ᐅ Wärmebrücke zum Kaltdach im Neubau
Erstellt am: 07.02.26 11:21
Liebes Forum,
wir wohnen nun schon 8 Jahre in unserem Neubau (Stadtvilla).
Das Bad im Obergeschoss ist einigen Familienmitgliedern seit dem ersten Tag immer viel zu kalt, egal wie man die Heizung einstellt. Wir haben schon über diverse Lösungen nachgedacht und behelfen uns aktuell mit elektrischer Zusatzheizung.
Ich wollte aber der Ursache auf den Grund gehen und habe mir mal eine Wärmebildkamera besorgt.
Damit sieht man recht deutlich, dass der Wand-Decken-Anschluss im Bereich von allen Außenwänden ca. 3-4 Grad kälter ist als der Rest der Außenwand, siehe Bild:

Dann bin ich auf den Dachboden und habe mal die Dämmung angeschaut. Die Dämmwolle liegt zwischen den Deckenbalken und liegt auf der Außenwand (36er YTong, Lambda 0.1). D.h. die Dämmwolle liegt auf der Oberkante der Außenwand auf und wird seitlich vom Dachkasten mit kalter Luft umspült. Auf der Außenwand liegt zudem noch ein Holzbalken, der als Auflage für die Deckenbalken dient, d.h. die Dämmung liegt nicht bündig auf der Außenwand, sondern wird von diesem Holzbalken etwas angehoben.
Hier mal zwei annotierte Bilder -- ich hoffe, das kann man erkennen.


Meine Frage ist jetzt: Kann man das besser machen und die Wärmebrücke, insbesondere im Bad, dadurch etwas abmildern? Welche Maßnahmen sind hier sinnvoll (d.h., mit welchen Vorstellungen trete ich an evtl. Fachfirmen heran)?
Ich bin für jede Idee dankbar.
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wir wohnen nun schon 8 Jahre in unserem Neubau (Stadtvilla).
Das Bad im Obergeschoss ist einigen Familienmitgliedern seit dem ersten Tag immer viel zu kalt, egal wie man die Heizung einstellt. Wir haben schon über diverse Lösungen nachgedacht und behelfen uns aktuell mit elektrischer Zusatzheizung.
Ich wollte aber der Ursache auf den Grund gehen und habe mir mal eine Wärmebildkamera besorgt.
Damit sieht man recht deutlich, dass der Wand-Decken-Anschluss im Bereich von allen Außenwänden ca. 3-4 Grad kälter ist als der Rest der Außenwand, siehe Bild:
Dann bin ich auf den Dachboden und habe mal die Dämmung angeschaut. Die Dämmwolle liegt zwischen den Deckenbalken und liegt auf der Außenwand (36er YTong, Lambda 0.1). D.h. die Dämmwolle liegt auf der Oberkante der Außenwand auf und wird seitlich vom Dachkasten mit kalter Luft umspült. Auf der Außenwand liegt zudem noch ein Holzbalken, der als Auflage für die Deckenbalken dient, d.h. die Dämmung liegt nicht bündig auf der Außenwand, sondern wird von diesem Holzbalken etwas angehoben.
Hier mal zwei annotierte Bilder -- ich hoffe, das kann man erkennen.
Meine Frage ist jetzt: Kann man das besser machen und die Wärmebrücke, insbesondere im Bad, dadurch etwas abmildern? Welche Maßnahmen sind hier sinnvoll (d.h., mit welchen Vorstellungen trete ich an evtl. Fachfirmen heran)?
Ich bin für jede Idee dankbar.
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Als Nachtrag zum Thema Schimmelgefahr:
Durch unsere Lüftungsanlage erreichen wir recht stabile 45 % Luftfeuchte bei 20 °C im Bad. Wenn ich das richtig gerechnet habe, dann sind das an der Wand schon 67 % (bei 13.6 Grad Wandtemperatur, und ca -2 Grad Außentemperatur). Das ist schon arg knapp am Limit für Schimmel, wie ich finde. Das gilt natürlich nur, wenn die Außentemperaturen unter 0 fallen. Wie Wärmebrücke sollte trotzdem weg!
Weiterer Nachtrag: Ich habe die IR-Cam mal auf mehrere Raumthermometer gehalten (d.h. die Oberflächentemperatur des Raumthermometers gemessen), und die Werte von Raumthermometer und IR-Cam stimmen exakt überein. D.h. ich bin recht zuversichtlich, dass die Werte, welche mit IR an der Innenwand gemessen wurden, recht genau sind.
Durch unsere Lüftungsanlage erreichen wir recht stabile 45 % Luftfeuchte bei 20 °C im Bad. Wenn ich das richtig gerechnet habe, dann sind das an der Wand schon 67 % (bei 13.6 Grad Wandtemperatur, und ca -2 Grad Außentemperatur). Das ist schon arg knapp am Limit für Schimmel, wie ich finde. Das gilt natürlich nur, wenn die Außentemperaturen unter 0 fallen. Wie Wärmebrücke sollte trotzdem weg!
Weiterer Nachtrag: Ich habe die IR-Cam mal auf mehrere Raumthermometer gehalten (d.h. die Oberflächentemperatur des Raumthermometers gemessen), und die Werte von Raumthermometer und IR-Cam stimmen exakt überein. D.h. ich bin recht zuversichtlich, dass die Werte, welche mit IR an der Innenwand gemessen wurden, recht genau sind.
Ja, da ist etwas murksig, um nicht zu sagen: Müll.
1. Es fehlt eine Windsperre (wohlgemerkt Wind und nicht Dampf!!) Diese geht senkrecht vom Dachkasten nach oben. Diese soll verhindern, daß der Wind in Deine Dämmung pustet, was ja so ist, wie Du schon festgestellt hast.
Links und rechts ne Leiste antackern und dann ein dwd-Platte/Hartfaserplatte was auch immer die so hoch ist wie Deine Dämmung, vielleicht ein paar cm höher. Ritzen die verbleiben mit etwas Mousse au PU verschließen.
2. Dein Binder liegt auf dem Rähm auf. Auf diesen 5/6 cm nach außen war bislang null Dämmung. Da Dämmung reinstopfen, ja, ich weiß, winddicht bekommst das nicht unbedingt an der Stelle, oder Du saust da noch mit mehr Schaum rum.
3. Die Dämmung wird dann nicht einfach lieblos raufgeklatscht, sondern im Bereich des Rähms ausgeschnitten. Alternativ, Stücke passend zurecht schneiden und dann die Dämmung drüber legen. auch unterhalb des Binders nach innen Dämmung ergänzen
1. Es fehlt eine Windsperre (wohlgemerkt Wind und nicht Dampf!!) Diese geht senkrecht vom Dachkasten nach oben. Diese soll verhindern, daß der Wind in Deine Dämmung pustet, was ja so ist, wie Du schon festgestellt hast.
Links und rechts ne Leiste antackern und dann ein dwd-Platte/Hartfaserplatte was auch immer die so hoch ist wie Deine Dämmung, vielleicht ein paar cm höher. Ritzen die verbleiben mit etwas Mousse au PU verschließen.
2. Dein Binder liegt auf dem Rähm auf. Auf diesen 5/6 cm nach außen war bislang null Dämmung. Da Dämmung reinstopfen, ja, ich weiß, winddicht bekommst das nicht unbedingt an der Stelle, oder Du saust da noch mit mehr Schaum rum.
3. Die Dämmung wird dann nicht einfach lieblos raufgeklatscht, sondern im Bereich des Rähms ausgeschnitten. Alternativ, Stücke passend zurecht schneiden und dann die Dämmung drüber legen. auch unterhalb des Binders nach innen Dämmung ergänzen
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