ᐅ Fliesen lösen sich nach 36 Jahren mit Getöse
Erstellt am: 10.08.25 11:30
G
Gluehstrumpf210.08.25 11:30Hallo zusammen ich habe mich bei diesem Forum angemeldet, da ich vor einem Rätsel stehe. Vielleicht kennt das jemand?
Vor einigen Tagen hörte ich ein lautes Knacken und Prasseln wie von einem großen Holzfeuer. Ursache waren die Fliesen welche sich durch hohe Druckspannungen bis zu 3cm aufwölbten. Der Einbau war vor 36 Jahren, kein Wasser- der Zementestrich ist absolut trocken und nach wie vor eben.
Was könnte die Ursache sein?
ein schönes Sommerwochenende wünsche ich Euch allen.
Gluehstrumpf2
Vor einigen Tagen hörte ich ein lautes Knacken und Prasseln wie von einem großen Holzfeuer. Ursache waren die Fliesen welche sich durch hohe Druckspannungen bis zu 3cm aufwölbten. Der Einbau war vor 36 Jahren, kein Wasser- der Zementestrich ist absolut trocken und nach wie vor eben.
Was könnte die Ursache sein?
ein schönes Sommerwochenende wünsche ich Euch allen.
Gluehstrumpf2
Gluehstrumpf2 schrieb:
Was könnte die Ursache sein?Schreibst Du ja selbst: die Druckspannungen. Wieviel Druck hast Du denn jetzt in der fliesenlosen Kabine? Zeig mal ein Foto der Wand mit dem Umfang der Zerstörung.Hi Gluehstrumpf,
an deiner Beschreibung fällt auf, dass der Estrich nach eigener Aussage eben geblieben ist. Fliesen reißen selten in dieser Art ohne äußere Einwirkung. Manchmal sind Jahrealte Beläge durch schleichende Materialermüdung, aber auch durch unterlassene Bewegungsfugen oder thermische Belastungen schlicht überlastet. Interessant wäre zu wissen, ob in anderen, angrenzenden Räumen mit weniger Lichteinfall ähnliche Erscheinungen auftreten.
Viel Erfolg!
an deiner Beschreibung fällt auf, dass der Estrich nach eigener Aussage eben geblieben ist. Fliesen reißen selten in dieser Art ohne äußere Einwirkung. Manchmal sind Jahrealte Beläge durch schleichende Materialermüdung, aber auch durch unterlassene Bewegungsfugen oder thermische Belastungen schlicht überlastet. Interessant wäre zu wissen, ob in anderen, angrenzenden Räumen mit weniger Lichteinfall ähnliche Erscheinungen auftreten.
Viel Erfolg!
Das klingt stark nach einer sogenannten Zeltbildung bei Fliesen, ausgelöst durch Spannungen, die sich über Jahre aufgebaut haben. Häufige Ursachen sind fehlende oder verhärtete Dehnfugen, Fliesen vollflächig eingesperrt zwischen Sockelleisten/Wänden oder Fugenmaterial, das keine Bewegung zulässt. Bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen dehnt sich der Belag minimal aus kann sich aber nicht entspannen, irgendwann entlädt sich diese Spannung schlagartig und die Fliesen wölben sich. Auch Kleber und Fugenmörtel können mit der Zeit ihre Elastizität verlieren wodurch der Effekt verstärkt wird.
W
wiltshire11.08.25 11:15Gluehstrumpf2 schrieb:
Was könnte die Ursache sein?Ohne Anspruch auf Vollständigkeit:Vermutung 1: Feuchtigkeit ist hinter die Fliesen gelangt, der Untergrund ist saugfähig und bläht sich auf (z.B. Gipskarton). Feuchtigkeit in der Wand klnnte auch zu Korrosion führen (z.B. Metallprofile / Stahlbeton). Für so etwas reicht eine undicht gewordene Fuge.
Vermutung 2: Der Fliesenkleber und die Dehnungsfugen können die Bewegungen im Haus (Untergrund, thermische Bewegung sich unterschiedlich ausdehnender Materialien nicht mehr kompensieren. Irgendwann sorgt wie bei einem Erdbeben ein kleiner Unterschied zu einer Spannungsentladung. Dann kracht es eben.
In jedem Fall würde ich mir die Wand dahinter genauer ansehen und die Fliesen "abschreiben".
Die Ursache der Ablösungen, nach vielen Jahren der Nutzung, liegt höchstwahrscheinlich an der Austrocknung des Untergrundes.
Das gleiche Phänomen haben wir übrigens nicht nur bei Estrichen, sondern auch bei Beton-Bodenplatten, die im gewerblichen Bereich verlegt wurden.
Das Schadensbild ist mir aus meiner beruflichen Tätigkeit bekannt.
Der Untergrund zieht sich, wenn auch nur wenige Millimeter pro Meter, zusammen, die Zugspannungen werden zunächst (noch) von der Verbundzone (der Fliesenkleber) aufgenommen, doch irgend wann ist auch dieser dann überfordert.
Durch die rückseitige Längenverkürzung (des Untergrundes) schieben sich nun die (sich ablösenden) Fliesen übereinander bezw. gegen einander.
Mit Auffeuchung oder ähnlichem hat das Schadensbild überhaupt nichts zu tun.
Denn Feuchtigkeit führt (im übrigen auch bei mineralischen Bauteilen) zum Quellen, damit zum Ausdehnen.
Würde es tatsächlich, wie von einigen Seiten vermutet, daran liegen, würde sich der Untergrund leicht verlängern, die Fliesen könnten sich aber nicht gegeneinander aufschichten.
Klares Zeichen also dafür, dass sich der Untergrund (trocknungsbedingt) verkürzt hat!
------------------------------
Gruß n die Runde: KlaRa
Das gleiche Phänomen haben wir übrigens nicht nur bei Estrichen, sondern auch bei Beton-Bodenplatten, die im gewerblichen Bereich verlegt wurden.
Das Schadensbild ist mir aus meiner beruflichen Tätigkeit bekannt.
Der Untergrund zieht sich, wenn auch nur wenige Millimeter pro Meter, zusammen, die Zugspannungen werden zunächst (noch) von der Verbundzone (der Fliesenkleber) aufgenommen, doch irgend wann ist auch dieser dann überfordert.
Durch die rückseitige Längenverkürzung (des Untergrundes) schieben sich nun die (sich ablösenden) Fliesen übereinander bezw. gegen einander.
Mit Auffeuchung oder ähnlichem hat das Schadensbild überhaupt nichts zu tun.
Denn Feuchtigkeit führt (im übrigen auch bei mineralischen Bauteilen) zum Quellen, damit zum Ausdehnen.
Würde es tatsächlich, wie von einigen Seiten vermutet, daran liegen, würde sich der Untergrund leicht verlängern, die Fliesen könnten sich aber nicht gegeneinander aufschichten.
Klares Zeichen also dafür, dass sich der Untergrund (trocknungsbedingt) verkürzt hat!
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Gruß n die Runde: KlaRa
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