ᐅ Aufschüttung von Grundstück in „Hochwasser“-Gebiet
Erstellt am: 27.10.25 22:16
Hallo zusammen,
wir überlegen aktuell, ein Grundstück zu kaufen, und ich würde gerne eure Einschätzungen bzw. Erfahrungen hören – insbesondere, was Zusatzkosten oder Risiken betrifft.
Eckdaten:
„Gemäß der Hochwassergefahrenkarte des Bayerischen Landesamts für Umwelt liegt das Baugebiet in der Hochwassergefahrenfläche HQextrem.
Die weichen Tone der bindigen Deckschicht sind zur Gründung von Bauwerken ohne Zusatzmaßnahmen nicht geeignet, da diese aufgrund des ungünstigen Last-/Setzungsverhaltens zu Verdrehungen und Verkippungen führen können.
Die mind. steifen Tone der bindigen Deckschicht sind dagegen zur Gründung von Bauwerken generell geeignet.
Bei Nichtunterkellerung von Gebäuden sind nur untergeordnete Wasserhaltungsmaßnahmen notwendig (z. B. Pumpensümpfe, Leitungsdränagen).
Es ist eine Abdichtung gegen drückendes Wasser nach DIN 18195-6 vorzusehen.
Keller sind ausdrücklich nicht empfohlen.“
Zur Situation:
Das Grundstück liegt aktuell etwa 1,5 m unter Straßenniveau, also in einer Art „Grube“. Laut Bauplan muss das Gelände bis zur Straßenhöhe aufgeschüttet werden.
Dieses Problem betrifft alle Parzellen innerhalb der geplanten Straße – teils stärker, teils weniger. Hier könnte man sich mit Sicherheit mit den Zukünftigen Bauherren zusammenschließen.
Meine Fragen:
Danke schon mal für eure Meinungen und Erfahrungsberichte!
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wir überlegen aktuell, ein Grundstück zu kaufen, und ich würde gerne eure Einschätzungen bzw. Erfahrungen hören – insbesondere, was Zusatzkosten oder Risiken betrifft.
Eckdaten:
- Grundstücksgröße: ca. 576 m²
- Entfernung zur Donau: ca. 150 m
- Lage laut Hochwassergefahrenkarte: HQextrem (Angabe aus dem Bauplan)
- Preis: ca. 180.000 €
- Ort: Bayern, PLZ: 93*
„Gemäß der Hochwassergefahrenkarte des Bayerischen Landesamts für Umwelt liegt das Baugebiet in der Hochwassergefahrenfläche HQextrem.
Die weichen Tone der bindigen Deckschicht sind zur Gründung von Bauwerken ohne Zusatzmaßnahmen nicht geeignet, da diese aufgrund des ungünstigen Last-/Setzungsverhaltens zu Verdrehungen und Verkippungen führen können.
Die mind. steifen Tone der bindigen Deckschicht sind dagegen zur Gründung von Bauwerken generell geeignet.
Bei Nichtunterkellerung von Gebäuden sind nur untergeordnete Wasserhaltungsmaßnahmen notwendig (z. B. Pumpensümpfe, Leitungsdränagen).
Es ist eine Abdichtung gegen drückendes Wasser nach DIN 18195-6 vorzusehen.
Keller sind ausdrücklich nicht empfohlen.“
Zur Situation:
Das Grundstück liegt aktuell etwa 1,5 m unter Straßenniveau, also in einer Art „Grube“. Laut Bauplan muss das Gelände bis zur Straßenhöhe aufgeschüttet werden.
Dieses Problem betrifft alle Parzellen innerhalb der geplanten Straße – teils stärker, teils weniger. Hier könnte man sich mit Sicherheit mit den Zukünftigen Bauherren zusammenschließen.
Meine Fragen:
- Mit welchen Zusatzkosten für die notwendige Aufschüttung und Bodenverbesserung müsste man realistisch rechnen (Größenordnung)? Ebenso für die „Abdichtung gegen drückendes Wasser“?
- Gibt es Risiken oder Nachteile durch die Lage in der HQextrem-Zone, auch wenn keine Unterkellerung geplant ist? Lt einem Nachbarn (wohnt seit ca. 20 Jahren dort) konnte das Hochwasser bisher gut durch Damm „gedämmt“ werden, aber wer weiß wie das in den nächsten Jahren aussieht…
- Hat jemand Erfahrung, wie Baugenehmigungen in solchen Gebieten gehandhabt werden (z. B. zusätzliche Auflagen oder Versicherungsthemen)?
- Würdet ihr persönlich bei solchen Rahmenbedingungen überhaupt kaufen?
Danke schon mal für eure Meinungen und Erfahrungsberichte!
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Wie sieht es mit Versicherungen dort aus? Bekommt man welche gegen Hochwasserschäden oder lehnen das alle ab? Das wäre eine wichtige Info, wobei ich sagen muss, dass ich persönlich dort wohl eher nicht bauen würde, aber das ist natürlich subjektive Risikobewertung.
Zu Kosten kann ich leider nichts sagen.
Zu Kosten kann ich leider nichts sagen.
H
hanghaus202328.10.25 08:37Sind die geologischen Erkundungen der Gemeinde zugänglich? Wo stehen denn die steifen Tone der bindigen Deckschicht an?
Direkt an der Donau wurde doch auch gebaut.
Da must mal einen Erdbauer anfragen was in der Gegend braubares Füllmaterial (geliefert und eingebaut) kostet.
Die Abdichtung gegen aufsteigende Nässe hast doch immer.
Das Bauverfahren auf die Situation abstimmen. MMn eher nur massiv.
Direkt an der Donau wurde doch auch gebaut.
Da must mal einen Erdbauer anfragen was in der Gegend braubares Füllmaterial (geliefert und eingebaut) kostet.
Die Abdichtung gegen aufsteigende Nässe hast doch immer.
Das Bauverfahren auf die Situation abstimmen. MMn eher nur massiv.
W
wiltshire28.10.25 09:18Tom_bay schrieb:
- Mit welchen Zusatzkosten für die notwendige Aufschüttung und Bodenverbesserung müsste man realistisch rechnen (Größenordnung)? Ebenso für die „Abdichtung gegen drückendes Wasser“?
Das ganz große Fragezeichen, welches ich auch nicht beantworten kann. In England und den Niederlanden habe ich Häuser gesehen, die auf einem Ponton in einer Wanne gebaut wurden und ihr Niveau an Stützen geführt einem Wasserstand anpassen können. Auch im Emsland wurden solche Bauweisen erprobt. Ich habe keine genauen Preise, meine ich aber daran eine Größenordnung von 200.000€ für ein Einfamilienhaus gelesen zu haben. Diese Häuser sind versicherungsfähig, wenngleich die Kosten etwas höher sind als bei einem ungefährdeten Standardhaus Da würde ich näherungsweise mit 25% Aufschlag rechnen. Die Pontonanlage braucht Wartung, dafür würde ich 1500 € p.a. schätzen.Jedenfalls wäre das der Weg, den ich gehen würde. Bei außergewönlichen Projekten findet sich manchmal Fördergeld und Aähnliches. Einfach mal kreativ werden.
W
wiltshire28.10.25 09:19Tom_bay schrieb:
- Würdet ihr persönlich bei solchen Rahmenbedingungen überhaupt kaufen?
Mit Ponton: ja, ohne: eher nicht.Ähnliche Themen