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ᐅ Bestandshaus Kaufen - Viel Arbeit für Sanierungsarbeiten?


Erstellt am: 07.11.18 11:29

F
funky77
07.11.18 11:29
Hallo zusammen,

wir stehen vor einem Hauskauf. Wir wollen aus der Miete ins eigenheim. Dazu haben wir uns ein kleines schönes Haus angeschaut was uns auf Anhieb gefallen hat. OG und DG sind bezugsfertig. Im Keller ist noch etwas zu tun. Das Haus wurde im Streifenfundament gebaut. In einem Raum gibt es eine Bodenplatte, im zweiten Raum liegt lediglich Splitt auf dem Boden und darauf Terrassenplatten. Hier würde ich alles rausholen und eine Bodenplatte nachträglich gießen.

Was mich allerdings irritiert sind die Wände. Zum einen Sieht es so aus das eine stützende Mauer gebaut wurde, und es sieht so aus als ob in diesem Raum doch etwas Feuchtigkeit ist. Das In diesem Raum steht der Keller komplett im Boden (Leichte Hanglage). Des Weiteren wundern mich die Löcher in der Wand. Ich frag mich auch was die für eine Funktion haben. Das Haus ist von 1970. Damals wurde die Kellerwand mit
Isolierter abgedichtet.

Meine Frage ist einfach folgende: Kaufen wir viel Arbeit im Sinne von Freilegen und neu abdichten? ggf. neue Drainage legen etc.?

Gruß Thomas

Kellerraum im Rohbau mit Betonwänden, Fliesenboden und kleinem Fenster


Unfertige Kellerbaustelle mit Betonwänden, Ziegeln und Bodenplatten
M
Mottenhausen
07.11.18 12:29
Das sind keine Stützmauern, das ist evntl. der klägliche Versuch das anhaltende Aufblühen hinter einer vorgesetzten (mutmaßlich) wasserdichten Wand zu verbergen. Löst das Problem nicht, sondern verschiebt es nur.... nach oben. Kapillarität ist ein Dummerchen, Wasser will verdunsten und wenn es dazu bis in das nächste Stockwert kriechen muss, weil es eher unterm Aquafin / Sanierputz / etc. nicht rauskommt, dann tut es das auch.

Den Keller trocken und wasserdicht zu bekommen wird kompliziert und teuer. Ausgraben, abdichten, Innen wie du sagst einen dichten Fußboden rein und die Wände durch Löcher bohren und Verkieselung Injetzieren um die Kapillaren zu schließen. 100%ig wird das trotzdem nicht.
F
funky77
07.11.18 18:44
Ich habe hierzu mal den Makler angeschrieben und folgende Antwort erhalten:

Also, der Sockel wurde aus einem einfachen Grund errichtet:


Der eigentliche Bauherr hatte den hinteren Keller noch voller Lehm gelassen. Dadurch war für die Garage eine ausreichende Statik vorhanden.


Als der Keller geräumt wurde, sind deshalb die Sockel errichtet worden. Man wollte so eine sichere Statik erreichen. Also, eine eindeutige Sache der Standsicherheit der Garage wegen und nicht der Feuchtigkeit halber.


Dass der Vater das Haus ausgegraben und abgedichtet hat, habe ich bereits geschrieben.


Laut der Aussagen des Bruders befindet sich unter dem Split eine Schotterschicht.

Klingt das Plausibel?
C
Caspar2020
07.11.18 18:55
Aha; die Garage steht an allen 3 Seiten....

Und die Aussage von @Mottenhausen bezüglich aufsteigenden Wassers steht weiterhin.
funky77 schrieb:
Des Weiteren wundern mich die Löcher in der Wand. Ich frag mich auch was die für eine Funktion haben.
Um den Keller zu belüften?
funky77 schrieb:
Meine Frage ist einfach folgende: Kaufen wir viel Arbeit im Sinne von Freilegen und neu abdichten? ggf. neue Drainage legen etc.?

Wenn man den Raum zu mehr nutzen will als er jetzt eigentlich gut ist; auf jedenfall.

Trotzdem sollte sich ein Bau-Bausachverständiger das sich vor Ort anschauen bevor ihr kauft.
M
Mottenhausen
07.11.18 23:52
funky77 schrieb:


Der eigentliche Bauherr hatte den hinteren Keller noch voller Lehm gelassen. Dadurch war für die Garage eine ausreichende Statik vorhanden.


Als der Keller geräumt wurde, sind deshalb die Sockel errichtet worden. Man wollte so eine sichere Statik erreichen. Also, eine eindeutige Sache der Standsicherheit der Garage wegen und nicht der Feuchtigkeit halber.

Hättest halt gleich den Makler gefragt. Die Aussage ist in meinen Augen aber Nonsense. Wie hoch soll der "Standsicherheit verleihende Lehm" denn früher gewesen sein? Bis unter die Decke? Welcher Statiker dann halbhohe Wände auf 3-verschiedenen Ebenen vorgeschlagen hat erschließt sich mit nicht, wenn die Gefahr des Ein-/Ausknickens besteht, dann hätte die Verstärkung bis hoch gemauert werden sollen.
funky77 schrieb:
Dass der Vater das Haus ausgegraben und abgedichtet hat, habe ich bereits geschrieben.
Das es bis runter ausgegraben wurde steht da nicht, wie dem auch sei, die Feuchtigkeitsschäden (nein, die sind nicht von vor 1970) beweisen ja, dass die Trockenlegung nicht funktioniert hat.


funky77 schrieb:
Laut der Aussagen des Bruders befindet sich unter dem Split eine Schotterschicht.
Leg eine trockene Zeitung auf den Split, dann eine der Platten drauf. Wenn die Zeitung nach ein paar Tagen feucht ist (wovon ich den Fotos nach ausgehe) muss hier ordentlich saniert werden.

Aber ja: du fragst erst, vertraust dann aber dem Verkäufer und Makler, dass ja alles i.O. ist. Was sollen die denn auch sonst sagen?
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