Wir möchten als eigenständiges Haus eine Zahnarztpraxis bauen, die mit einem Link mit einer bestehender Praxis verbunden werden soll. Da sich der neubau im hinteren Teil des Grundstücks entstehen soll, wir ein einfacher, rechteckiger Bau angestrebt, von ca. 200 qm. Das Grundstück ist flach. Das Dach sollte ein Flachdach sein. Da das ganze auf dem ostwestfälischen Land vermietet werden soll, streben wir günstige Herstellungskosten an, so dass es sowohl für uns als Vermieter als auch für die Praxisgemeinschaft Sinn macht. Alles muss schlüsselfertig erstellt werden.
Jetzt stellen sich viele Fragen:
Vielen Dank im Vorfeld schon mal für die Antworten
Jetzt stellen sich viele Fragen:
- Kann man für so etwas auch Fertighaus Firmen ansprechen?
- Wer würde sich besonders anbieten?
- Macht Modulbau Sinn?
- Mit welchen Kosten pro Qm muss man rechnen?
- Macht es Sinn ggf. zweigeschossig zu bauen?
- Wird der Business Case durch zwei vermietete EIgentumswohnungen on Top im zweiten Geschoss besser?
- Für die Wohnungen könnte man vermutlich 10€ pQm ansetzen, für die Praxis 14. Kann man hierfür aktuell herstellen, so dass es sich rechnet?
- Woran sollte man bei der Planung besonders denken?
Vielen Dank im Vorfeld schon mal für die Antworten
N
nordanney03.12.24 23:04MarcellNiklas schrieb:
Die Frage wäre, wie sich eine möglichst günstige Herstellung solcher Bauten realisieren lässt, so dass es eben für alle Beteiligten Sinn ergibt. Gibt es Formen, die sich auf so etwas spezialisiert haben.Brauchst einen Architekten. Und dann kannst Du ja suchen - Modulbau in der Größe kannste allerdings knicken. Dafür ist das Gebäude zu klein. GMarcellNiklas schrieb:
Wird der Business Case durch zwei vermietete EIgentumswohnungen on Top im zweiten Geschoss besser?Höhere Grundstücksausnutzung ist fast immer besser. Aber denk an die Stellplätze, Keller/Abstellräume, separater Zugang usw. Gibt das Grundstück so eine hohe Ausnutzung überhaupt her?MarcellNiklas schrieb:
Für die Wohnungen könnte man vermutlich 10€ pQm ansetzen, für die Praxis 14. Kann man hierfür aktuell herstellen, so dass es sich rechnet?Das kannst Du doch selbst rechnen. Wenn Du das Grundstück raus lässt, da es Dir eh schon gehört, kannst Du Dir das Projekt ja schön rechnen.Muss es noch Incentives geben? Nebenkostenregelung? Zuschuss zu Mieterausbauten?
200qm Praxis zu 14€ (brutto oder netto? Der Arzt ist im Normalfall ein Umsatzsteuerschädling, so dass Du beim Bau keinen Vorsteuerabzug geltend machen kannst). Ich gehe mal von brutto aus.
==> T€ 33,6 p.a.
2x Wohnung zu je 85qm und 10€ (Rest = Verkehrsflächen etc.)
==> T€ 20,4 p.a.
Summe: T€ 54
Für einen 5%er vor Steuern und Bewirtschaftungskosten darf die Hütte dann nicht mehr als € 1,1 Mio. kosten. Das sind Baukosten von 2.900€/qm inkl. Nebenkosten. Dafür wirst Du nicht bauen können. Rechne also eher mit einer Rendite von 3,5% VOR Bewirtschaftungskosten und vor Steuern.
Also nein, wirklich wirtschaftlich wird der Bau nicht.
Das ist mal kurz ein pragmatisches Beispiel, warum auch beim Wohnungsneubau solch hohe Mieten im Raum stehen, damit ein Projekt wirtschaftlich wird.
MarcellNiklas schrieb:
Ne jetzt mal im Ernst, ich interpretiere das jetzt mal so, als dass du das für ein nicht sinnvolles Unterfangen hälst. Dürfte ich verstehen, warum?Im Ernst muß der Gebietscharakter mitspielen, das Grundstück noch Grundflächenzahl frei haben und vieles mehr. Du brauchst Zahnarztsitze im Bezirk des Standortes und eine gute Mischung aus ZÄ, ZÄ&Ä, MKG usw., und für all´ das sind Vorderhausstandorte besser. Ich mache nicht nur Bauconsulting, sondern war auch im Management eines MVZ-Entwicklers tätig. Für mich klingt Deine Beschreibung nach Schnapsideetotgeburt, da dürften schwierig Investoren für zu finden sein (zumal der Gesellschafterkreis ja auch weitgehend auf Berufsträger beschränkt ist).https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
M
MarcellNiklas04.12.24 07:5211ant schrieb:
Im Ernst muß der Gebietscharakter mitspielen, das Grundstück noch Grundflächenzahl frei haben und vieles mehr. Du brauchst Zahnarztsitze im Bezirk des Standortes und eine gute Mischung aus ZÄ, ZÄ&Ä, MKG usw., und für all´ das sind Vorderhausstandorte besser. Ich mache nicht nur Bauconsulting, sondern war auch im Management eines MVZ-Entwicklers tätig. Für mich klingt Deine Beschreibung nach Schnapsideetotgeburt, da dürften schwierig Investoren für zu finden sein (zumal der Gesellschafterkreis ja auch weitgehend auf Berufsträger beschränkt ist).Wie gesagt, im vorderen Teil des Grundstücks besteht schon eine Praxis, die soll erweitert werden mit einem separaten Baukörper im hinteren Bereich des Grundstücks. Da ist Platz und freie Grundflächenzahl. Das bedeutet auch, dass es einen Sitz gibt.H
hanghaus202304.12.24 10:59Was meinst Du warum der Mietwohnungsneubau in DE fast zum Stillstand gekommen ist?
Gibt es denn den Zahnarzt, der so eine Immobilie mieten will schon?
Gibt es denn den Zahnarzt, der so eine Immobilie mieten will schon?
M
MarcellNiklas04.12.24 11:21ja, den gibt es, wie gesagt, der Zahnarzt, der im Moment im vorderen Teil der Immobilie drin ist, will sich vergrößern
Dann wird das wohl auf eine dauerhaft ausgerichtetes Mietverhältnis hinauslaufen, weshalb ich genau ihn um einen Grundriss bzw. hzumindest Entwurf bitten würde. Hat er es dort optimal wird er Dir auch erhalten bleiben.
MarcellNiklas schrieb:Dann sind ja zwei Fachunternehmen damit betraut. Was sind denn deren Ergebnisse bzw. die Meinung des Architekten zu Deinen eingangs gestellten Fragen ?
Ja in der Tat haben wir schon mit Architekten gesprochen. Als nächstes wird ein Dentaldepot sich mit der Planung befassen.
Ähnliche Themen