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ᐅ Fertighaus aus 1976 - bereit zur Sanierung oder abrissreif?


Erstellt am: 15.02.25 21:37

tomzonkk15.02.25 21:37
Hallo allerseits,

ich lese seit geraumer Zeit stillschweigend im Forum Beiträge zu alten Fertighäusern und deren Sanierungsplänen und würde nun gerne selbst einmal mit einem Fertighaus-Bungalow der Firma Platz aus dem Jahr 1976 um Rat fragen, ob es sich hier um eine sinnvolle Investition handelt.

Es handelt sich um eine Holzständerkonstruktion, Außenwände sind 11,5 Ziegel (Kalksandstein), 10cm Sandwich Holz-Konstruktion Gipskarton; das Dach hat Ziegel (Betonpfannen). Laut Energieausweis (Verbrauchsausweis) liegt Energieeffizienz D vor. Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist 15cm Glaswolle und 15cm Steinwolle. Decken sind im KG Beton und EG Holzbalken. Das Haus hat insgesamt etwa 180qm, aufgeteilt in 120qm und 60qm (Einliegerwohnung). Das Haus ist vollunterkellert, wobei auch im Keller in drei Räumen Heizkörper installiert sind.

Wir haben bereits einen ersten Gesprächstermin mit einem Energieberater (Energie-Effizienz-Experte) geführt. In diesem unverbindlichen (weil nichts berechnet wurde, sondern nur eine Einschätzung abgegeben wurde) Gespräch hieß es, dass wir mit folgenden Sanierungsmaßnahmen gut fahren würden:

- die alten 2-fach verglasten Holzfenster sollten ausgetauscht werden
- die alte Ölheizung (Viessmann Wärmetauscher von 1991, Abig Brenner von 2015) sollten wir mit neu vorzunehmendem hydraulischem Abgleich erstmal behalten; gleichzeitig sollten wir einen Pufferspeicher für thermische Unterstützung installieren und alles soweit vorbereiten, dass Solarthermie aufgerüstet werden kann
- die oberste Geschossdecke sollte neu gedämmt werden
- neue Effizienzheizkörper oder Fußbodenheizung installieren
- neue Haustüren

Insgesamt meinte der EEE, dass wir hier mit 100.000 EUR gut zurechtkommen sollten. Eine Fassadensanierung sei aus seiner Sicht nicht unbedingt sinnvoll, jedenfalls nicht ohne hohem finanziellen Mehraufwand. Ist das ein realistischer Wert nach eurer Erfahrung? Hier stellt sich mir auch direkt die Frage, ob sich nicht sofort eine WP und Photovoltaikanlage empfiehlt. Was haltet Ihr davon, die Ölheizung noch zu behalten?

Des Weiteren ist im Haus die gesamte Elektrik sowie die ganzen Leitungen von 1976, ergo sollte wohl auch hier alles erneuert werden. Was kann man denn hier in etwa rechnen? Elektrik genügt uns ein Standardpaket, keine Smart-Home-Features etc. notwendig.

Außerdem brauchen wir neue Böden auf der gesamtem Fläche, zwei neue Küchen und zwei neue Bäder.

Insgesamt stellt sich mir hier nicht nur die Frage, ob das ganze mit 300.000 EUR Sanierungskosten insgesamt zu stemmen ist, sondern auch und insbesondere, ob es bei einem Haus von Platz aus dem Jahr 1976 sinnvoll ist, dieses so "kernzusanieren". Ich habe viel wegen etwaiger Schadstoffbelastungen (leider liegt hier kein Gutachten bislang vor) und auch wegen baulich minderwertiger Qualität bei Fertighäusern aus der Zeit gelesen. Der Kaufpreis ist so hoch, dass ein Abriss nur um des Grundstücks willen für uns finanziell nicht in Betracht kommt.

Ich bedanke mich im Voraus ganz herzlich für Beiträge jedweder Art, und falls noch entscheidende Informationen ausstehen, liefere ich diese liebend gerne nach.

Liebe Grüße
ypg15.02.25 23:35
tomzonkk schrieb:

Der Kaufpreis ist so hoch, dass ein Abriss nur um des Grundstücks willen für uns finanziell nicht in Betracht kommt.
Ehrlich? Dann wird das auch nichts mit der Sanierung.
Ihr müsst ja quasi alles neu, und das kostet eben auch die notwendigen 2- 3000€/qm.
Mag sein, dass Ihr mit 200000€ zurechtkommt, aber das muss man auch schon einpreisen.
nordanney15.02.25 23:58
Warum muss man ein 50 Jahre altes Haus abreißen? Wenn das Dach ok ist, ist schon viel getan. Ggf. neue Ziegel (vielleicht in Verbindung mit Photovoltaik).
Dämmung oberste Geschossdecke machst Du selbst (ebenso Dämmung der Kellerdecke von unten - oder soll es unten "wohnlicher Raum" sein?). Insofern finde ich die Aussagen des Energieberaters erfrischend knackig gut. Für ein paar € mehr würde ich persönlich aber auf WP umstellen.
Dann den Rest schön machen.
Bei der Elektrik musst Du schauen, ob der Elektriker Leitungen nutzen kann und welcher Aufwand eine Erweiterung/Erneuerung ist.
Alles in allem sehe ich keine 300k Sanierungskosten, wenn Ihr nicht noch Sonderwünsche habt. Auf der anderen Seite gibt es Fördermöglichkeiten...
11ant16.02.25 00:43
tomzonkk schrieb:

ob es bei einem Haus von Platz aus dem Jahr 1976 sinnvoll ist, dieses so "kernzusanieren". Ich habe viel wegen etwaiger Schadstoffbelastungen (leider liegt hier kein Gutachten bislang vor) und auch wegen baulich minderwertiger Qualität bei Fertighäusern aus der Zeit gelesen.
Minderwertig ist ein Haus von einem Oberklassehersteller aus 1976 nicht,
11ant schrieb:

Du findest hier mehrere Einschätzungen von mir mit den Suchworten "Kampa" oder "Okal Haus" zu "Fertig"häusern aus den 80ern und deren (regelmäßig undramatischer) Schadstoffbelastung.
11ant schrieb:

nämlich, daß ü40 Jahre alte Spanplatten weniger Restbelastung ausdünsten als fabrikneue von heute mit niedrigeren Grenzwerten, und Holzschutzmittel bauweisenneutral ein zeittypisches Problem waren.
Eine Abrißreife zu befürchten, halte ich für übertrieben, Yvonnes Budgeteinschätzung allerdings für der Wahrheit näher als die des Experten. Belese Dich hier auch am Beispiel der Schwedischen Elementhäuser:
https://www.hausbau-forum.de/threads/schwedisches-elementhaus-ab-elementhus-umbau-vs-abriss.31351/
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
tomzonkk16.02.25 08:19
ypg schrieb:

Ehrlich? Dann wird das auch nichts mit der Sanierung.
Ihr müsst ja quasi alles neu, und das kostet eben auch die notwendigen 2- 3000€/qm.
Mag sein, dass Ihr mit 200000€ zurechtkommt, aber das muss man auch schon einpreisen.
Danke für die Einschätzung! Ich hatte jedoch von 300.000 EUR für Sanierung und Renovierung gesprochen, nicht von 200.000 EUR. Hältst du es dann auch noch für unrealistisch?
nordanney schrieb:

Warum muss man ein 50 Jahre altes Haus abreißen? Wenn das Dach ok ist, ist schon viel getan. Ggf. neue Ziegel (vielleicht in Verbindung mit Photovoltaik).
Dämmung oberste Geschossdecke machst Du selbst (ebenso Dämmung der Kellerdecke von unten - oder soll es unten "wohnlicher Raum" sein?). Insofern finde ich die Aussagen des Energieberaters erfrischend knackig gut. Für ein paar € mehr würde ich persönlich aber auf WP umstellen.
Dann den Rest schön machen.
Bei der Elektrik musst Du schauen, ob der Elektriker Leitungen nutzen kann und welcher Aufwand eine Erweiterung/Erneuerung ist.
Alles in allem sehe ich keine 300k Sanierungskosten, wenn Ihr nicht noch Sonderwünsche habt. Auf der anderen Seite gibt es Fördermöglichkeiten...

Auch dir vielen Dank! Die Frage, ob es abrissreif ist, war natürlich nicht ganz ernst gemeint, insbesondere weil ein Neubau auf dem Grundstück für uns nicht in Frage käme und das Haus auch sehr gut zu gefallen weiß. Wenn du schreibst, dass du keine 300k Sanierungskosten siehst, ziehst du da dann die von mir erwähnten neuen Böden, Bäder und Küchen mit ein oder sind das Renovierungskosten, die in deiner Schätzung noch on top kommen? Und zu deiner Frage, ob der Keller unten "wohnlicher Raum" sein soll: ja, wenigstens 2 Räume im Keller sollen regulär als Büros genutzt werden. In diesen Räumen sind bisher auch Heizkörper, die Wände sind einfach nur mit Holzvertäfelungen verkleidet. Würdest du die Dämmung der Kellerdecke trotzdem empfehlen oder ändert das etwas an deinen Ausführungen?
11ant schrieb:

Minderwertig ist ein Haus von einem Oberklassehersteller aus 1976 nicht,


Eine Abrißreife zu befürchten, halte ich für übertrieben, Yvonnes Budgeteinschätzung allerdings für der Wahrheit näher als die des Experten. Belese Dich hier auch am Beispiel der Schwedischen Elementhäuser:
https://www.hausbau-forum.de/threads/schwedisches-elementhaus-ab-elementhus-umbau-vs-abriss.31351/

Danke für den Link, werde ich mich direkt mal ein wenig einlesen.
nordanney16.02.25 09:30
tomzonkk schrieb:

Wenn du schreibst, dass du keine 300k Sanierungskosten siehst, ziehst du da dann die von mir erwähnten neuen Böden, Bäder und Küchen mit ein oder sind das Renovierungskosten, die in deiner Schätzung noch on top kommen?
Küchen lasse ich immer raus. Die haben mit Sanierung nichts zu tun.
Für den Rest sollten 300k locker reichen. Du bid ja ganz weit weg von einer Kernsanierung.
- 40k Fenster
- 5k Haustür
- 3k Dämmung OG Decke
- 3k Heizkörper
- 30k WP mit Zubehör
- 30k Böden
- 30k Maler
- 30k neue Elektrik
- 40k neue Bäder
Dann kannst Du gut wohnen und hast noch Geld für andere Maßnahmen. Sind willkürliche Zahlen, die passen können. Aber nicht müssen - ist von Euch und euren Wünschen abhängig. Oder von Eigenleistungen.
Falls denkbar, würde ich tatsächlich die gesamte Kellerdecke dämmen und möglichst nicht im Keller „wohnen“.
kellerdeckesanierungskostendämmungelektrikziegelgeschossdeckeheizkörperbödenküchenbäder