ᐅ Abluftwärmepumpe für Heizung und Brauchwasser Erfahrungen
Erstellt am: 27.07.11 16:22
Hallo,
Bei einem KfW EH70 Haus wird das Ganze mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Hose gehen. Die Verbrauchskosten werden relativ hoch sein. Bei einem PH würde sich die Bilanz etwas anders darstellen.
Ohne exakte Berechnung/Dimensionierung durch einen TGA Planer, lassen sich belastbare Voraussagen nicht treffen.
v.g.
regnat schrieb:Die Frage sollte der Planer beantworten können. Hat man keine Verbrauchsprognose erstellt?
...hat jemand Erfahrung mit einer Abluftwärmepumpe für Heizung und Brauchwasser? Wie hoch sind die Stromkosten?
regnat schrieb:Wärmepumpe "leben" von ihrer Quelle. Eine Abluftwärmepumpe kann nur die zuvor in das System gesteckte Energie nutzen. Woher kommt die? Ein Perpetuum mobile gibt es noch nicht, obwohl die Verkäufer derartiger Systeme es gern so suggerieren.
...Mir wurde eine Nibe F370 mit Fußbodenheizung für ein KfW70 Haus mit 120qm angeboten. Ist die Variante zu empfehlen?
Bei einem KfW EH70 Haus wird das Ganze mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Hose gehen. Die Verbrauchskosten werden relativ hoch sein. Bei einem PH würde sich die Bilanz etwas anders darstellen.
Ohne exakte Berechnung/Dimensionierung durch einen TGA Planer, lassen sich belastbare Voraussagen nicht treffen.
v.g.
Eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe, die üblicherweise in einem Einfamilienhaus eingesetzt wird, hat eine Luftumwälzung von mindestens 1.200 m³ pro Stunde. Aus dieser Luftmenge kann die notwendige Wärmemenge für einen 4-Personen-Haushalt für Heizung und Warmwasser generiert werden. Dies funktioniert bei ausgereiften Systemen und entsprechend gut gedämmter Gebäudehülle ohne den Einsatz des Heizstabes.
Bei einer reinen Abluft-Wärmepumpe steht aber eine relativ geringe Luftmenge von etwa 250 m³ pro Stunde für den Wärmepumpen-Verdichter zur Verfügung, weshalb häufig der Einsatz der direktelektrischen Zuheizung nötig ist.
Deshalb sollte man um Abluft-Wärmepumpe eher einen großen Bogen machen, sonst hat langfristig höhere Betriebskosten.
Übrigens ist in Lärmreichen Wohngegenden die Kombination einer Abluft-Wärmepumpe mit dezentraler Wohnungslüftungsanlage nicht zu empfehlen. Über die außenwandgeführten Zuluftventile wird der Lärm ins Haus geholt.
Kaltluftzug im Bereich der Zuluft-Durchführungen ist ein weiterer Nachteil.
Gruß
T.H.
Bei einer reinen Abluft-Wärmepumpe steht aber eine relativ geringe Luftmenge von etwa 250 m³ pro Stunde für den Wärmepumpen-Verdichter zur Verfügung, weshalb häufig der Einsatz der direktelektrischen Zuheizung nötig ist.
Deshalb sollte man um Abluft-Wärmepumpe eher einen großen Bogen machen, sonst hat langfristig höhere Betriebskosten.
Übrigens ist in Lärmreichen Wohngegenden die Kombination einer Abluft-Wärmepumpe mit dezentraler Wohnungslüftungsanlage nicht zu empfehlen. Über die außenwandgeführten Zuluftventile wird der Lärm ins Haus geholt.
Kaltluftzug im Bereich der Zuluft-Durchführungen ist ein weiterer Nachteil.
Gruß
T.H.
Thomas Heufers schrieb:
Dies funktioniert bei ausgereiften Systemen und entsprechend gut gedämmter Gebäudehülle ohne den Einsatz des Heizstabes. Funktionieren mag Vieles, besonders effizient ist das leider nicht Bei gut geplanten Anlagen beträgt der Anteil des Heizstabes gerade einmal um die 1% der Jahresheizarbeit, also völlig unproblematisch.
v.g.
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