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ᐅ Zwangsweise Kombination außen-/Innendämmung


Erstellt am: 26.03.10 13:18

M
micha27
26.03.10 13:18
Hallo,

leider hat mich die Suchfunktion zwar auf einige interessante Beiträge gebracht, aber meine Frage wurde noch nicht beantwortet.

Folgende Ausgangssituation: Haus von 1925, Ziegelbausteinbauweise, 1fach verglaste Fenster, keinerlei Isolierung.

Das Haus soll nun renoviert werden. So wie ich das verstanden habe, muss es einen gewissen Isolierungswert erreichen (durch Energieeinsparverordnung vorgegeben?) An einer Isolierung führt daher kein Weg vorbei.

Das Dach wird abgedeckt und neu isoliert. Das eigentlich Problem jedoch liegt darin, dass das Haus auf die Grundstücksgrenze gebaut wurde und der Nachbar eine Außenisolierung nicht duldet. Es müssten daher 3 Außenwände von außen und eine von innen isoliert werden.

Was ist dabei genau zu beachten? Das Ganze soll von einer Fachfirma durchgeführt werden, aber zumindest würde ich gerne wissen, was dabei auf jeden Fall einzuhalten und was zu vermeiden ist.

Ein Bekannter meinte nun, ich solle einfach den alten Putz abschlagen und mit 2cm Styropor und einem sehr dünnen neuen Putz von außen dämmen. Würde so etwas von der Energieeinsparverordnung akzeptiert? Wie kommt man eigentlich auf den genauen Wert bzw. die Vorgaben für das zu verwendende Material und deren Stärke?

Danke!

Grüße,
Micha
6
6Richtige
26.03.10 15:27
Hallo Micha,

zu vermeiden ist eine nicht fachgerechte Planung und Ausführung, Innendämmung ist recht kritisch.

Also Fachplaner aufsuchen, dann Fachfirma beauftragen.
M
micha27
26.03.10 15:31
Hallo 6Richtige,

danke für die Antwort. Es geht mir nicht darum, jetzt schnell und billig selbst etwas zurecht zu pfuschen. Ich habe ja bereits geschrieben, dass das Ganze durch eine Fachfirma durchgeführt wird und ich mit einem Architekten in Kontakt bin.

Trotzdem und gerade deswegen ist es mir wichtig, vorher zumindest ansatzweise zu wissen, worüber ich mit der Firma reden soll. Natürlich lieben es viele Handwerkerbetriebe, wenn man den Geldbeutel weit öffnet und sagt "machen Sie mal." Aber das ist nicht die Art und Weise, wie ich mir das vorstelle.

Ich gehe davon aus, dass Foren wie dieses dazu geeignet und gedacht sind, Fragen zu beantworten. Den simplen Hinweis auf existierende Fachfirmen finde ich daher nicht wirklich hilfreich.

Viele Grüße,
Micha
6
6Richtige
26.03.10 17:46
Schonmal ein bisschen was zum lesen:

Bei der Innendämmung können durchaus manche Kosten eingespart werden, da z.B. kein Gerüst benötigt wird. Bei der Kalkulation müssen aber immer auch die Details berücksichtigt werden (z.B. das Versetzen der Steckdosen, der Lichtschalter, der Fensterbänke und der Heizkörper, Ausbessern und Dämmen der Fensterlaibungen). Da die Außendämmung sehr oft dann aufgebracht wird, wenn ohnehin ein neuer Anstrich oder Putz fällig wäre, ist sie meist auch kostengünstiger. Bei nachträglicher Dämmung von Kellerräumen ist jedoch die Innendämmung fast immer günstiger, da Aushubarbeiten entfallen.

Dämmwirkung bei der Innendämmung:
Hier gibt es grundsätzlich bei gleicher Dämmstoffstärke keine Unterschiede. Sinnvolle Dämmstoffdicken (ab 10cm) sind jedoch im Innenbereich aus PIatzgründen meist nicht realisierbar. Vorsicht ist auch bei Außenwänden mit Wasserleitungen geboten. Hier ist es schon vorgekommen, dass Leitungen nach dem Aufbringen einer Innendämmung im Winter eingefroren sind.

Wärmebrücken bei Innendämmung und Außendämmung:
Die Außendämmung liegt als Dämmschicht über allen Schwachstellen und deckt die Wärmebrücken zu. Das können Sie mit der Innendämmung nur unzureichend bewerkstelligen. Die Außendämmung ist hinsichtlich der Vermeidung von Wärmebrücken viel besser geeignet.

Feuchtigkeitsprobleme bei der Innendämmung:
Unter dem Aspekt der Feuchtigkeitsproblematik ist die Außendämmung deutlich überlegen, da die Innendämmung bauphysikalische Probleme verursachen kann. Mit einer Innendämmung wird nämlich die Temperatur des Mauerwerks reduziert (die Wärme wird von der Mauer abgehalten), dadurch kann es vorkommen, dass die Feuchtigkeit in der Raumluft am kalten Mauerwerk kondensiert. Dieses Tauwasser kann wiederum zu Schimmelbildung und Bauschäden führen. Dies wird oft erst sehr spät bemerkt, da die Schäden ja hinter der Dämmung auftreten und raumseitig lange nicht sichtbar sind. Somit muss dieser Problematik spezielle Aufmerksamkeit gewidmet werden. Lösungsansätze sind:
  • Verwendung von feuchteunempfindlichen und Diffusionsbremsenden Dämmstoffen: Einige Hersteller haben XPS-Platten im Programm, die für Innendämmungen angeboten werden. Bei nach außen hin ansteigendem Diffusionswiderstand (z.B. bei Betonwänden) sind bei solchen Lösungen die Probleme jedoch vorprogrammiert
  • Luftdichte Anbringung (Verklebung) einer raumseitigen Dampfsperre oder Dampfbremse vor der Dämmung: Sehr aufwendig und besonders anfällig, da bei kleinsten Löchern oder Undichtheiten Raumluft eindringen kann und die Feuchtigkeit der Raumluft an der kalten Mauer kondensiert. Wenn der verwendete Dämmstoff feuchteempfindlich ist (z.B. Mineralwolle), so führt dies zu einer Verminderung der Dämmwirkung und im Extremfall zur Funktionsunfähigkeit der Dämmschicht. Ein weiterer Nachteil dieser Konstruktion ist, dass die Feuchtigkeit im Sommer durch die Dampfbremse schwerer austrocknen kann. Hier kann eine feuchteadaptive Dampfbremse eine Verbesserung bringen.
  • Eine reIativ neue Lösung ist das Dämmen mit Kapillardämmplatten (Calciumsilikatplatten), die einige Risiken der Innendämmung entschärfen. Die Dämmstoffstärke und damit die Dämmwirkung ist jedoch auch bei dieser Variante recht begrenzt.
Jedenfalls sollte bei allen Varianten die Wärmebrückenproblematik beachtet werden. Das heißt, dass an den Anschlüssen von Innenwänden und Decken die Dämmung rund einen Meter weit vom Anschluss nach innen gezogen werden sollte. In den Ecken sollten aus dem gleichen Grund Dämmstoffkeile angebracht werden.

Wärmespeicherfähigkeit bei der Innendämmung:
Die Wärmespeicherfähigkeit wird durch die Innendämmung etwas vermindert. Der Effekt wir jedoch überschätzt, da der größte Teil der Speichermassen (Innenwände, Decken und Einrichtung) erhalten bleibt. Außerdem muss eine verringerte Speicherfähigkeit nicht immer ein Nachteil sein, da Räume mit wenig speicherfähiger Masse schneller aufgeheizt werden können. Dies ist z.B. bei Hobbyräumen oder Wochenendhäusern durchaus erwünscht.

Platzbedarf:
Bei der Innendämmung wird immer Wohnfläche verschenkt. Die Räume werden also etwas kleiner. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Außendämmung der Innendämmung immer überlegen.

Sonstiges:
Bedenken Sie auch Nebeneffekte bei der Herstellung einer Innendämmung. Das Aufhängen schwerer Lasten kann erschwert werden, weiters müssen oft Heizkörper, Steckdosen und Schalter versetzt werden.
Bei Verwendung einer Wandheizung werden die meisten der genannten Punkte entschärft. Soll im ungedämmten Altbau eine Wandheizung installiert werden, so ist das Anbringen einer Innendämmung zwischen Wandheizung und Wand sogar empfehlenswert, da sonst der Energieverlust sehr hoch ist (höhere Innentemperatur an der Wand).

Fazit:
In der Gesamtbetrachtung ist die Außendämmung bei weitem empfehlenswerter. In Ausnahmefällen kann auch eine Innendämmung sinnvoll oder sogar notwendig sein, die Problemfreiheit ist aber nicht garantiert.
M
micha27
28.03.10 10:47
Hallo,

danke für den Text. Aufgrund der Feuchteproblematik hätte ich jetzt zu Weichholzfaserplatten tendiert.

Mir ist allerdings gestern beim Ortstermin aufgefallen, dass der Grenzpunkt offenbar nicht wirklich mit meiner Hauswand fluchtet, sondern ein paar Zentimeter daneben liegt. D.h. ich hätte eventuell noch ein bisschen Platz für Außendämmung. Daher erneut meine Frage: kann man mit besonders hochwertigen Materialien zumindest an dieser Außenwand (hat keine Fenster), den Anforderungen Genüge tun?

Grüße,
Micha
M
MaikS
29.03.10 19:40
Hallo

Das Haus hat Ziegelbauweise wie dick sind denn die Wände?
Vielleicht hast du das Glück das du zweischaliges Mauerwerk hast (wurde früher oft gemacht) dann kann man den Hohlraum mit Dämmung ausblasen lassen.
Wäre sogar sinnvoller als Außendämmung bei so einem Mauerwerk

MFG

Maik
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