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ᐅ Kostenansatz Bauwerkvertrag / Überteuert?


Erstellt am: 28.05.18 17:43

G
Grauwacke1
28.05.18 17:43
Hallo,

wir überlegen ein Haus zu bauen und haben bereits durch eine Art Bauträger das Grundstück betplanen lassen. Im Rahmen des Planungsgespräches wurden die Kosten für das Haus sowie Baunebenkosten im weiteren Sinne kalkuliert. Nun kam hierbei eine "ordentliche" Summe heraus, sodass wir uns fragen, ob wir eventuell an ein teures Unternehmen geraten sind oder ob Bauen mittlerweile einfach sehr sehr teuer geworden ist.

Ich liste hier einfach mal die Ansätze auf und freue mich über Rückmeldungen bzw. Einschätzungen.

Hausanschlüsse inkl. Erdarbeiten (Wasser, Strom, Gas, Schmutzwasser, Sammel-Medien-Einführung) - Kosten gesamt 16.500 €

Baunebenkosten für Keller (Erdarbeiten Keller Aushub, Deponie Erde aus Aushub) 30.000 €

Vollkeller fertig ausgebaut, gemäß Bodengutachten abgedichtet, ohne weiße Wanne, ein Lichthof, Außentreppe - Kosten 100.000 €

Baunebenkosten (Bauwasser- und Strom) - Kosten gesamt 2.500 €

Kosten Maler- und Tapezierarbeiten, Bodenbeläge inkl. Arbeitsleistung - Kosten 30.000 €

Kosten Fertiggarage mit Abstellraum 13.500 €

Kalkulation Haus 210 qm x 2100 € pro qm - 441.000 €

Dazu kommt dann noch das Grundstück selbst, was hier aber unbeachtet bleiben kann.

Sind diese Preise so realistisch oder überhöht? Wir wohnen in der Nähe einer Großstadt- das hat natürlich auch noch mal Auswirkungen auf die Handwerkerpreise.

Viele liebe Grüße an Alle hier...
A
Alex85
28.05.18 18:20
Über das Gebäude selbst hast du dich ja ausgeschwiegen Insofern ist das noch schwerer einzuschätzen als sonst schon.
Aber ganz so falsch find ich den Ansatz nicht. Wohnkeller mit Abgrabung ... du baust da 300qm Wohnfläche, das reicht normalerweise für zwei Familien. Ist dir das bewusst?

Was für einen Preis hast du denn etwa erwartet?

Welche Region?
G
Grauwacke1
28.05.18 18:58
So wirklich viele Details kann ich ehrlich gesagt noch gar nicht liefern.

Wir haben die Bauleistungsbeschreibung noch nicht. Elektrische Rollläden, bodengleiche Sanitäranlagen sind da eingepreist. Also kein Standard, aber auch nicht Luxus.

Wir wollen in einem an Köln angrenzenden Gebiet bauen.

Das Haus wird ein Einfamilienhaus, da reine Wohnfläche. ca. 210 qm. Also kein Mehrfamilienhaus Der Keller ist nicht gesamt als „Wohnkeller“ geplant, sondern erhält genau 1 Lichthof. Sprich ein zusätzlicher Raum mit Tageslicht. Die restlichen Räume sind nur mit normalem Schacht angedacht.

Weshalb ich gar nicht so viel bzgl. der Bauleistung sagen kann, liegt daran, dass ich bisher nur das Standardwerk ohne Anpassung vor der Nase hatte und ich wohl die Details bzw. die genauen Preiseansätze erst erfahren werde, wenn dieser Planungvertrag unterschrieben ist, da der Bauträger erst danach ausschreibt und genau bepreist.
Nun möchte die Firma vorab mit uns einen Planungsvertrag abschließen. Allerdings sind wir denen dann m.E. vollkommen ausgeliefert oder sehe ich das falsch!? Dann kann im Bauwerkvertrag ja viel drin stehen bzw. nicht drin stehen oder es schwer teuer werden, weil wir ja quasi durch den Planungsvertrag gebunden sind bzw. diesen zwar kündigen können, aber dann trotzdem das Honorar leisten müssen. Im Planungsvertrag wiederum steht nämlich, dass die im Rahmen des Planungsvertrages entstanden Kosten nur dann angerechnet werden, wenn der Bauwerkvertrag abgeschlossen wird.

Ist das die „normale“ Vorgehensweise?
O
Otus11
28.05.18 23:32
Grauwacke schrieb:

Sind diese Preise so realistisch oder überhöht? Wir wohnen in der Nähe einer Großstadt- das hat natürlich auch noch mal Auswirkungen auf die Handwerkerpreise.

Ich denke gar - ohne die Preise von Köln zu kennen - ganz am Ende wird noch eine dicke fünf am Anfang stehen,
Ich würde um 100 erhöhen: Küche um 20, Sanitär Aufmusterung + 15, Bodenarbeiten 20, Elektro 5-10, Lampen 5, und und und ... Am Ende sind die Angebote meist doppelt so teuer, wie man anfangs naiv schätzt.

Und dann kommen noch Garage, Zuwegung, Podest, Erde, Zaun... kostet gemacht auch locker 50, eher 100..
Y
ypg
28.05.18 23:43
Räusper*
210qm plus Wohnkeller (entweder kein Raum oder alle) kostet nun mal seinen Preis.
Ich sag mal: bei uns kaufen 4-köpfige Familien 109qm ohne Keller. Ok, muss ich auch nicht haben. Aber dick geschrieben 210 plus Keller... das ist doch eine Hausnummer, die muss man sich auch mal durch den Kopf gehen lassen. Da sollte das Gehalt schon eine 6-7 vorne beinhalten.
Ihr solltet abwägen, ob soviel Wohnfläche Not tut- schreibt doch einfach mal ein Raumprogramm, und dann rechnet Euch das mal aus. Oft kann man einem Raum mehrere Funktionen geben wie zb Büro und Gästezimmer, Sport und Spiel, Speis und Technik.
Y
ypg
29.05.18 00:59
Übrigens: auf die Hälfte der vom GU (?) genannten Preise hat auch er keinen Einfluss, zb Anschlusskosten, Strom/Wasser... das sind Baunebenkosten, von dem er nichts hat.
Und je höher er schätzt, desto besser für Dich.

Dazu kommen übrigens noch die Außenanlagen wie Eingangspodest, Pflasterarbeiten für Terrasse und Auffahrt und Gartengestaltung.

Und nein, es ist nicht richtig, dass die wahren Preise für Extraausstattung nicht erwähnt werden. Die müssen vom GU parat schwarz auf weiß genannt werden, wenn ihr die erfragt.

Erst wenn alle Kosten vom GU übermittelt werden, unterschreibt man den Vertrag. Dabei muss man erwähnen, dass manche Kosten nur annähernd veranschlagt werden wie zb die Erdarbeiten. Die ergeben sich nach den Bodengrundgutachten.
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