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ᐅ Wärmedämmender Aufbau auf trockenem Kellerboden im Altbau


Erstellt am: 12.11.25 22:51

S
Sir Toby
12.11.25 22:51
Moin zusammen,
unser Haus ist Bj. 1963 und hat noch die originalen Wände, d.h. zum Zwecke der Dämmung wurden bisher keine Platten o.ä. von außen und auch nicht von innen angebracht. Es ist voll unterkellert und einer der Kellerräume ist beheizt.
In diesem Raum möchte ich den Kellerboden wärmedämmend aufbauen. Die Raumhöhe beträgt aktuell 2,20 m. Der geplante Aufbau wird etwa 8 cm hoch,
sodaß mir immer noch ca. 2,12 m Raumhöhe bleiben.

Wichtige Info: der Keller ist trocken !!

Meine Überlegung ist den Boden folgendermaßen aufzubauen (von unten nach oben):
  • Beton-Grundplatte (mit Sicherheit ohne jeglichen Schutz gegen Kälte und/oder Nässe). Aber wie bereits oben erwähnt, der Keller ist zum Glück trocken.
  • Estrich (Stärke unbekannt und für mich nicht weiter relevant)
  • Dampfbremsfolie
  • Lattung 30 x 50
  • ESP-Platten (diffusionsoffener als OSB3, falls doch Feuchte von unten kommen sollte)
  • Korklaminat
Ist das so machbar ohne später Schwierigkeiten mit Feuchtigkeit bzw. Schimmel zu bekommen?
Ich bin am Überlegen zwischen den Lattungen Perlite Schüttung zu installieren. Macht das bei einer Schütthöhe von etwa 35 – 40 mm überhaupt Sinn? Würde man da einen Unterschied bemerken? Oder isoliert da die Luft schon gut genug?
Über aussagekräftige Antworten würde ich mich sehr freuen.
Gegenfragen bzw. -vorschläge sind durchaus erwünscht.
Vielen Dank!!
N
Nauer
12.11.25 23:19
Hi Toby,

dein geplanter Aufbau klingt auf den ersten Blick nachvollziehbar, hat aber ein paar kleine Fallstricke, die du unbedingt im Blick behalten solltest. Wenn der Kellerboden ungedämmt und ohne Abdichtung aus den 60ern ist, hast du zwar momentan Glück, dass er trocken bleibt, aber das kann sich ändern, sobald du oben eine wärmedämmende Schicht einziehst. Dann verschiebt sich nämlich der Taupunkt nach unten – und genau das sorgt gern für Kondensat unter der Dampfbremsfolie, auch wenn der Beton vorher nie Feuchtigkeit zeigte.

Die Lattung auf Folie ist zudem heikel: Holz auf Folie bedeutet immer, dass eventuell eingeschlossene Feuchte nicht mehr abtrocknen kann. Wenn du wirklich Lattung einsetzen willst, dann nur mit einer kapillarbrechenden Schicht darunter oder besser gleich ein System, das ohne Luftzwischenräume auskommt. In deinem Fall wäre eine druckfeste Dämmung (z. B. XPS oder PUR) mit darauf liegendem Trockenestrich oder Laminat die sicherere Lösung – kein Luftraum, keine Perlite, kein Risiko.

Die Perlite-Schüttung zwischen den Lattungen bringt bei 3–4 cm Schütthöhe ehrlich gesagt kaum messbare Verbesserung. Luft isoliert in dieser Dicke schon fast gleich gut, dafür handelst du dir aber zusätzliche Unebenheiten und Setzungsgefahr ein.

Mich würde interessieren: Warum willst du überhaupt mit Lattung arbeiten und nicht direkt auf eine druckfeste Dämmung gehen? Nur wegen der Aufbauhöhe oder wegen der möglichen Verkabelung/Verrohrung darunter? Denn davon hängt ab, ob dein Konzept mit Folie überhaupt sinnvoll ist.

Viel Erfolg
S
Sir Toby
13.11.25 22:13
Danke für die rasche Antwort!

Warum möchte ich Folie und Lattung einsetzen?
Der vorhandene Estrich ist zwar fast eben, da unbeschädigt, aber mit der Lattung wollte ich größtmögliche Ebenheit herstellen. Zudem stelle ich mir vor, daß die Konstruktion mit Lattung plus Verlegeplatten stabiler ist, als lose verlegter PUR/PIR. Kabel und Rohre gibt es am Boden nicht.
Die Folie wurde mir von einem Bekannten empfohlen, um eventuelle Feuchtigkeit von der darüberliegenden Konstruktion fernzuhalten.

Auf PUR/PIR bin ich auch schon gekommen. Da habe ich aber Bedenken, daß die Platten sich verschieben könnten und sich somit Lücken bilden könnten, und sich daraufhin die Last auf die darüberliegende Laminatschicht zu 100 % verlagert, was dann vielleicht zu Schäden führen könnte.
Dann ist da noch die Sache mit der Punktbelastung. Wenn ich z.B. eine Punktlast von 1 kN habe, halten das Hartschaumplatten aus?

Wenn ich PUR/PIR einsetze, kann/muß die Verlegung klemmend an den Wänden anliegen, oder kann man sie quasi schwimmend mit nur geringer Anlage oder sogar leichter Luft zu den Wänden verlegen? Wie werden PUR/PIR eingebaut? Lose oder mit Kleber bzw. sonstigen Methoden?

Der Aufwand Platten zu verlegen ist sicherlich geringer, als mit Folie, Lattung, ESB und Laminat zu arbeiten. Das wäre dann ein weiteres Plus für die Platten. Allerdings habe ich Bedenken hinsichtlich der Ebenheit der Fläche, da wie schon weiter oben beschrieben, der Estrich unbeschädigt und „ziemlich“ eben ist, aber halt nicht ganz. Die Unterschiede betragen zwischen 4 und 10 mm gemessen mit dem 2m-Richtscheit. Die 10 mm Unterschied finden sich aber nur zu einer der Wände hin. Zu den anderen Rändern sind es ca. 4 mm. Innerhalb des Raumes ist der Boden quasi eben.

Bei einer überschlägigen Kostenaufstellung kommt die Lösung mit PUR/PIR etwas besser weg.

Was ist hier wohl die beste Wahl in Bezug auf Bauphysik?
pirlattungendampfbremsfolieplattenkellerbodendämmungestrichfeuchtigkeitperlitewände