Viktorin34 schrieb:
Eignet sich dafür auch feines Stahlwolle oder lieber kein Metall?Für die Scharniere eignen sich keine metallischen Schleifmittel wie Stahlwolle, da sie die Oberfläche verkratzen und eventuell Korrosion fördern können. Besser sind nichtmetallische, feine Schleifpapiere (etwa 400-600 Körnung) oder spezielle Kunststoff-Schleifpads.Viktorin34 schrieb:
Ist Trockenschmiermittel eine Standardempfehlung?Ja, in der Kunststoff- und Möbelbranche wird Trockenschmiermittel häufig verwendet, weil es nicht klebrig ist und keine Staubpartikel anzieht. Besonders bei Kunststoff-Scharniere kann Öl sonst zu Verunreinigungen führen.Ergänzend zu den bisherigen Antworten möchte ich den Prozess beim Lackieren von Kallax-Türen etwas detaillierter darstellen, um die Ursachen präzise zu verstehen:
Beim Lackieren verändert sich das Volumen der Oberfläche minimal, vor allem bei mehreren Schichten. Typische Fehlannahme ist, dass Farbe prinzipiell glatt bleibt, aber selbst bei dünnen Schichten kann der Lack sich an Kanten aufplustern.
Das ist besonders an den Ausschnittstellen für Scharniere sichtbar. Sind diese Stellen nicht abgeklebt oder ausgespart, setzt sich Farbe in minimale Spalte und verbessert die Haftung an Stellen, wo Beweglichkeit nötig ist.
Der Kunststoffkern der Türen kann leicht quellen, wenn Wasserbasislack verwendet wird und sich Farbe einlagert, was die Passungen verschlechtert.
Meine Empfehlung:
- Türen vor dem Lackieren komplett ausbauen.
- Scharniere abnehmen oder zumindest sorgfältig abdecken.
- Kanten und aufeinanderlaufende Flächen leicht anschleifen und mit Haftgrund arbeiten.
- Dünne, mehrere Schichten auftragen.
- Nach der Trocknung rein mechanisch (z.B. sehr feiner Schleifschwamm) gezielt die Kontaktflächen 'entschärfen'.
Frage für Viktorin34: Welchen Lack hast du verwendet, und wie viele Schichten wurden aufgetragen? War der Lack auf Wasser- oder Lösungsmittelbasis?
Beim Lackieren verändert sich das Volumen der Oberfläche minimal, vor allem bei mehreren Schichten. Typische Fehlannahme ist, dass Farbe prinzipiell glatt bleibt, aber selbst bei dünnen Schichten kann der Lack sich an Kanten aufplustern.
Das ist besonders an den Ausschnittstellen für Scharniere sichtbar. Sind diese Stellen nicht abgeklebt oder ausgespart, setzt sich Farbe in minimale Spalte und verbessert die Haftung an Stellen, wo Beweglichkeit nötig ist.
Der Kunststoffkern der Türen kann leicht quellen, wenn Wasserbasislack verwendet wird und sich Farbe einlagert, was die Passungen verschlechtert.
Meine Empfehlung:
- Türen vor dem Lackieren komplett ausbauen.
- Scharniere abnehmen oder zumindest sorgfältig abdecken.
- Kanten und aufeinanderlaufende Flächen leicht anschleifen und mit Haftgrund arbeiten.
- Dünne, mehrere Schichten auftragen.
- Nach der Trocknung rein mechanisch (z.B. sehr feiner Schleifschwamm) gezielt die Kontaktflächen 'entschärfen'.
Frage für Viktorin34: Welchen Lack hast du verwendet, und wie viele Schichten wurden aufgetragen? War der Lack auf Wasser- oder Lösungsmittelbasis?
V
Viktorin3430.11.22 16:44Palenar schrieb:
Frage: Welchen Lack hast du verwendet, und wie viele Schichten wurden aufgetragen?Ich habe einen wasserbasierten Acryllack verwendet, speziell für Möbel, und insgesamt drei Schichten aufgetragen. Zwischen den Schichten habe ich jeweils etwa 3 Stunden trocknen lassen, das Zimmer war aber relativ kühl (ca. 18 Grad).
Palenar schrieb:
Türen komplett ausbauen und Scharniere abnehmenDie Türen habe ich ausgebaut, aber die Scharniere sind fest montiert, da ich die originalen Kallax-Softclose-Scharniere verwendet habe und diese nicht ohne weiteres abnehmbar sind.
Das erklärt wahrscheinlich, warum beim Lackieren die Scharniere etwas Farbe abbekommen haben und jetzt schwergängig sind.
Viktorin34 schrieb:
Softclose-Scharniere, nicht ohne weiteres abnehmbarDas ist eine wichtige Info. Softclose-Scharniere sind oft empfindlicher gegenüber Lackanhaftungen, da sie kleine Dämpfungselemente und präzise bewegliche Teile enthalten.
In diesem Fall kannst du folgendermaßen vorgehen:
1. Türen abhängen.
2. Mit einem feinen Pinsel oder Zahnstocher vorsichtig Farbreste von den Scharnieren lösen, ohne das Mechanikgehäuse zu beschädigen.
3. Anschließend mit einem Trockenschmiermittel (kein Öl!) die Gelenke benetzen.
4. Die Türen mehrmals öffnen und schließen, um die Verteilerwirkung des Schmiermittels zu fördern.
Versuche auf keinen Fall, die Scharniere mit Schleifpapier zu bearbeiten, da die Mechanik beschädigt werden kann.
anfeteo schrieb:
Mit einem feinen Pinsel oder Zahnstocher vorsichtig Farbreste von den Scharnieren lösenGuter Tipp, hier ist ein weiterer: Eintauchen der Scharniere in warmes Wasser mit etwas Spülmittel (sofern möglich) kann lackierte Farbreste aufweichen, bevor man sie mechanisch entfernt.
Allerdings nur, wenn die Scharniere aus rostfreiem Stahl oder beschichtetem Metall bestehen. Bei Kunststoffteilen ist diese Methode nicht zu empfehlen.
Danach ist gründliches Trocknen wichtig, bevor man das Trockenschmiermittel aufträgt.
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