ᐅ Ist der Stromverbrauch und das Vorgehen für Estrichtrocknung normal?
Erstellt am: 21.05.25 11:59
Gerddieter23.05.25 10:33
Tolentino schrieb:
Warum macht er das mit nem Heizgerät und nicht mit der vorgesehenen Heizung? Ist die noch nicht eingebaut? Warum?Mir hat es der Heizungsbauer so erklärt und die Wahl gelassen:
Estrich- Heizgerät = mehr Stromverbrauch
Wärmepumpe = niegelnagelneue Pumpe wird über Dauer von 3-4 Wochen mit Estrichprogramm an Grenzbereich belastet und ist eigentlich nicht dafür ausgelegt. Er ist der Meinung dass es die Lebensdauer der Pumpe relevant verkürzt.
GD
nordanney23.05.25 10:41
Gerddieter schrieb:
Wärmepumpe = niegelnagelneue Pumpe wird über Dauer von 3-4 Wochen mit Estrichprogramm an Grenzbereich belastet und ist eigentlich nicht dafür ausgelegt. Er ist der Meinung dass es die Lebensdauer der Pumpe relevant verkürzt.Jein. Wenn Du Dich natürlich sklavisch an das Heizprotokoll hältst und am Ende lange mit 45-50 Grad aufheizt, forderst Du schon die Wärmepumpe ganz ordentlich.Aber diese Temperaturen bzw. Protokolle sind noch aus den Zeiten, wo die Gasheizung im tiefen Winter schon mal diese Temperaturen als Vorlauf brauchte. Da Du heute mit max. 30 Grad in die Fußbodenheizung reingehst, reichen auch 35 Grad fürs Funktionsheizen. Damit soll ja gerade der Estrich getestet werden, dass er die maximal mögliche Vorlauftemperatur aushält - und das sind sind mit der Wärmepumpe eben keine 45-50 Grad mehr.
Aloha_Lars23.05.25 11:08
Tolentino schrieb:
Bei Monoblock ginge das auch anders. Ist ja nicht jede Heizung so doof wie meine
Oder der Sockel für innen wird schon vorher gegossen.Genau so wurde das bei mir gemacht. Gleich anfangs wurde ein Sockel gegossen, dann kam Monoblock drauf und damit wurde der Estrich geheizt :-)
jrth215123.05.25 12:14
Also, normalerweise wird das mit einem speziellen Estrichprogramm gemacht und nicht dauerhaft auf 35 °C. Ist wohl besser für die Spannungen im Estrich, bin da aber auch kein Experte. Trocken wird’s so aber auf jeden Fall werden. Achtet nur auf mögliche Risse und meldet die direkt.
Dass du da über mehrere Wochen eine Sauna hast, ist ganz normal. Am allerbesten ist es, sobald die Luft gesättigt ist (also knapp 99% Luftfeuchte) einmal zu stoßlüften. Wir haben das damals 3x am Tag gemacht (vor der Arbeit, nach der Arbeit und nochmal vorm Schlafengehen). Für unsere Fenster haben wir einen Fenstersauger genommen, für Fensterbänke und Ähnliches alte Handtücher. Wichtig ist, dass du alles zum Trocknen raus hängst, sonst ist die Feuchtigkeit am Ende ja wieder im Haus.
Wir haben insgesamt 4 Wochen aufgeheizt und dann nochmal 4 Wochen ohne Heizung weiter gelüftet. Dann war das Haus trocken genug, um Boden zu legen und einzuziehen.
Wir hatten damals auch eine mobile Heizung, da wir Probleme mit den Lieferzeiten bei unserer WP hatten. Den Stromzähler haben wir kurz vor Estrichtrocknung bekommen und der stand als wir eingezogen sind auf knapp 3500 kWh bei 140qm Wohnfläche. Mit 6.000-7.000 kWh solltet ihr bis Einzug bei eurer Hausgröße also schon rechnen. Ich empfehle euch einen günstigeren Stromtarif bei den üblichen Vergleichsportalen abzuschließen, dann könnt ihr ordentlich was sparen. 2.000 € wird das aber schon kosten. Ihr habt da halt echt ein großes Haus, da sind solche Kosten normal.
Dass du da über mehrere Wochen eine Sauna hast, ist ganz normal. Am allerbesten ist es, sobald die Luft gesättigt ist (also knapp 99% Luftfeuchte) einmal zu stoßlüften. Wir haben das damals 3x am Tag gemacht (vor der Arbeit, nach der Arbeit und nochmal vorm Schlafengehen). Für unsere Fenster haben wir einen Fenstersauger genommen, für Fensterbänke und Ähnliches alte Handtücher. Wichtig ist, dass du alles zum Trocknen raus hängst, sonst ist die Feuchtigkeit am Ende ja wieder im Haus.
Wir haben insgesamt 4 Wochen aufgeheizt und dann nochmal 4 Wochen ohne Heizung weiter gelüftet. Dann war das Haus trocken genug, um Boden zu legen und einzuziehen.
Wir hatten damals auch eine mobile Heizung, da wir Probleme mit den Lieferzeiten bei unserer WP hatten. Den Stromzähler haben wir kurz vor Estrichtrocknung bekommen und der stand als wir eingezogen sind auf knapp 3500 kWh bei 140qm Wohnfläche. Mit 6.000-7.000 kWh solltet ihr bis Einzug bei eurer Hausgröße also schon rechnen. Ich empfehle euch einen günstigeren Stromtarif bei den üblichen Vergleichsportalen abzuschließen, dann könnt ihr ordentlich was sparen. 2.000 € wird das aber schon kosten. Ihr habt da halt echt ein großes Haus, da sind solche Kosten normal.
nordanney23.05.25 12:46
jrth2151 schrieb:
Wir haben insgesamt 4 Wochen aufgeheizt und dann nochmal 4 Wochen ohne Heizung weiter gelüftet. Dann war das Haus trocken genug, um Boden zu legen und einzuziehen.Neben dem Funktionsheizen (also dem "Aufheizen") gibt es dann noch ein Belegreifheizen als ProgrammMachsSelbst23.05.25 19:04
Beim Funktionsheizen sollte die Temperatur langsam gesteigert werden. Sinn der Sache ist es, dass der Estrich sich einmal ausdehnt und wieder zusammenzieht, damit man sieht, ob das funktioniert oder er reißt.
Es spricht auch nix dagegen bis auf 40 oder 50°C hochzugehen. Höhere Temperatur heißt mehr Wasser kommt raus. Was man jetzt rausheizt, muss man später nicht mehr rauskriegen, wenn man drin wohnt.
Eine Fußbodenheizung braucht genau den Vorlauf, auf den sie ausgelegt ist. Und es gibt immer noch mehr als genug GU und Heizungsbauer, die, wenn der Kunde nix anderes verlangt, 38°C+ im Vorlauf nehmen, weil man dann mit wesentlich weniger Rohr hinkommt. So kann man es dem Kunden entweder preiswerter anbieten oder man verdient mehr Geld.
Fachgerecht ist es, es gibt keinen Zwang auf 30°C Vorlauf oder weniger zu gehen.
Bei deinen 270m² Estrich hat man gut 3.000 Liter Wasser ins Haus gebracht, die müssen raus.
Fenster auf Kipp... kann klappen, muss aber nicht. Lieber 3-4x am Tag stoßlüften und die Fenster trocken wischen.
Ich hab am Ende Küchenrollen gekauft und das nasse Zeug weggeworfen, pitschnasse Handtücher hab ich zwischen den Lüftungsintervallen nicht trocken gekriegt.
Ein Heizgerät mit 20kW heizt natürlich nicht die ganze Zeit mit 20kW, das ist temperurgeregelt unter weil es ja die 35°C Solltemperatur halten muss.
Bautrockner würden dich noch mehr Strom kosten... und auch einen Bautrockner musst du mindestens einmal eher mehrmals am Tag leeren.
Ach so. Wärmepumpe auf den Estrich stellen, hab ich noch nie gesehen. Das Teil wiegt inkl. 300-500l Speicher über ne halbe Tonne.
PS:
Und letztlich. 4 Wochen länger bis zum Einzug, kosten dich auch locker 1.500 EUR. Miete, Bauzeitzins, unter Umständen Bereitstellungszinsen...
Es spricht auch nix dagegen bis auf 40 oder 50°C hochzugehen. Höhere Temperatur heißt mehr Wasser kommt raus. Was man jetzt rausheizt, muss man später nicht mehr rauskriegen, wenn man drin wohnt.
Eine Fußbodenheizung braucht genau den Vorlauf, auf den sie ausgelegt ist. Und es gibt immer noch mehr als genug GU und Heizungsbauer, die, wenn der Kunde nix anderes verlangt, 38°C+ im Vorlauf nehmen, weil man dann mit wesentlich weniger Rohr hinkommt. So kann man es dem Kunden entweder preiswerter anbieten oder man verdient mehr Geld.
Fachgerecht ist es, es gibt keinen Zwang auf 30°C Vorlauf oder weniger zu gehen.
Bei deinen 270m² Estrich hat man gut 3.000 Liter Wasser ins Haus gebracht, die müssen raus.
Fenster auf Kipp... kann klappen, muss aber nicht. Lieber 3-4x am Tag stoßlüften und die Fenster trocken wischen.
Ich hab am Ende Küchenrollen gekauft und das nasse Zeug weggeworfen, pitschnasse Handtücher hab ich zwischen den Lüftungsintervallen nicht trocken gekriegt.
Ein Heizgerät mit 20kW heizt natürlich nicht die ganze Zeit mit 20kW, das ist temperurgeregelt unter weil es ja die 35°C Solltemperatur halten muss.
Bautrockner würden dich noch mehr Strom kosten... und auch einen Bautrockner musst du mindestens einmal eher mehrmals am Tag leeren.
Ach so. Wärmepumpe auf den Estrich stellen, hab ich noch nie gesehen. Das Teil wiegt inkl. 300-500l Speicher über ne halbe Tonne.
PS:
Und letztlich. 4 Wochen länger bis zum Einzug, kosten dich auch locker 1.500 EUR. Miete, Bauzeitzins, unter Umständen Bereitstellungszinsen...
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