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ᐅ Aufgeständerter Wintergarten - Erneuerung Fußboden


Erstellt am: 28.09.25 12:20

J
JumpY
28.09.25 12:20
Hallo zusammen,
wir besitzen einen freistehenden Wintergarten und dort möchten wir den Fußboden erneuern und stellen uns die Frage der richtigen Ausführung zwecks Dämmung.

Ist-Situation:

  • Aufständerung besteht aus einer Stahlträgerkonstruktion die komplett mit Holz ausgekleidet ist
  • Der aktuelle Fußbodenbelag ist ein Klick-Linoleum in 11mm Stärke
  • Der Boden ist sehr kalt und außer im Sommer nicht ohne Schuhe begehbar. Selbst mit Schuhen merkt man nach einiger Zeit deutliche Kälte von unten
  • Der Wintergarten ist an zwei Seiten an das Gebäude/Klinkerwand angeschlossen und hat zwei große Türen in den Wohnraum (Küche + Wohnzimmer)
  • Aktuell wird der Wintergarten mit zwei vertikalen Röhrenheizkörpern (relativ flach) beheizt
Bodenaufbau Gesamt:

  • Ich habe den Bodenaufbau einmal gesamt visualisiert, wie er heute ist
  • Die Glaswolle liegt in den Stahlträgern zwischen den beiden Flanschen, das konnte ich aber nicht besser darstellen
  • Auf den Fotos kann man den Aufbau erkennen
  • Schnitt durch Wandaufbau mit Dämmung, OSB-Platte, Luftschicht, Holzfichte, Styropor und Glaswolle

Nun stellt sich uns die Frage, welche Dämmart sich am besten eignet um den Boden wärmer zu bekommen. Wir können maximal 50mm höher aufbauen, d.h. inkl. Bodenbelag stehen von der Oberkante OSB ca. 60mm zur Verfügung. (Höher geht nicht, das ist die Oberkante des Glasprofils vom Wintergarten)
Der fertige Bodenbelag steht noch nicht fest, wir nehmen dazu gerne Empfehlungen an - Wir können uns vorstellen das angrenzende Wohnzimmer in einem Zug ebenfalls auf die gleiche Höhe zu bringen und dort den Boden auch zu verwenden.

Macht es Sinn, die ganze Verkleidung etc. von unten aufzumachen und die Dämmung darin zu ändern oder ist der Effekt vermutlich eher gering? (meine Einschätzung) Ich kann mir vorstellen, auf die OSB-Platten eine 40mm EPS 035 Dämmung auszulegen und darauf den neu en Boden. Auch vorstellbar wäre eine Fußbodenheizung zu integrieren, wenn man diese in den 60mm Aufbau inkl. Belag sinnvoll integriert bekommt. Dadurch hätte man natürlich eine größere Heizfläche zusätzlich zu den Heizkörpern und könnte dem kaltent Fußboden entgegen wirken.
Es könnte auch von oben und unten etwas verändert werden, von unten ist es allerdings relativ viel Aufwand, die ganze Verkleidung zu entfernen.

Über Ratschläge oder Tipps würde ich mir sehr freuen.

Viele Grüße
2D-Grundriss eines Wohnbereichs mit Wintergarten, Wohnzimmer und offener Küche/Esszimmer

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N
Nauer
28.09.25 17:09
Hi,

warum hält man sich in Wintergärten eigentlich so gerne an Lösungen fest, die ausgerechnet die Schwachstelle „Kälte von unten“ quasi aussparen? Dein Gefühl, dass sich ein nennenswerter Effekt erst dann einstellt, wenn du das Problem von unten angehst, ist ziemlich richtig. Vor allem: Die Glaswolle in einer solchen offenen Stahl-Holz-Konstruktion leistet oft deutlich weniger als gedacht, da Zahllöcher, Undichtigkeiten und Wärmebrücken fast nie auszuschließen sind – der Effekt von zusätzlicher Dämmung oben ist dann häufig eher kosmetisch. Wenn du ohnehin schon alles geöffnet hast, täte es wirklich nur einmal richtig weh – danach ist die Kälte durch!

Eine Fußbodenheizung ist zwar charmant, wird bei diesen maximal 60 mm aber zu einer echten Bastelbude mit Trockenestrichlösung und dünner Dämmung. Viel Komfort darfst du dir da nicht versprechen, weil du mit wenig Masse arbeitest und die Wärme wegen dünner Dämmung zu schnell nach unten durchgeht. Harte Wahrheit: Ohne relevante Aufdickung nach unten kommst du nur ein gutes Stück weiter, wenn die Außenluftseite perfekt luftdicht abgeschottet und dauerhaft trocken ist.

Zur Abdeckung oben: EPS 035 wäre für die Dämmung zwar günstig, aber denk an die Druckfestigkeit, falls du einen Hartboden auflegen willst. Bei Dielen oder Klickvinyl auf Dämmung passieren die wildesten Sachen, wenn’s zu weich wird. Oberboden – da geht Geschmack ja sehr auseinander, aber ein schöner, durchgehender Designboden oder Holz sind sicher die wohnlichsten Lösungen. An den Übergang zu den angrenzenden Räumen würde ich im Zweifel immer ein gutes Profil setzen, damit’s nachher keinen Stolperrand und keine klappernden Fugen gibt.

Für mich klingt es, als würdest du eigentlich ungern alles von unten öffnen – trotzdem: Erkunden mal, wie kompliziert das wirklich wäre. Oft reicht es, einzelne Felder herauszunehmen, die Glaswolle sauber durch höherwertige Dämmplatten (zum Beispiel XPS, Format je nach Fachtiefe) mit exakt zugeschnittener Verklebung und Dichtbändern zu ersetzen, um deutlich mehr Ruhe reinzubringen.

Viel Erfolg!
J
JumpY
28.09.25 19:26
Hallo Nauer, vielen Dank für deinen Input, ich versuche auf alle einzelnen Dinge einzugehen:

  • Vorab: Ich dachte vom Gefühl, dass es mehr bringt von oben direkt unter den Boden zu dämmen anstatt von unten wo wir niemals eine 100% Lösung hinbekommen können. Dafür sind die Anschlüsse zu kompliziert und auch zu unsauber ausgeführt um da eine richtige Luftdichtigkeit hinzubekommen.
  • Bislang ist nichts geöffnet, angedacht war zumindest von oben zu öffnen für den neuen Belag und unten nur wenn es wirklich notwendig ist (so wie du das jetzt beschreibst, ist es das). Von unten ist es deutlich aufwändiger alles zu öffnen und nachher wieder zu verkleiden, zumindest wenn sich der Aufbau nach unten weiter vergrößert o.ä., weil darunter noch Querträger verlaufen und deshalb mehrere Koffer entstehen. Machbar ist es aber...
  • Der Wintergarten war vor ca. 20 Jahren mal ein freitragender Holzbalkon. Meine Eltern bewohnen das Haus und wir haben damals den Balkon abgebrochen und die aufgeständerte Konstruktion in Eigenleistung erstellt. Wir sind handwerklich nicht unbegabt, es wurde aber so gemacht, "wie es früher gemacht wurde" ohne sich extreme Gedanken über die Kälte nach oben zu machen. Der Wintergartenbauer hat auch eher keinen Mehrwert gegeben..
  • Druckfestigkeit habe ich verstanden - Es gibt aber doch Dämmplatten, auf die direkt ein Fußbodenbelag gelegt werden kann, oder ist immer eine feste Schicht wie z.B. OSB o.ä. darunter notwendig wenn es nicht Estrich ist? Ein Übergang zum Wohnzimmer ist aktuell unproblematisch, da dort eine Tür mit Schwelle eingebaut ist über die man ohnehin steigen muss. (5cm) Das war vorher die Außentür zum Balkon, die steht jetzt einfach immer offen.
  • Feuchtigkeit wurde nicht gemessen, es sind aber auch keine Tropfen aufgefallen. Wir hatten mehrere Undichtigkeiten über die Jahre hinweg, die aber von außen durch die Dichtungen der Scheiben kamen. Wir haben inzwischen 3 Scheiben und mehrere Dichtungen ausgetauscht, deshalb kommt glücklicherweise mitlerweile kein Wasser mehr rein.. (Der Wintergartenbauer hat das Problem nie beseitigen können und hatte auch keinen Bock..

Nun zu der Änderung des Dämmmaterials, wenn dieses in Frage kommt. In welcher Ebene sollte das ganze denn sinnvollerweise gedämmt werden? Wir können z.B. nichts in die Trägerzwischenräume einschieben, weil die Träger stirnseitig alle komplett mit Blechen vom Wintergarten abgedeckt sind und an der anderen Seite die Hauswand, also komplett eine Platte dort einschieben wird nicht funktionieren. Ich würde mir das gerne skizzieren um das zu verstehen, weiß aber gerade nicht genau an welcher Stelle es Sinn ergibt. Es wäre natürlich auch denkbar, direkt oberhalb des Trägers zum Raum hin zu starten mit 2cm, dann OSB und dann 4cm wieder unter dem Boden. Mein Gefühl ist es, dass die kalten Träger nach oben hin entkoppelt werden müssten, wenn man es nicht schafft jegliche Kälte von unten zu den Trägern abzuschirmen.

Zusätzlich kam Heute noch die Idee, falls es notwendig ist, den ganzen Zwischenraum möglichst auszufüllen, ob eine gebundene Schüttung möglich und sinnhaft ist.
  • Fußbodenaufbau inkl. OSB komplett demontieren
  • Stahlträger unterhalb mit OSB abschließend verkleiden, dabei muss ich mir noch überlegen wie man diese Platten vernünftig befestigen kann. Zusätzlich noch eine Folie unterhalb der Träger befestigen/kleben.
  • Gebundene Schüttung (z.B. Thermobound EPS 160) komplett bis Träger-Oberkante verfüllen. Das hätte einen Wärmeleitwert von 0,056 W/mK und ca. 180kg/m³
  • Der Raum ist ca. 17m² groß und die Träger 14cm stark, das ergibt dann ungefähr 2,4m³ und somit ~450 kg. (abzüglich der Volumen der Träger) Da müssten wir aber trotzdem prüfen, ob das Gewicht durch die Träger entsprechend aufgenommen werden könnte.
  • Darüber dann eine feste Dämmung überhalb der Träger aber unterhalb des Fußbodenaufbaus mit höherem Dämmwert und als druckfeste Ebene für den Fußbodenaufbau.
Damit könnte man zumindest den Zwischenraum vollflächig ausfüllen und läuft nicht die Gefahr, dass man nicht alle Anschlussstellen erwischt. Das ist in der Verarbeitung relativ simple, aber natürlich deutlicher Mehrfaufwand gegenüber "einfach" Platten oberdrüber auszulegen.

Das kam mir nur eben in den Sinn, weil ich das schon häufig unterhalb Fußbodenheizungen gesehen habe in der Leitungsebene worüber dann Dämmung + Heizung + Estrich verlegt wurde. Kostenmäßig ist das ungefähr bei 100-120€/m³ und somit auch relativ überschaubar bei der Fläche, wenn es eben Sinn ergibt.

Viele Grüße
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