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ᐅ Fußbodenheizung über Kappendecke / Balkendecke


Erstellt am: 04.01.26 12:59

L
lukcaro
04.01.26 12:59
Hallo zusammen,

ich saniere derzeit einen Altbau aus 1931 und bräuchte eine fachliche Einschätzung zu einem geplanten Bodenaufbau im Erdgeschoss (über unbeheiztem Keller).

Bestand EG:
  • Decke: Kappendecke (Preußische Kappe)
  • Träger: Stahlträger Doppel-T, Höhe 16 cm (Zustand augenscheinlich gut, keine massiven Abrostungen sichtbar). Werde aber aktuell aller abgeschliffen und lackiert. Aufliegend auf ca. 40cm Sandsteinen über dem Erdreich, also keine direkte Erdfeuchte.
  • Abstände: ca. 80-100cm von Stahlträger zu Stahlträger. Spannweite etwa 4-5m zur Zwischenwand und dann nochmal ca. 4m zur gegenüberliegenden Außenwand
  • Ausfachung: Gemauertes Gewölbe aus Bimsstein. Der Flurbereich ist mit Stahlbeton ausgegossen.
  • Alter Aufbau: 8cm Holzbalken (liegen auf den Stahlträgern und sind über Stahlklemmen am Träger fixiert), Zwischenräume mit Schlackenschüttung, darauf 25 mm Dielen. Testweise haben wir auf rund 2,5m² die Schlacke entfernt und kamen auf ein Gewicht von ca. 150kg.
Geplantes Vorhaben EG:
Ziel ist der Einbau einer Fußbodenheizung bei möglichst geringer Aufbauhöhe und statischer Belastung.
  • Die bestehenden Holzbalken sollen auf den Trägern verbleiben (Höhenausgleich/Lagerhölzer) und somit weiter zur Lastverteilung dienen.
  • Alte Schlacke raus.
  • Auffüllung: Hohlraum bis Oberkante der Holzbalken mit Airpor 3.0 (flüssige Ausgleichsschüttung-Dämmung, ca. 130 kg/m³ Trockendichte). Rechnerisch kommen wir bei 8cm Füllung auf etwa 11kg pro m²
  • Systemaufbau: Auf den Holzbalken + der Schüttung liegend das Schlüter-BEKOTEC-EN 23 F System.
  • Ich mache mir hier nur etwas Sorgen um das Nivellieren des Bodes entlang der Holzbalken, da dann keine direkte Lastverteilung mehr über die Balken gewährleistet wäre, wenn die Airpor Füllung über die Oberkante hinaus eingebracht wird?
  • Lastverteilung: Calciumsulfat-Estrichüberdeckung lediglich ca. 15 mm (insgesamt also sehr dünnschichtig). Hier sind wir vielleicht nochmal bei etwa 35kg pro m²
  • In Summe ohne Eigengewicht der Decke selbst, hätten wir ca. 50kg/m²
Bestand OG:
  • Fehlboden / Holzbalkendecke, aktuell mit etwas Schüttung im Zwischenraum.
  • 2,5cm Dielenboden und darauf normaler Bodenbelag (Laminat, Fliese, Vinyl)
  • Viele Übergänge zu Treppen (Aufbauhöhe entscheidend)
Geplantes Vorhaben OG:
  • Bodenbelag, Holzdielen und Schüttung entfernen
  • Perlit Schüttung einbringen
  • ca. 0,5mm starke Druckverteilerplatten verlegen
  • Zewotherm EPS Trockenfussbodenheizung verlegen
  • 18mm Knauf Brio Trockenestrichplatten
  • hier wäre mir der Aufbau eigentlich etwas zu hoch
oder sofern der Untergrund in Ordnung wäre
  • auf die Perlitschüttung die Druckverteilerplatten
  • Zewotherm XPS 500 Platten (sehr druckstabil) verlegen und darauf dann keine Trockenestrichplatten, da nicht zwingend notwendig bei Laminat & Fliesen
Meine Fragen an die Experten:
  • Das Bekotec-System arbeitet ja mit einer sehr dünnen Schale. Seht ihr Probleme bei der Lastverteilung auf das Bims-Gewölbe, insbesondere da die Airpor-Schicht zwischen den Balken liegt? Wirkt der Aufbau ausreichend lastverteilend, oder riskiere ich, dass der dünne Estrich bei Punktlasten durchstanzt? Was wäre ein alternativer Aufbau?
  • Können die Aufbauten im OG bei der Holzbalkendecke funktionieren? Kann mit der Trockenschüttung nivelliert werden, oder sollte man die Balken in diesem Falle aufdoppeln und das somit in Waage bringen?
Dass dies keine statische Berechnung ersetzt, ist mir klar. Es geht mir um eine Machbarkeitseinschätzung.

Vielen Dank für euren Input!

Kellerdecke mit Dämmung, sichtbare Kabel, Leiter und Baumaterial im Kellerraum

Rohbauwand aus Ziegeln mit rauem Mörtel und rostigem Stahlträger

Kellerdecke mit Dämmung, sichtbare Kabel, Rauchmelder an der Decke

Raum mit offener Baugrube am Boden, Erde, Holzbalken und Renovierungsarbeiten.
L
lukcaro
04.01.26 13:06
Noch eine Ergänzung für das EG:
- Im Flur soll noch ein Holzofen und im Schlafzimmer ein Wasserbett (ca 800kg) platziert werden.
- An einer Hausseite sind die Holzbalken schwimmend auf dem Boden verlegen, d.h. es ist kein Stahlträger mehr darunter. Wurde gemacht, damit der Boden natürlich nicht absackt. Sieht man im Bild.

Baustellenszene: Erdreich, Holzbalken und eine grobe Fundamentwand in einer Baugrube.
K
KlaRa
04.01.26 14:41
Bevor ein Statiker hier nicht sein OK gegeben hat sollte sich jeder mit Vorschlägen zur Vorgehensweise zurückhalten.
Ein ca. 2t schweres Wasserbett benötigt eine sichere Statik des Untergrundes.
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