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ᐅ Kostenschätzung vom Architekten realistisch?

Erstellt am: 12.06.22 14:56
G
Grisu112
Moin zusammen,

wir planen derzeit ein Neubauvorhaben, Einfamilienhaus auf vorhandenem Grundstück.
Das Grundstück ist knapp 400qm, mit einer ca. 30m langen Zufahrt.
Nachdem wir uns mit einem Nachbar bzgl. Grundstückszukauf im letzten Jahr nicht einig wurden und auch kein GU uns einen passenden Grundriss erstellen konnten, haben wir das Thema erstmal auf dieses Jahr zurückgestellt. „Damals“ waren die Aussichten für 2022 noch positiv.
Mit den GU sind wir hauptsächlich ins Gespräch gegangen, um mal eine grobe Richtung was den Preis angeht zu haben, bzw. zu sehen ob die eigenen Schätzungen realistisch sind. - Das waren sie zu dem Zeitpunkt absolut.
Da ich viele Handwerker aus den unterschiedlichsten Gewerken kenne, bzw. auch in der Familie habe, war mir eine Einzelvergabe aber schon immer lieber, da die GU verständlicherweise bzgl. der Handwerkerauswahl nicht unbedingt flexibel sind. Bzw. man auch nie die tatsächlichen Ersparniss gutgeschrieben bekommt.
Somit sind wir Anfang diesen Jahres an einen Architekten herangetreten, der mit uns zusammen einen für uns zu 100% passenden Grundriss entwickelt hat.
Letztlich liegen wir nun bei knapp 145qm Wohnfläche auf zwei Vollgeschossen und knapp 116qm Nutzfläche, wovon 99qm auf das UG und 17qm auf das DG entfallen (hier so wenig, da in den zwei Kinderzimmern zweite Ebene eingeplant zum späteren Ausbau). Das UG beinhaltet auch eine Doppelgarage, daher die 99qm. Die Garage war ursprünglich neben dem Haus geplant, aufgrund des nicht zustandegekommenen Grundstückskaufs, ist sie jetzt zurhälfte unters Haus und zur hälfte bis an die Grundstücksgrenze gewandert.
Das Grundstück ist kein Hanggrundstück, dennoch ergibt sich von der Straße bis zur oberen Grundstücksgrenze ein Höhenunterschied von knapp 2m. Hier hatte ich die Idee durch die Garage im UG einerseits auf dem Grundstück „Platz zu sparen“ und andererseits Aushub wieder zum verfüllen, bzw. anheben des Grundstücks zu verwenden und dadurch Kosten durch Abtransport zu sparen.

Im letzten Jahr lag unsere Budgetgrenze für das Haus bei 600.000€, dieses Jahr würden wir uns bei 700.000€ auch noch mit halbwegs gutem Gewissen darauf einlassen.
Wir bekommen bedingt durch zwei Kinder das Z15 Darlehen der L-Bank und damit einerseits 240.000€ zu 0% auf 15 Jahre und andererseits einen Tilgungszuschuss von 20.000€ bei Bau nach KfW55 Standard.

Jetzt zum aktuellen Problem.
Der Architekt hat auf Grundlage unseres Grundrisses eine Kostenschätzung erstellt, die bei ca. 850.000€!!!! Liegt. Ich halte das persönlich für wesentlich zu hoch. Den gleichen Grundriss haben wir auch nochmal bei einem der GU angefragt, der lag jetzt bei 699.000€ (Baubeginn Ende 2023!). Ausstattung ist im Grundsatz gleich:
KfW55
Massiv
L-W Wärmepumpe
Kontrollierte-Wohnraumlüftung
10kwP Photovoltaik
Keller weiße Wanne
Fußbodenheizung in OG,EG und UG (Garage ausgenommen)
Smarthome mit KNX
EG mit Raffstore
Podesttreppe in Holz ausgeführt

Der GU hat leider erst Ende 2023 wieder Kapazität und ist eigentlich auch - wie bereits oben erwähnt - aufgrund der Handwerkerwahl und nicht ganz so intensiv möglichen Eigenleistung eigentlich raus. Das Ganze mit dem Architekt auf Grundlage dieser Schätzung weiterzutreiben ist allerdings auch nicht machbar, da viel zu teuer.

Ich würde gerne im Innenausbau alle Gipserarbeiten, Böden inkl. Fliesen, Türen, Sanitärfertiginstallation, KnX Elektrik (Leerrohre legen, Leitungen ziehen) selbst machen. Für viele andere Arbeiten z.B. Zimmermann, Sanitär, Photovoltaik kenne ich Leute mit eigener Firma wo man hier und da auch noch bisschen unterstützen kann bzw. auch günstiger einkaufen kann.

Aktuell sind wir absolut in der Zwickmühle, ob wir das Projekt jetzt einstampfen oder mit Einzelvergabe weiter machen, wohl wissend, dass die Kosten nach der Schätzung viel zu hoch wären. Mir wäre ein Ergebnis wie vom GU - 700.000€ schlüsselfertig - vom Architekt am liebsten gewsen. Da wären wir mit viel Eigenleistung und Vitamin B in eine absolut darstellbare Richtung gekommen. Aber so....

Hierzu hätte ich gern eure Erfahrung, Meinung, Schimpfe,... alles her damit. Wenn ich jetzt essentielles vergessen hab, bitte melden.

Danke euch und Viel Glück
Grisu
G
Grisu112
18.06.22 13:34
Einen Bauleiter für 65€ netto/h hätte ich ü er einen Bekqnnten an der Hand. Ich denke die Bauleitung werde ich mir auf jeden Fall über den Architekten sparen. Bei Leistungsphase 5 bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Wobei ich hier auch die Elektroplanung definitiv über einen Smarthome Experten haben möchte. Bei der Kontrollierte-Wohnraumlüftung hatte der Architekt auch schon signalisiert, dass er da raus ist. Ob sich für den Rest dann Leistungsphase 5 lohnt wage ich bisschen zu bezweifeln.
Meine Handwerker Kollegen sagen untwrschiedliches. Zimmermann könnte ohne Eigenleistung eher bisschen über dem geplanten liegen, Sanitär und Heizung darunter. Für den Rohbau hab ich leider keinen direkt an der Hand. Hier wär über Umwege evtl. Eigenleistung möglich abwr hilft mir grad bei der Einschätzung der Kosten nicht wirklich.
G
Grisu112
22.06.22 17:12
Frage an die Profis hier. Wenn ich nach Leistungsphase 4 ohne Architekt weiter mach, wie ist dann der Ablauf? Ich geh mit den Grundrissen auf Rohbauer zu und die können mir auf der Grundlage ein Angebot machen? Hier fehlen doch sicher noch Detailangaben, oder?
N
Neubau2022
22.06.22 17:26
Grisu112 schrieb:

Frage an die Profis hier. Wenn ich nach Leistungsphase 4 ohne Architekt weiter mach, wie ist dann der Ablauf? Ich geh mit den Grundrissen auf Rohbauer zu und die können mir auf der Grundlage ein Angebot machen? Hier fehlen doch sicher noch Detailangaben, oder?

So ähnlich haben wir es mir unserem GU gemacht. Hätten ein Grundriss (aus einem polnischen Projektkatalog 🙂 ) und sind damit hin. Du muss schon die teuren Sachen wissen, ob du die willst oder nicht. Hier paar Beispiele:
- Heizungsart (Gastherme, Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung oder Flächenkollektoren)
- Kontrollierte-Wohnraumlüftung ja/nein
- Kamin
- elektr. Rollläden?
- Smarthome?

Das sind so die Preistreiber. Für Aufmunterung (bessere Badewanne, teuere Fensterbretter, mehr Steckdosen....) würde ich mind. 10k einkalkulieren.
G
Grisu112
22.06.22 17:55
Das steht soweit schon alles fest. Mit ging es jetzt rein um den Rohbau. Da läuft ja dann alles zusammen - sprich da sollte klar welche Leitungen in die Decke eingegossen werden müssen. Aber reicht dem Maurer der reine Grundriss und die Statik aus? Es gibt ja für KfW auch entsprechende Vorgaben/Wandstärken die eungehalten werden müssen.
K
k-man2021
22.06.22 23:23
Grisu112 schrieb:

Frage an die Profis hier. Wenn ich nach Leistungsphase 4 ohne Architekt weiter mach, wie ist dann der Ablauf? Ich geh mit den Grundrissen auf Rohbauer zu und die können mir auf der Grundlage ein Angebot machen? Hier fehlen doch sicher noch Detailangaben, oder?
Ich halte das für ziemlich riskant… mit den Plänen zu einem GU zu gehen kann ich noch irgendwie nachvollziehen, aber zum Rohbauer, d.h du machst ohne Detailplanung eine Einzelvergabe?? Was ist mit dem Baugrund, wer überwacht die Gründung? Wie werden Details ausgeführt? Wie werden Schnittstellen zu anderen Gewerken festgelegt?
Wir haben trotz (mäßigem) Architekten noch über Jahre nach dem Bau Probleme gehabt, die auf fehlende Detailvorgaben zurückzuführen sind.
G
Grisu112
23.06.22 00:38
Kannst du hierfür mal Beispiele nennen?
Gründung müsste der Rohbauer eben vorgeben, was er da haben möchte bzw. macht den Aushub am Besten gleich selbst mit. Ich kann mir sonst gerade nur schwer vorstellen wo es zu massiven Problemen kommen könnte wenn sich jedes Gewerk die Gesamtpläne vorab anschaut. Abeer evtl. bin ich da gerade auch etwas zu optimistisch. Rohbaumaße sind ja soweit vorgegeben. Ich sehe beim Architekt ab Leistungsphase 5 eben nur massives Einsparpotenzial und frage mich gerade ob ich das alles wirklich brauche.

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