrunde. Bau läuft gerade (bzw. wegen des Wetters ist gerade etwas Stillstand).

Standardgrundriss wäre theoretisch bei uns auch möglich gewesen. Und so besonders ist unser Grundriss nun auch nicht. Fenster und Raumanordnung sind wegen Eigenheiten des Grundstücks etwas ungewöhnlich, das wäre jedoch sicherlich auch bei einem GU anpassbar gewesen.
Problem war eher der Bebauungsplan. Beim "Herumirrlichtern" hat keine (!) Baufirma ihr "Standardhaus" so angepasst bekommen, dass es bebauungsplankonform war. Daher sind wir dann am Ende zu einem Architekten gegangen.
M
MachsSelbst
04.02.26 16:59
Wie gesagt, das Grundstück muss es natürlich hergeben. Wir hatten da keine besonderen Auflagen und es ist relativ eben... und ich bin natürlich auch, nach 15 Jahren Projektgeschäft, ziemlich abgestumpft, was Hoffnungen und Erwartungen betrifft, mir war klar, dass es eh nicht perfekt wird und man am Ende viel selbst rumwurschtelt... kein Projekt ohne böse Überraschungen...

Es ist halt immer die Frage, wie viel Zeit möchte man im Vorfeld investieren. Manche wurschteln mit der Planung 2, 3 Jahre rum. 
Zum einen steigen die Preise, dagegen kann man nicht ansparen, das Geld verpufft einfach. Zum anderen ist es ja auch Lebenszeit, die man schon in seinem Haus sitzen könnte. Mit 10, 12 brauchen die Kinder keinen Garten mehr...

Die Standardgrundrisse bilden den Alltag schon gut ab und sind auch kostenoptimiert. Den Architekt muss man erstmal finden, der das wirklich für nen Individualentwurf besser macht. Kostet auch wieder Zeit und Geld.

Meine Meinung. Nicht zu viel Zeit mit der Planung verplempern, lieber mal fünfe gerade sein lassen und drin leben... Pareto. 80% Ergebnis mit 20% Aufwand.
1
11ant
04.02.26 17:53
Papierturm schrieb:
Nach drei Monaten waren wir so gefrustet, dass wir einen Architekten beauftragt haben (für Leistungsphase 1-4, Festpreis. Wichtig: Einen Architekten wählen, der auch LP1-8 anbietet, sonst landet man schnell bei einem, der Luftnummern plant). Mit dessen Planung und Ausstattungslisten dann an diverse Baufirmen herangetreten

Den Architekten sollte man auch ohne Verzweiflung und mit einem anspruchsarmen Grundstück beauftragen. Wichtig ist primär zweierlei: er soll auch beide Halbzeiten spielen können, aber das Mandat sollte zunächst nur auf das "Modul A" lauten. Denn erst in der Teigruhe mit Weichenstellung zeigt sich, ob man überhaupt mit diesem Architekten weitermachen will und ob es mit ihm nur für die Leistungsphase 3 oder mehr weiter geht. Und ja, die "eigene" Bauleistungsbeschreibung ist immer besser als Äpfel mit Birnen zu vergleichen, bis man nicht mehr weiß wo einem der Kopf steht.

Papierturm schrieb:
Standardgrundriss wäre theoretisch bei uns auch möglich gewesen. Und so besonders ist unser Grundriss nun auch nicht. Fenster und Raumanordnung sind wegen Eigenheiten des Grundstücks etwas ungewöhnlich, das wäre jedoch sicherlich auch bei einem GU anpassbar gewesen.
Problem war eher der Bebauungsplan. Beim "Herumirrlichtern" hat keine (!) Baufirma ihr "Standardhaus" so angepasst bekommen, dass es bebauungsplankonform war. Daher sind wir dann am Ende zu einem Architekten gegangen.

Verlangt der Plan, daß die Gartenzwerge Zylinder statt Zipfelmützen tragen, gibt es unklare oder teuflische Bezugshöhen oder wo liegt das Problem ?

MachsSelbst schrieb:
Die Standardgrundrisse bilden den Alltag schon gut ab und sind auch kostenoptimiert. Den Architekt muss man erstmal finden, der das wirklich für nen Individualentwurf besser macht. Kostet auch wieder Zeit und Geld.

Standardgrundrisse sind für Normalfamilien (2E2K ohne zweites Home Office, mit Flachgrundstück), andernfalls muß man umdenken (was aber nur für unberatene Laien eine harte Nuß ist). Nach meinem Modulkonzept kostet das keine Zeit, und richtig eingesetzt bringt sich der Architekt voll ins Verdienen.

MachsSelbst schrieb:
Nicht zu viel Zeit mit der Planung verplempern, lieber mal fünfe gerade sein lassen und drin leben... Pareto.

Für ein Zwischenhaus (bzw. für das "erste Haus für einen Feind" ) wäre alles andere auch zu viel.
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https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Y
ypg
10.02.26 15:23
Kurze Frage an Dich: schon mal angefangen?
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