ᐅ Feuchtigkeit im Neubau: Rohbau nach Regen trocknen – Risiken & richtiges Vorgehen
Erstellt am: 06.01.26 12:11
T
thegreensmileT
thegreensmile06.01.26 12:11Hallo Zusammen,
wir bauen gerade ein Einfamilienhaus in NRW. Angefangen haben wir ca. in Juni/Juli.
Rohbau wurde ca. KW 46 fertig. Gebaut wurde mit Hochlochziegel T9 36,5cm. Ne Woche später hatten wir unser Ringanker drauf. Leider kam es zu einer Verspätung beim Holz und die Dachdecker konnten das Haus erst 3-4 Wochen später dicht machen. Heißt in dieser Zeit hat der Rohbau viel Wasser abbekommen.
Mittlerweile ist das Haus seit nem Monat komplett Dicht, mit Dach und Fenster. Zurzeit haben mit der Elektrik angefangen, aber leider sieht man noch an manchen Wänden dunklere Stellen, wo ich halt nasse Stellen vermute. Dort haben wir auch Schwierigkeiten den Gips für die Dosen auszutrocknen.
Meine Sorge ist jetzt, dass ich später mit der Feuchtigkeit probleme bekomme – Risse an den Wänden und Schimmel.
Anfangs habe ich das Haus gelüftet (Fenster von Morgens bis Abends offen gelassen), aber dann erfuhr ich, dass man doch genauer schauen sollte, wie und ob man lüften sollte, das halt dabei z.B. der Taupunkt von Innen und Außen wichtig sei. Weil ich mir ungewiss war, hab ich das Lüften gelassen und arbeite seit 2 Wochen mit Entfeuchtern.
Zurzeit habe ich jeweils ein Entfeuchter und eine 2KW Heizung in den beiden Kinderzimmern. 2 mal am Tag schütte ich ¾ des Wasserbehälters weg.
Mein Plan ist es, nach einer Woche die Entfeuchter in andere Zimmer zu tun und insgesamt 4 Wochen das Haus so zu „bearbeiten“. Ich habe auch ein elektrisches Feuchtigkeitsmesser, womit ich die Wände kontrolliere, jedoch ist es nur ein einfaches Messgerät für 25€ und misst nur die Elektrizität die durchkommt. Deshalb zweifle ich an den Werten.
Meine Frage an euch ist, mache ich das so richtig? Ist es effizient? Wie sieht es mit Risiko von Wandrissen oder Schimmel aus?
Kann ich ruhig mit der Elektrik, Heizungsinstallation und ggf. verputzen fortfahren oder sollte ich vorher das Haus komplett trocken bekommen?
Gerne kann ich auch Bilder zur Verfügung stellen. Ich bin für jede Hilfe dankbar.
wir bauen gerade ein Einfamilienhaus in NRW. Angefangen haben wir ca. in Juni/Juli.
Rohbau wurde ca. KW 46 fertig. Gebaut wurde mit Hochlochziegel T9 36,5cm. Ne Woche später hatten wir unser Ringanker drauf. Leider kam es zu einer Verspätung beim Holz und die Dachdecker konnten das Haus erst 3-4 Wochen später dicht machen. Heißt in dieser Zeit hat der Rohbau viel Wasser abbekommen.
Mittlerweile ist das Haus seit nem Monat komplett Dicht, mit Dach und Fenster. Zurzeit haben mit der Elektrik angefangen, aber leider sieht man noch an manchen Wänden dunklere Stellen, wo ich halt nasse Stellen vermute. Dort haben wir auch Schwierigkeiten den Gips für die Dosen auszutrocknen.
Meine Sorge ist jetzt, dass ich später mit der Feuchtigkeit probleme bekomme – Risse an den Wänden und Schimmel.
Anfangs habe ich das Haus gelüftet (Fenster von Morgens bis Abends offen gelassen), aber dann erfuhr ich, dass man doch genauer schauen sollte, wie und ob man lüften sollte, das halt dabei z.B. der Taupunkt von Innen und Außen wichtig sei. Weil ich mir ungewiss war, hab ich das Lüften gelassen und arbeite seit 2 Wochen mit Entfeuchtern.
Zurzeit habe ich jeweils ein Entfeuchter und eine 2KW Heizung in den beiden Kinderzimmern. 2 mal am Tag schütte ich ¾ des Wasserbehälters weg.
Mein Plan ist es, nach einer Woche die Entfeuchter in andere Zimmer zu tun und insgesamt 4 Wochen das Haus so zu „bearbeiten“. Ich habe auch ein elektrisches Feuchtigkeitsmesser, womit ich die Wände kontrolliere, jedoch ist es nur ein einfaches Messgerät für 25€ und misst nur die Elektrizität die durchkommt. Deshalb zweifle ich an den Werten.
Meine Frage an euch ist, mache ich das so richtig? Ist es effizient? Wie sieht es mit Risiko von Wandrissen oder Schimmel aus?
Kann ich ruhig mit der Elektrik, Heizungsinstallation und ggf. verputzen fortfahren oder sollte ich vorher das Haus komplett trocken bekommen?
Gerne kann ich auch Bilder zur Verfügung stellen. Ich bin für jede Hilfe dankbar.
thegreensmile schrieb:
Gebaut wurde mit Hochlochziegel T9 36,5cm.Waren diese oben abgedeckt als es regnete? Das ist ein Vorschrift wo oft ignoriert wird.Und glaube mir mit dem Putz Holst du dir genug Wasser ins Haus mit dem Estrich nochmal
T
thegreensmile06.01.26 14:06tomtom79 schrieb:
Waren diese oben abgedeckt als es regnete? Das ist ein Vorschrift wo oft ignoriert wird.Die Fensterbänke hab ich selbst abgedeckt bevor die Fenster kamen und Ringanker kam ziemlich züglich.
Ich lade mal paar Fotos hoch.
A
Allthewayup07.01.26 23:04Ungefüllte Hochlochziegel müssen meines Wissens nach nicht unbedingt abgedeckt werden um sie vor Regen zu schützen - anders als die gefüllten Ziegel. Es waren doch ungefüllte Ziegel oder?
Wie ist das Wetter momentan? Sofern es keinen strengen Frost gibt würde ich im Wechsel ausgiebig Stoßlüften und danach gleich den Entfeuchter anwerfen. Wegen irgendwelchen Rissen mach dir mal keine Sorgen. Normale Schwundrisse bei Materialübergängen wirst du sowieso nicht ganz vermeiden können. Erst heute hab ich nach knapp 2 Jahren einen neuen Schwundriss im Innenputz entdeckt. Bei der anhaltenden Kälte und dem Dauerheizen i.V.m. der 24/7 laufenden Lüftung geht die Luftfeuchtigkeit deutlich zurück und der letzte Rest Feuchtigkeit entweicht.
Ich sehe da eine Öffnung Richtung Dachstuhl? Ist das ein Kaltdach? Falls ja solltest du vor dem Verputzen/Estrich unbedingt provisorisch mit einer XPS Platte verschließen. Die Feuchtigkeit beim Aufheizen steigt sonst hoch und kondensiert dort. Meistens ist Schimmel dann vorprogrammiert.
Zurück zu deinen feuchten Ziegeln. Unsere Garagenwand sah genauso aus wie die Wand auf deinem Foto. Das tat dem Verputzen jedoch keinen Abbruch. Das trocknet alles mit der Zeit aus. Ich habe neben dem Entfeuchter mit ein paar Gebläsen gearbeitet um die Luft im Haus in Bewegung zu halten bzw. in Richtung des Entfeuchters ausgerichtet. Schimmel hat dadurch kaum eine Chance irgendwann „geeignete Bedingungen“ vorzufinden.
Wie ist das Wetter momentan? Sofern es keinen strengen Frost gibt würde ich im Wechsel ausgiebig Stoßlüften und danach gleich den Entfeuchter anwerfen. Wegen irgendwelchen Rissen mach dir mal keine Sorgen. Normale Schwundrisse bei Materialübergängen wirst du sowieso nicht ganz vermeiden können. Erst heute hab ich nach knapp 2 Jahren einen neuen Schwundriss im Innenputz entdeckt. Bei der anhaltenden Kälte und dem Dauerheizen i.V.m. der 24/7 laufenden Lüftung geht die Luftfeuchtigkeit deutlich zurück und der letzte Rest Feuchtigkeit entweicht.
Ich sehe da eine Öffnung Richtung Dachstuhl? Ist das ein Kaltdach? Falls ja solltest du vor dem Verputzen/Estrich unbedingt provisorisch mit einer XPS Platte verschließen. Die Feuchtigkeit beim Aufheizen steigt sonst hoch und kondensiert dort. Meistens ist Schimmel dann vorprogrammiert.
Zurück zu deinen feuchten Ziegeln. Unsere Garagenwand sah genauso aus wie die Wand auf deinem Foto. Das tat dem Verputzen jedoch keinen Abbruch. Das trocknet alles mit der Zeit aus. Ich habe neben dem Entfeuchter mit ein paar Gebläsen gearbeitet um die Luft im Haus in Bewegung zu halten bzw. in Richtung des Entfeuchters ausgerichtet. Schimmel hat dadurch kaum eine Chance irgendwann „geeignete Bedingungen“ vorzufinden.
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thegreensmile08.01.26 11:41Es waren doch ungefüllte Ziegel oder? Genau ungefüllte Ziegel. Da ich mir nicht sicher war, habe ich die trotzdem abgedeckt, wobei die auch seitlich das Wasser einsaugen.Zum Wetter: Es ist kalt und es schneit viel. Jedoch habe ich auch an den späteren Abenden immer plus grade im Haus. Wie es über Nacht aussieht, weiß ich leider nicht.
im Wechsel ausgiebig Stoßlüften und danach gleich den Entfeuchter anwerfen Wie kann ich richtig Stoßlüften? Vielleicht mache ich mir es zu kompliziert..Ich sehe da eine Öffnung Richtung Dachstuhl?Zu der Öffnung kommt noch eine Falltreppe. Ich habe noch vor die Dachschräge und die Decke im OG zu dämmen. Zum Abschluss kommt dann ne Gipsplatte. Sollte ich das alles vor dem Verputzen tun?Ich habe neben dem Entfeuchter mit ein paar Gebläsen gearbeitet um die Luft im Haus in Bewegung zu halten Ich versuche auch mit zwei Entfeuchtern zu arbeiten, damit es zu einer Zirkulation kommt. Aber was Tomtom79 schrieb macht auch irgendwo Sinn. Man holt sich doch durch das Verputzen Unmengen Wasser ins Haus.Bin definitiv maximal Verwirrt.
Allthewayup schrieb:
Ungefüllte Hochlochziegel müssen meines Wissens nach nicht unbedingt abgedeckt werden um sie vor Regen zu schützen - anders als die gefüllten Ziegel. Es waren doch ungefüllte Ziegel oder?
Also die Wienenberger t9 hohlochziegel ohne Füllung müssen dringendst abgedeckt werden steht so im Datenblatt. Vor allem bei Minusgraden kann das Wasser die Steine sprengen. Zu dem zerstört das Wasser die Struktur der Steine und schwächt sie.
Links darf man leider nicht zufügen.
Und jetzt hoffen das es trocknet.
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