ᐅ Sanierung innenliegende Dachrinne / Attika – Rostprobleme & stehendes Wasser @salzhaltige Küstenluft
Erstellt am: 27.04.26 20:06
R
RB25DETTHallo zusammen,
ich benötige fachlichen Rat für die Sanierung unserer Ferienvilla auf der Insel Pag (Kroatien). Das Haus steht in unmittelbarer Meeresnähe (aggressive Salzwasserluft, extreme Bura-Winde).
Die Situation:
Das Haus ist ca. 10 Jahre alt. Das Dach wurde mit einer umlaufenden, innenliegenden Rinne (hinter einer Attika) ausgeführt. Diese Rinnen bestehen aus verzinktem Blech, das in betonierte Verlaufsrinnen eingelegt wurde. Die Blechstöße wurden damals leider vernietet. Teils sind die Bleche konstruktionsbedingt sogar überbetoniert.
Das Problem:
Bereits nach 3 Jahren traten innen Feuchtigkeitsschäden und abplatzender Putz an den Hausecken im 1. OG auf, mittlerweile auch im EG und seid 2-3 Jahren merkt man auch Keller die Feuchtigkeit druch aufblähenden Boden und dick anschwellende Türzargen im Bodenberiech
Das HauptProblem hier ist die Korrosion des verzinkten Blechs ... aufgrund des Salzes und der mechanischen Schwächung durch die Vernietung.
Dazu kommt leider noch die schlechte Ausführung mit Stellenweise auch teils kaum bis gar kein Gefälle. In der Rinne steht dann regelmäßig das salzhaltige Regenwasser, was den Rostprozess (besonders an den Nietstellen) beschleunigt.
Wir haben selbst Repariert mit Flüssigkunststoff an den kritischen Stellen ... dies hielten aer leider nur ca. 1,5 Jahre, danach waren die Wände wieder nass.
Jetzt hatten wir schon einige Dachdecker unten und es gibt wohl zwei grundlegende Arten das zu repairein.
die eine wäre alles abzureisen und neu zu erstellen mit Aluminium(teils plastifiziert) was aber ein Riesen aufwand ist, da die Bleche teils überbetoniert sind und die Kosten 15K ..sogar mit Richtung 20K gehen.
Die zweite Variante (die sogar ein größerer Teil der Handwerker favorisierte und Empfahl) wäre alles an Rost abzuschleifen und alles komplett mit so speziellem Kunststoff (->Unilastik) der wohl genau für das entwickelt ist (Flachdächer) abzudichten.
Kostet nur 6-8K .. ich habe da aber irgendwie ein schlechtes Bauchgefühl drunter so viel "konservierten Rost" zu belassen.
Die jeweiligen Garantien kann ich vernachlässigen, was interessieren mich 2-5 Jahre .. das muss auf 20 Jahre und länger halten! ich zahl doch nicht alle par Jahren 10K für die Dachabdichtung.
Nun meine Fragen an Euch zu diesen zwei Varianten:
Variante "Beschichtung" (ca. 6-8k €): Rost mechanisch abschleifen und die gesamte Rinne mit speziellem Flüssigkunststoff (Unilastik o.ä.) abdichten.
Variante "Neuerstellung" (ca. 15-20k €): Kompletter Rückbau der alten Bleche (teils Stemmarbeiten nötig) und Neuerstellung mit Aluminiumblech, idealerweise plastifiziert.
Hat die "kleine Lösung" (Beschichtung auf Rost) bei diesem Klima überhaupt eine Chance auf 15-20 Jahre Standzeit, oder wandert der Rost unter dem Kunststoff weiter? .....ist das echt so üblich das man so repariert .. also vor allem das viel verrostetes Material drunter zu behalten.... greift das nicht über die Jahre das Plastik von unten bzw. von innen an bzw. erstellt einen leeren Raum (da wird sicher irgendwie noch Salz drinnen geblieben sein in den Rostporen..) ??
Das Gefälle muss zwingend ausgeglichen werden, egal welche Lösung. Bei der treuen Variante müsste z.B. durch Gefälle-Dämmung oder Estrich die Steigung angepasst werden bevor die neuen Bleche kommen. Und bei der Variante wo abgedichtet wird, wurde vorgeschlagen mit Styropor/Dämmplatten oder ähnlichem die korrekten Gefälle zu konturieren. Wie seht ihr das?
Materialverträglichkeit: "Ist ein Flüssigkunststoff-System auf Polyester- oder PU-Basis für eine salzhaltige Meeresumgebung bei verrostetem Untergrund überhaupt zugelassen?"
Alternative EPDM ?!? ....die Rinne mit einer EPDM-Bahn (hochwertiger Kautschuk) auskleiden?. Diese ist ja sehr langlebig, UV-beständig .. nur das mit "in einem Stück verlegt" (weniger Nähte/Nieten) ..wird hier Schwierig bis unmöglich?!
Gibt es Erfahrungen mit EPDM-Auskleidungen in solchen salzhaltigen Regionen als Alternative zum Blech und vor allem auch nicht 100% befreitem Rost von Salz und Luft-Einschlüssen?
Oder gibt es eventuell noch weitere bessere Varianten/Lösungen die für unserem "Design-Dach", wo die Ab- & Ver-läufe schon durch die "Beton-Topologie" vorgegeben sind, die bauphysikalisch noch sicherer sind .....?!?
Vielen lieben Dank Euch schon im Voraus für eure Einschätzung!
ich benötige fachlichen Rat für die Sanierung unserer Ferienvilla auf der Insel Pag (Kroatien). Das Haus steht in unmittelbarer Meeresnähe (aggressive Salzwasserluft, extreme Bura-Winde).
Die Situation:
Das Haus ist ca. 10 Jahre alt. Das Dach wurde mit einer umlaufenden, innenliegenden Rinne (hinter einer Attika) ausgeführt. Diese Rinnen bestehen aus verzinktem Blech, das in betonierte Verlaufsrinnen eingelegt wurde. Die Blechstöße wurden damals leider vernietet. Teils sind die Bleche konstruktionsbedingt sogar überbetoniert.
Das Problem:
Bereits nach 3 Jahren traten innen Feuchtigkeitsschäden und abplatzender Putz an den Hausecken im 1. OG auf, mittlerweile auch im EG und seid 2-3 Jahren merkt man auch Keller die Feuchtigkeit druch aufblähenden Boden und dick anschwellende Türzargen im Bodenberiech
Das HauptProblem hier ist die Korrosion des verzinkten Blechs ... aufgrund des Salzes und der mechanischen Schwächung durch die Vernietung.
Dazu kommt leider noch die schlechte Ausführung mit Stellenweise auch teils kaum bis gar kein Gefälle. In der Rinne steht dann regelmäßig das salzhaltige Regenwasser, was den Rostprozess (besonders an den Nietstellen) beschleunigt.
Wir haben selbst Repariert mit Flüssigkunststoff an den kritischen Stellen ... dies hielten aer leider nur ca. 1,5 Jahre, danach waren die Wände wieder nass.
Jetzt hatten wir schon einige Dachdecker unten und es gibt wohl zwei grundlegende Arten das zu repairein.
die eine wäre alles abzureisen und neu zu erstellen mit Aluminium(teils plastifiziert) was aber ein Riesen aufwand ist, da die Bleche teils überbetoniert sind und die Kosten 15K ..sogar mit Richtung 20K gehen.
Die zweite Variante (die sogar ein größerer Teil der Handwerker favorisierte und Empfahl) wäre alles an Rost abzuschleifen und alles komplett mit so speziellem Kunststoff (->Unilastik) der wohl genau für das entwickelt ist (Flachdächer) abzudichten.
Kostet nur 6-8K .. ich habe da aber irgendwie ein schlechtes Bauchgefühl drunter so viel "konservierten Rost" zu belassen.
Die jeweiligen Garantien kann ich vernachlässigen, was interessieren mich 2-5 Jahre .. das muss auf 20 Jahre und länger halten! ich zahl doch nicht alle par Jahren 10K für die Dachabdichtung.
Nun meine Fragen an Euch zu diesen zwei Varianten:
Variante "Beschichtung" (ca. 6-8k €): Rost mechanisch abschleifen und die gesamte Rinne mit speziellem Flüssigkunststoff (Unilastik o.ä.) abdichten.
Variante "Neuerstellung" (ca. 15-20k €): Kompletter Rückbau der alten Bleche (teils Stemmarbeiten nötig) und Neuerstellung mit Aluminiumblech, idealerweise plastifiziert.
Hat die "kleine Lösung" (Beschichtung auf Rost) bei diesem Klima überhaupt eine Chance auf 15-20 Jahre Standzeit, oder wandert der Rost unter dem Kunststoff weiter? .....ist das echt so üblich das man so repariert .. also vor allem das viel verrostetes Material drunter zu behalten.... greift das nicht über die Jahre das Plastik von unten bzw. von innen an bzw. erstellt einen leeren Raum (da wird sicher irgendwie noch Salz drinnen geblieben sein in den Rostporen..) ??
Das Gefälle muss zwingend ausgeglichen werden, egal welche Lösung. Bei der treuen Variante müsste z.B. durch Gefälle-Dämmung oder Estrich die Steigung angepasst werden bevor die neuen Bleche kommen. Und bei der Variante wo abgedichtet wird, wurde vorgeschlagen mit Styropor/Dämmplatten oder ähnlichem die korrekten Gefälle zu konturieren. Wie seht ihr das?
Materialverträglichkeit: "Ist ein Flüssigkunststoff-System auf Polyester- oder PU-Basis für eine salzhaltige Meeresumgebung bei verrostetem Untergrund überhaupt zugelassen?"
Alternative EPDM ?!? ....die Rinne mit einer EPDM-Bahn (hochwertiger Kautschuk) auskleiden?. Diese ist ja sehr langlebig, UV-beständig .. nur das mit "in einem Stück verlegt" (weniger Nähte/Nieten) ..wird hier Schwierig bis unmöglich?!
Gibt es Erfahrungen mit EPDM-Auskleidungen in solchen salzhaltigen Regionen als Alternative zum Blech und vor allem auch nicht 100% befreitem Rost von Salz und Luft-Einschlüssen?
Oder gibt es eventuell noch weitere bessere Varianten/Lösungen die für unserem "Design-Dach", wo die Ab- & Ver-läufe schon durch die "Beton-Topologie" vorgegeben sind, die bauphysikalisch noch sicherer sind .....?!?
Vielen lieben Dank Euch schon im Voraus für eure Einschätzung!
Und hier die Bilder jetzt vor 2 Wochen Ostern:

Mittlerweile wurde hier sogar von den starken Winden ein Seiten-Führungs-Blech über den Winter einfach komplett abgerissen:
..und man sieht wie der Rost sich nun durch das fehlende Leitblech unten in den teuren Stein einarbeitet.. :-(
Hier sieht man die überbetonierten/verputzten Rinnen-bereiche:

Hier unterhalb in diesem "angebautem" Halb-Hexagon war die erste und stärkste Wasser-Eindringung. Man sieht hier unsere zahlreichen Reparaturen:




Komplett um die Gauben herum führt ebenfalls ein eingelassen Rinne:

Mittlerweile wurde hier sogar von den starken Winden ein Seiten-Führungs-Blech über den Winter einfach komplett abgerissen:
..und man sieht wie der Rost sich nun durch das fehlende Leitblech unten in den teuren Stein einarbeitet.. :-(
Hier sieht man die überbetonierten/verputzten Rinnen-bereiche:
Hier unterhalb in diesem "angebautem" Halb-Hexagon war die erste und stärkste Wasser-Eindringung. Man sieht hier unsere zahlreichen Reparaturen:
Komplett um die Gauben herum führt ebenfalls ein eingelassen Rinne:
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