ᐅ Grundriss altersgerechtes Wohnen (Neubau) in alter Hofanlage
Erstellt am: 23.06.22 23:29
K
karl.jonas
Ich möchte in einer bestehenden Hofanlage (Vierseithof, Ziegelstein) zwei Schuppen durch zwei Häuser ersetzen. Jedes Haus soll im EG und OG jeweils eine Wohnung haben. Der Zugang erfolgt oben über eine Außentreppe / Laubengang, mit Nachrüstmöglichkeit für einen Außenaufzug. Die äußere Baugrenze ist durch die bestehende Hofanlage vorgegeben, die nicht ausgeweitet werden soll. Hier stelle ich erstmal den Grundriss für die erste Wohnung (EG Haus 1) zur Diskussion, in die ich selber einziehen möchte. Ich bin auf eure Kommentare gespannt.
Bebauungsplan/Einschränkungen
Hang: nein
Baufenster, Baulinie und -grenze: innerhalb des bestehenden Hofes
Randbebauung: nein
Maximale Höhen/Begrenzungen: Umgebungsbebauung
Anforderungen der Bauherren
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: angepasst an vorhandene Hofanlage; Satteldach; Zweifamilienhaus
Keller, Geschosse: kein Keller, EG, OG
Anzahl der Personen, Alter: 2, Ü60
Raumbedarf: Schlafen, Wohnen, Essen, Kochen, + 2 Räume für Büro/Gäste
Büro: Familiennutzung
Schlafgäste pro Jahr: mehrfach, auch zeitgleich
geschlossene Architektur
konservative Bauweise
offene Küche: ja
Anzahl Essplätze: 6
Kamin: als Option
Garage, Carport: nein
weitere Wünsche: sehr helle Wohnräume; seniorengerecht
Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: Architekt
Was gefällt besonders? Warum? Hohe Räume mit hohen Fenstern (-> viel Licht); Symmetrie der Außenansicht (optik)
Was gefällt nicht? Warum?: Unsicherheit bzgl. Nutzflächen. Anmerkung: im Hof sind unbegrenzt weitere Nutzflächen vorhanden
Preisschätzung lt Architekt/Planer: 650.000
favorisierte Heiztechnik: Fußbodenheizung, Wärmepumpe; Holz nach Lust und Freude
Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist? Familienplanung, Rücksprache mit Freunden, Rücksprache mit Bauleiter, Umsetzung durch den Architekten (zwei Zyklen)
Was macht ihn in Euren Augen besonders gut oder schlecht? Passt in die vorhandene umgebende Bebauung; zwei Zusatzräume; sehr hell
Was ist die wichtigste/grundlegende Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst? Wo kann der Grundriss noch optimiert werden?



Bebauungsplan/Einschränkungen
Hang: nein
Baufenster, Baulinie und -grenze: innerhalb des bestehenden Hofes
Randbebauung: nein
Maximale Höhen/Begrenzungen: Umgebungsbebauung
Anforderungen der Bauherren
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: angepasst an vorhandene Hofanlage; Satteldach; Zweifamilienhaus
Keller, Geschosse: kein Keller, EG, OG
Anzahl der Personen, Alter: 2, Ü60
Raumbedarf: Schlafen, Wohnen, Essen, Kochen, + 2 Räume für Büro/Gäste
Büro: Familiennutzung
Schlafgäste pro Jahr: mehrfach, auch zeitgleich
geschlossene Architektur
konservative Bauweise
offene Küche: ja
Anzahl Essplätze: 6
Kamin: als Option
Garage, Carport: nein
weitere Wünsche: sehr helle Wohnräume; seniorengerecht
Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: Architekt
Was gefällt besonders? Warum? Hohe Räume mit hohen Fenstern (-> viel Licht); Symmetrie der Außenansicht (optik)
Was gefällt nicht? Warum?: Unsicherheit bzgl. Nutzflächen. Anmerkung: im Hof sind unbegrenzt weitere Nutzflächen vorhanden
Preisschätzung lt Architekt/Planer: 650.000
favorisierte Heiztechnik: Fußbodenheizung, Wärmepumpe; Holz nach Lust und Freude
Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist? Familienplanung, Rücksprache mit Freunden, Rücksprache mit Bauleiter, Umsetzung durch den Architekten (zwei Zyklen)
Was macht ihn in Euren Augen besonders gut oder schlecht? Passt in die vorhandene umgebende Bebauung; zwei Zusatzräume; sehr hell
Was ist die wichtigste/grundlegende Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst? Wo kann der Grundriss noch optimiert werden?
M
Myrna_Loy25.06.22 10:24allstar83 schrieb:
Prüfe doch auch mal "Leitfaden Barrierefreies Bauen" bei Google bzw. weitere offizielle Normen. Das Rad muss ja nicht immer neu erfunden werden.Genau. Die Grundlagen sind schon gut, aber an einigen Ecken passts noch nicht.K
karl.jonas25.06.22 12:28haydee schrieb:
ich empfinde den Grundriss für die Anforderungen als zu verwinkelt.
Eigentlich wäre es gut zu bauen wie in vielen Schlössern. Große, breite Türen in einer Flucht.Genau das haben wir versucht (und viel hin- und her geschoben): - Vom Eingang geht es geradeaus ins Wohnzimmer
- Die Türen Schlafen-Essen-Wohnen-Büro sind in einer Flucht
- Die Türen Abstellraum-Kochen-Diele-Büro sind in einer Flucht
- Zwischen Essen und Wohnen gibt es die große, breite Türe (als Kompromiss zwischen "Wand oder keine Wand")
haydee schrieb:
Möbliert mal den Grundriss mit allen Möbeln die ihr habund wollt im Maßstab dann schau mal ob überall der Wendekreise von mind 1,5 m gegeben ist.Ja, das ist sicher eine sehr gute Idee. Das werde ich machen. Obwohl die 1,5m (Rollstuhlradius) nicht unbedingt sein müssen. Hier muss ich vermutlich einen Kompromiss zwischen "vorausschauend planen" und "verfügbare Fläche" machen. Wenn es soweit kommt, muss man halt anders möblieren. haydee schrieb:
Die tiefen Fenster lassen sich schwer möblieren.Warum? Man kann doch auch vor ein Fenster eine kommode stellen. Das muss natürlich bei der Fensteraufteilung so berücksichtigt werden, dass man den oberen Teil noch öffnen kann. D.h. der untere Teil wäre feststehend (was im OG sowieso Pflicht ist, wenn man kein Gitter will).haydee schrieb:
Warum im Schlafzimmer und Wohnzimmer keine Terrassentüre speendieren?Genau aus diesem Grund (s.o.): weil man dann nichts davor stellen kann.haydee schrieb:
Eingang und WC Tauschen, dass es bei den Gästezimmern liegt. 🙂 du glaubst nicht, wie oft wir das in den Skizzen gemacht haben 🙂 . Den Ausschlag gab die Flucht Eingang-Wohnzimmertüre, die Wohnzimmertüren in dieser Ecke wären dann aneinander gestoßen (bzw. hätte weitere Umplanungen erfordert). Und soweit liegen WC und Büro aka Gästezimmer ja nicht auseinander. Möglicherweise wird die Türe zwischen Diele und Wohnzimmer allerdings doch zugemauert, um an den Wänden die Stellfläche zu erhöhen.allstar83 schrieb:
Prüfe doch auch mal "Leitfaden Barrierefreies Bauen" bei Google bzw. weitere offizielle Normen. Das Rad muss ja nicht immer neu erfunden werden.Ja, das werde ich. Danke für den Hinweis.Die Flucht Diele - Wohnzimmer ist nicht notwendig. Auch nicht Schlafzimmer Büro. Ihr habt Platz. Familien bauen mit einer kleineren Wohnfläche.
Es sind zu viele Ecken.
Warum nicht die altbackene Fensteranordnung? Breites Fenster unter dem eine Kommode passt oder Sofa und daneben eine Balkontüre.
Der Esstisch muss immer verrückt werden wenn jemand mit Rollator raus muss. Wohnzimmer hat nur Wandschnipsel.
Einen rollstuhltauglichen Grundriss bekommt ihr hin ohne Kompromisse. Die Fläche gibt es her. Fällt auch kaum jemanden auf. Bei uns ist es bisher exakt 1 Person aufgefallen.
Den Wandstummel Wohnen, Essen raus und große fast schwellenlose Schiebetüre rein.
Die Fenster in Sofahöhe mit Brüstung. Die Türe Wohnen - Diele raus.
Die beiden Abstellräume gefallen mir nicht.
Eingang und Bad tauschen.
Evtl noch Alltaum und Schlafen tauschen. Vermutlich wird beim Nachbarhaus dort der Allraum sein, wie soll sonst Licht rein kommen. Das könnte dann später euch beim Schlafen stören. Ihr wollt/müsst ruhen und nebenan spielen Kinder.
Es sind zu viele Ecken.
Warum nicht die altbackene Fensteranordnung? Breites Fenster unter dem eine Kommode passt oder Sofa und daneben eine Balkontüre.
Der Esstisch muss immer verrückt werden wenn jemand mit Rollator raus muss. Wohnzimmer hat nur Wandschnipsel.
Einen rollstuhltauglichen Grundriss bekommt ihr hin ohne Kompromisse. Die Fläche gibt es her. Fällt auch kaum jemanden auf. Bei uns ist es bisher exakt 1 Person aufgefallen.
Den Wandstummel Wohnen, Essen raus und große fast schwellenlose Schiebetüre rein.
Die Fenster in Sofahöhe mit Brüstung. Die Türe Wohnen - Diele raus.
Die beiden Abstellräume gefallen mir nicht.
Eingang und Bad tauschen.
Evtl noch Alltaum und Schlafen tauschen. Vermutlich wird beim Nachbarhaus dort der Allraum sein, wie soll sonst Licht rein kommen. Das könnte dann später euch beim Schlafen stören. Ihr wollt/müsst ruhen und nebenan spielen Kinder.
Bevor ich das Gedöns des barrierefreien Bauens beherzige, wenn man Ü60 (zur Erklärung: mein Mann ist es auch), dann würde ich erstmal zusehen, dass wenn ein Krankenhausbett eingeplant wird, ein zweites Schlafzimmer für den Partner.
Denn hier liegt die Krux: der Bettlägerige sollte eher einen Raum bekommen, der anders gelagert ist als am Familienbad (wäre schön wenn), denn das wird er dann gar nicht mehr nutzen können. Und somit sollte das Schlafzimmer eher Rückzugsraum für den noch aktiveren Bewohner sein. Ich weiß auch nicht, ob das etwas an der Realität vorbei geht, wenn man plant, den Bettlägerigen, der eigentlich mehr Ruhe sucht als Sonne auf der Terrasse, in hin und her zu schieben, anstatt ihn einfach am Tagesgeschehen teilhaben zu lassen. Da wäre das WZ oder Büro mit der Schiebetür eine bessere Alternative.
Meine Meinung, nur meine: bevor ich gesund eine Wohnung/Haus baue, dass schon mit niedrigen Lichtschaltern ausgestattet wird, müsste mein Leben schon sehr viele Krankheitsverläufe bzw körperliche Einschränkungen erlebt haben. Ich persönlich würde einfach einen klaren Grundriss ohne kleine verwinkelte Abstellräume und breiten Türen bauen. Mit ü60 kann man noch 20 Jahre normal leben. Mein Leitsatz ist für jedes Alter: plant für Eure nächsten 20 Jahre. In 20 Jahren dann kann man das ein oder andere verändern. Das kann man beim Bau natürlich schon im Kopf haben. Aber gesund für Krankheitstage zu planen, kommt dem gleich, wenn ein Paar in der Familienplanung schon die Wohntrennung von EG und OG plant, obwohl dem noch 20/25 Jahre trennen.
Denn hier liegt die Krux: der Bettlägerige sollte eher einen Raum bekommen, der anders gelagert ist als am Familienbad (wäre schön wenn), denn das wird er dann gar nicht mehr nutzen können. Und somit sollte das Schlafzimmer eher Rückzugsraum für den noch aktiveren Bewohner sein. Ich weiß auch nicht, ob das etwas an der Realität vorbei geht, wenn man plant, den Bettlägerigen, der eigentlich mehr Ruhe sucht als Sonne auf der Terrasse, in hin und her zu schieben, anstatt ihn einfach am Tagesgeschehen teilhaben zu lassen. Da wäre das WZ oder Büro mit der Schiebetür eine bessere Alternative.
Meine Meinung, nur meine: bevor ich gesund eine Wohnung/Haus baue, dass schon mit niedrigen Lichtschaltern ausgestattet wird, müsste mein Leben schon sehr viele Krankheitsverläufe bzw körperliche Einschränkungen erlebt haben. Ich persönlich würde einfach einen klaren Grundriss ohne kleine verwinkelte Abstellräume und breiten Türen bauen. Mit ü60 kann man noch 20 Jahre normal leben. Mein Leitsatz ist für jedes Alter: plant für Eure nächsten 20 Jahre. In 20 Jahren dann kann man das ein oder andere verändern. Das kann man beim Bau natürlich schon im Kopf haben. Aber gesund für Krankheitstage zu planen, kommt dem gleich, wenn ein Paar in der Familienplanung schon die Wohntrennung von EG und OG plant, obwohl dem noch 20/25 Jahre trennen.
haydee schrieb:
Wer weiß was in 20 Jahren istGenau deshalb würde ich nur planen, aber so nicht bauen!Ähnliche Themen