ᐅ Einfamilienhaus 1999 mit nur 26cm dicken Außenwänden - Erfahrung Schallschutz?
Erstellt am: 24.10.24 22:18
Hallo zusammen,
ich plane seit längeren den Kauf eines Einfamilienhaus im schönen Schleswig Holstein mit der Nähe zu Hamburg und habe kürzlich ein optisch wirklich tolles Haus gefunden.
Daten:
Haupthaus von 1999 + Anbau von 2003
Wohnfläche 225qm
Grundstück 591 qm
Verbrauchsausweis: Endenergiebedarf 106 kWh, Primärenergieverbrauch 117 kWh
Kaufpreis 650.000,- EUR
Gasheizung, Enpal Solaranlage, Zufahrt geteilt mit Nachbarn 50%/50%
Geteilte Einfahrt und Solaranlage zur Miete (200EUR pro Monat) sind natürlich weniger schön , aber sonst stimmt beim Haus einfach sehr vieles.
Die Baubeschreibung bringt mir jedoch Falten auf die Stirn:
Fundamente: Stahlbetonplatte + Streifenfundamente in Beton gem. Statik
Kelleraußenwände: ohne Keller, Sockelhöhe ca. 20cm
Außenwände Erdgeschoss: Wandaufbau: d=26cm bestehend aus 17,5 Poroton, 8cm Hartschaum, Mineral Putz
Außenwände Dachgeschoss: Wandaufbau: d=26cm bestehend aus 17,5 Poroton, 8cm Hartschaum, Mineral Putz, Drempel h=62,5cm
Zwischenwände: 17,5 bzw. 11,5 cm Poroton und KSL Putz
Decken unterer Abschluss: Stahlbetonplatte d=12cm + 10cm Fußbodenaufbau einschl. Wärmedämmung
Wohnungstrenndecken: Stahlbetondecke d=16cm + 10cm Fußbodenaufbau einschl. Wärmedämmung
Dachschrägen Decken unter Spitzboden: 12,5mm GK-Platten auf Sparschalung + 200mm alukaschierten Mineralwollmatten
Dach Konstruktion: Grad Satteldach als Pfettendach, 200mm Mineralwolle Dampfsperre Dachpfannen
Fenster: Kunststoff Isolierverglasung mit 12mm LZR
Meine Befürchtung ist, dass bei der Bausubstanz zu stark gespart wurde. Kann eine Außenwand mit 17,5 Porotonstein und 8cm Hartschaum überhaupt heutzutage einen vernünftigen Schallschutz und ausreichend Wärmeisolierung bieten? Am Haus führt auf der Südseite eine Straße mit Tempo 30 vorbei sowie an der Westseite eine wenig befahrende Anwohnerstraße mit Schritttempo. Dauerlärm ist also nicht das Problem, aber ich würde ungern in der Nacht im Bett ständig jedes vorbeifahrende Auto wahrnehmen.
Würde mich über eure Meinungen sowie über jede Einschätzung zur Bausubstanz sehr freuen – vielen Dank!
Gruß
Homer111
ich plane seit längeren den Kauf eines Einfamilienhaus im schönen Schleswig Holstein mit der Nähe zu Hamburg und habe kürzlich ein optisch wirklich tolles Haus gefunden.
Daten:
Haupthaus von 1999 + Anbau von 2003
Wohnfläche 225qm
Grundstück 591 qm
Verbrauchsausweis: Endenergiebedarf 106 kWh, Primärenergieverbrauch 117 kWh
Kaufpreis 650.000,- EUR
Gasheizung, Enpal Solaranlage, Zufahrt geteilt mit Nachbarn 50%/50%
Geteilte Einfahrt und Solaranlage zur Miete (200EUR pro Monat) sind natürlich weniger schön , aber sonst stimmt beim Haus einfach sehr vieles.
Die Baubeschreibung bringt mir jedoch Falten auf die Stirn:
Fundamente: Stahlbetonplatte + Streifenfundamente in Beton gem. Statik
Kelleraußenwände: ohne Keller, Sockelhöhe ca. 20cm
Außenwände Erdgeschoss: Wandaufbau: d=26cm bestehend aus 17,5 Poroton, 8cm Hartschaum, Mineral Putz
Außenwände Dachgeschoss: Wandaufbau: d=26cm bestehend aus 17,5 Poroton, 8cm Hartschaum, Mineral Putz, Drempel h=62,5cm
Zwischenwände: 17,5 bzw. 11,5 cm Poroton und KSL Putz
Decken unterer Abschluss: Stahlbetonplatte d=12cm + 10cm Fußbodenaufbau einschl. Wärmedämmung
Wohnungstrenndecken: Stahlbetondecke d=16cm + 10cm Fußbodenaufbau einschl. Wärmedämmung
Dachschrägen Decken unter Spitzboden: 12,5mm GK-Platten auf Sparschalung + 200mm alukaschierten Mineralwollmatten
Dach Konstruktion: Grad Satteldach als Pfettendach, 200mm Mineralwolle Dampfsperre Dachpfannen
Fenster: Kunststoff Isolierverglasung mit 12mm LZR
Meine Befürchtung ist, dass bei der Bausubstanz zu stark gespart wurde. Kann eine Außenwand mit 17,5 Porotonstein und 8cm Hartschaum überhaupt heutzutage einen vernünftigen Schallschutz und ausreichend Wärmeisolierung bieten? Am Haus führt auf der Südseite eine Straße mit Tempo 30 vorbei sowie an der Westseite eine wenig befahrende Anwohnerstraße mit Schritttempo. Dauerlärm ist also nicht das Problem, aber ich würde ungern in der Nacht im Bett ständig jedes vorbeifahrende Auto wahrnehmen.
Würde mich über eure Meinungen sowie über jede Einschätzung zur Bausubstanz sehr freuen – vielen Dank!
Gruß
Homer111
Ich verstehe Deine Bedenken nicht. Das wird mit Sicherheit der damalige Standard gewesen sein. Vielleicht besser, vielleicht schlechter.
Wenn Dir eine 30er-Zone und eine Sackgasse einer kleinen ländlichen Gemeinde Bedenken geben, dann musst Du in den Wald ziehen, hinsichtlich Wärmeisolierung beachte den Bedarfsausweis, dämme zusätzlich oder baue neu.
Schau Dir das Haus an, zB. an einem Nachmittag zu Feierabend und horche selbst.
Wenn Dir eine 30er-Zone und eine Sackgasse einer kleinen ländlichen Gemeinde Bedenken geben, dann musst Du in den Wald ziehen, hinsichtlich Wärmeisolierung beachte den Bedarfsausweis, dämme zusätzlich oder baue neu.
Schau Dir das Haus an, zB. an einem Nachmittag zu Feierabend und horche selbst.
N
nordanney24.10.24 22:46Homer111 schrieb:
Kann eine Außenwand mit 17,5 Porotonstein und 8cm Hartschaum überhaupt heutzutage einen vernünftigen SchallschutzNatürlich. Aber nicht direkt an der Autobahn. Wieviel Lärm erwartest Du von draußen? Wie war es im Haus - da kann man natürlich schon viel "erhören". Das Haus ist ja noch jung und da gab es schon Mindestanforderungen.Homer111 schrieb:
ausreichend Wärmeisolierung bieten.Ja - gem. Wärmeschutzverordnung von 1995. Ist aber auch nach heutigen Maßstäben ok - klar wird heute noch deutlich besser gedämmt. Aber ein Groschengrab wird Euer Haus nicht. Wie war denn der Verbrauch der bisherigen Eigentümer der letzten drei Jahre?Per se kann man sagen, dass ein Haus aus dem Baujahr ohne großartige Maßnahmen bereits WP-tauglich ist.
Bei einem Haus aus dem genannten Baujahr würden mir persönlich keine Zweifel kommen. Vor allem in so einer ruhigen Lage.
H
hanghaus202326.10.24 09:27Bei einem Massivhaus geht doch der Schall eher durch die Fenster. Mach Dir keine Gedanken.
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