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ᐅ 400k Haus geschätzt- 470k Haus geworden/ Ein Erfahrungsbericht


Erstellt am: 07.08.20 13:49

BBaumeister20.08.20 16:49
Zurück zum Thema:

Ich halte die Kosten durchaus für realistisch und an keiner Stelle für überzogen, wobei ich die Preisstruktur "auf dem Land" nicht kenne. Bei uns war das Grundproblem aber vergleichbar. Wir wohnen im Speckgürtel eines Ballungsgebiets. Das 700 qm Grundstück hat 260.000 € gekostet (wobei der Bodenrichtwert seit Kauf schon um 60 € pro qm gestiegen ist).

Das Haus an sich ist nicht riesig (160qm Wohnfläche) und hat einen 55 qm großen Nutzkeller und eine massive Doppelgarage mit Abstellraum (6 x 9 Meter insgesamt). Die Ausstattung war aber ziemlich teuer und wir sind auch nach dem Motto verfahren, es besser von Anfang an "vernünftig" zu machen. Das Haus ist aus Ziegeln gebaut, hat Kontrollierte-Wohnraumlüftung und Photovoltaik, außer in Küche, Bädern und Keller ist überall Parkett, ringsum sehr viel Glas, KNX mit Alarmanlage, RC3-Fenstern, einem Gästebad und zwei Voll-Bädern, Klimaanlage, Lehmputz, Grundofen etc. Geheizt wird mit Gas. Die Außenanlagen sind auch recht hochwertig, wobei ich dort auch sehr viel selber gemacht habe (unter anderem eine sensorgesteuerte Bewässerungsanlage).

Bodenbeläge, Malerarbeiten, Kaminbau und Garten haben wir komplett selber gemacht (bis auf die Pflasterarbeiten).
Kostentechnisch haben Haus, Garage, Küche und Garten 570.000 € gekostet.
Da das Grundstück Hanglage hatte, wir aber einen ebenen Garten haben wollten, lag hier ein großer Kostentreiber, der so nicht geplant war und gute 25.000 € Mehrkosten verursacht hat (Stützmauer, umfangreiches Abtragen von Erde).

Irgendwie ist es Wahnsinn, dass ein Haus mit normaler Größe samt Grundstück gut 870.000 € gekostet hat und wir gerade damit begonnen haben, für neue möbel zu sparen. Trotzdem fühlen wir uns unglaublich wohl und finden, dass der monatlichen Belastung auf jeden Fall ein angemessener Gegenwert gegenübersteht.

Warte erstmal, bis ihr eingezogen seid. Dann ist der Blick ein anderer...
face2620.08.20 17:19
BBaumeister schrieb:

Irgendwie ist es Wahnsinn, dass ein Haus mit normaler Größe samt Grundstück gut 870.000 € gekostet hat und wir gerade damit begonnen haben, für neue Möbel zu sparen. Trotzdem fühlen wir uns unglaublich wohl und finden, dass der monatlichen Belastung auf jeden Fall ein angemessener Gegenwert gegenübersteht.


Vorneweg, alles gut "gönn Dir"!

Mir wird im Schnitt aber etwas zu viel gejammert bis "erstaunt getan", dass ein normale Haus so viel Kosten würde und sich der Otto-Normal-Verbraucher sich das nicht mehr leisten könne.

Das richtet sich jetzt nicht direkt an Dich hab nur Dein Post zum Anlass genommen.


Ausstattungen wie Kontrollierte-Wohnraumlüftung, Klima, fette Doppelgarage mit Sektionaltor, KNX, Raffstore, 2-3 Bäder, Kamin, engagieren eines Gartenlandschaftsbauer, Grundstück mit Mauern flach machen usw. das alles ist nicht Otto-Normal. Das ist gehoben bis teilw. Luxus. Das hat sich vor Jahrzehnten auch kein Otto-Normal-Verbraucher leisten können.

Und überhaupt wer ist eigentlich Otto-Normal-Verbraucher? Manchmal klingt es für mich so als ob es normal und Grundrecht sei, dass jeder mit einem Ausbildungsberuf ein Anrecht auf ein Einfamilienhaus mit Garten hätte. Neubau. Das hat sich früher der vergleichbare auch nicht leisten können. Schaut doch mal in Eure Elterngenerationen. Da hat man alte Buden gekauft und selber renoviert. Über 2-3 Jahre mit der Familie und Verwandten auf sehr bescheidenem Niveau. Neubau hat sich da auch nur der Leisten können der entsprechend verdient hat oder die Eltern die Grundstücke zur Verfügung gestellt hatten. Das war nicht anders. Und damals hat man noch zwischen 6 und 12% Darlehenszins.
Also ja Energieeinsparverordnung hat einiges teurer gemacht und ja die Preise sind gestiegen auch auf Grund mangelndem Grund und Boden. Aber ganz ehrlich wenn man die Kosten eines Einfamilienhaus inklusive Finanzierungskosten bis zum vollständigen Abtrag hernimmt und würde das ins Verhältnis zu den Einkommen der heutigen Zeit setzen, ich bin mir sicher wir sind vielleicht etwas über der Linie aber nicht so weit weg wie es manchmal klingt. Nur sind die Ansprüche halt auch gestiegen.

Nicht falsch verstehen. Ich bin der Meinung, gönnt Euch wenn Ihr es Euch leisten könnt. Aber gebt Euch nicht der Illusion hin "früher war alles besser (und billiger)"
BackSteinGotik20.08.20 20:35
face26 schrieb:

Nicht falsch verstehen. Ich bin der Meinung, gönnt Euch wenn Ihr es Euch leisten könnt. Aber gebt Euch nicht der Illusion hin "früher war alles besser (und billiger)"

Mit deinen Ausführungen zum Luxus hast du Recht - mit dem "früher war auch teuer" aber nicht. Eigenkapital-Aufbau durch sparen geht heute nicht mehr - und ETF sind eine andere Risiko-Klasse. Hohe Zinsen gingen damals noch mit mehr Inflation und besonders, hohen Tarifabschlüssen einher. Tarifbindung ist ein weiterer Indikator, der zeigt, dass du irrst. Auch die immer wieder veröffentlichten Zahlen zur Kreditsumme, zum Alter der Kreditnehmer und Eigenkapital zeigen, dass die Anforderungen, allein in den letzten 5-7 Jahren, massiv angestiegen sind. Vor 30 - 40 Jahren war sicher auch ein gutes Einkommen notwendig, aber nicht wie heute zwei Doppelakademiker-Einkommen mit fast 2*Vollzeit.
Bookstar20.08.20 20:53
So sieht es aus, aber die Hütten werden immer fetter und teurer. Grund: die 30 Jährigen erben wie die verrückten,teilweise bekommen die 500k von den Eltern einfach so rüber geschoben. Es ist aktuell die Erben Generation am Start. Sehe und höre es täglich
K1300S20.08.20 21:06
Tja, wohl dem, der erbt.
face2620.08.20 21:16
Wie ich schon sagte, sind wir mit Sicherheit etwas über der Linie, dennoch stimme ich nicht in allem zu.
BackSteinGotik schrieb:

Eigenkapital-Aufbau durch sparen geht heute nicht mehr - und ETF sind eine andere Risiko-Klasse.

Hat keiner behauptet, dass Du in ETF investieren sollst. Und ja Zinseszins fehlt, aber es hindert Dich keiner einen Dauerauftrag aufs Sparkonto zu machen.
BackSteinGotik schrieb:

Hohe Zinsen gingen damals noch mit mehr Inflation und besonders, hohen Tarifabschlüssen einher.

Ja, auch da. Damals hohe Zinsen, hohe Inflation (heisst auch Lebensunterhaltskosten steigen). Aber eben auch, dass die Finanzierungskosten hoch sind. Man brauch sich nur mal überlegen Wie die möglichen Finanzierungssummen aussehen wenn man mit 1-2% Tilgung und 8% Zins rechnen muss. Also einer Annuität von 10%. Pro 1000 EUR Rate würde man dann 100.000 EUR Kredit bekommen. Heute sind eben die Zinsen billige und die Häuser teurer. Und deshalb hab ich auch explizit geschrieben, ins Verhältnis setzen. Damals hast mehr an die Bank gezahlt, heute zahlst es gleich an die Handwerker.
BackSteinGotik schrieb:

Tarifbindung ist ein weiterer Indikator, der zeigt, dass du irrst.

Weiß nicht was Du damit aussagen möchtest.
BackSteinGotik schrieb:

Auch die immer wieder veröffentlichten Zahlen zur Kreditsumme, zum Alter der Kreditnehmer und Eigenkapital zeigen, dass die Anforderungen, allein in den letzten 5-7 Jahren, massiv angestiegen sind.

Die Anforderungen an was? Ist das nicht vielleicht einfach die Konsequenz daraus, dass man sich immer mehr leisten will?
BackSteinGotik schrieb:

Vor 30 - 40 Jahren war sicher auch ein gutes Einkommen notwendig, aber nicht wie heute zwei Doppelakademiker-Einkommen mit fast 2*Vollzeit.

Wenn nur Doppelakademiker mit 2 Vollzeit heute bauen könnten, dann wäre es hier deutlich leerer. Btw. bin nicht wirklich Akademiker (Angestellter) und meine Frau hat einen "normalen" Ausbildungsberuf. Und wir schaffens...zumindest bis jetzt.
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