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ᐅ Gutachter entdeckt Mängel an Keller. Was tun?


Erstellt am: 10.12.15 15:06

merlin8313.12.15 17:13
Wenn du deinem Bauunternehmen vertraust und er auf lange firmengeschichte zurückblicken kann, dann würde ich den Gutachter abbestellen. Bringt nur Unruhe und kostet geld.
matthias8414.12.15 11:38
Hui... das ist totaler Mist.

Es kann nur 3 Gründe geben warum du aktuell soviel Stress hast:
1. Deine Baufirma hat Fehler gemacht - kann passieren
2. Dein Gutachter ist kleinkariert
3. Baufirma und Gutachter kommunizieren/verstehen sich schlecht

Unser Bauleiter und Gutachter haben sich während der gesamten Bauphase regelmässig abgesprochen. Hat Dein Bauleiter die Telefonnummer/Email vom Gutachter und umgekehrt? Der Gutachter kann die Mängelliste ja auch gleich an die Baufirma weiterleiten und Dich in CC setzen. Ggf. macht es Sinn das Ihr euch mal zu dritt auf der Baustelle trefft und über das Problem sprecht sowie einen Plan aufstellt wie diese Fehler in Zukunft vermieden werden können.

Wenn der Gutachter Mängel am Haus findet solltest Du natürlich nicht deshalb den Gutachter feuern... er ist ja genau dafür da diese zu erkennen und kommunizieren - diese sollten selbstverständlich dann behoben werden.


Wenn Dir das nicht hilft, dann such Dir einen zweiten Gutachter, der sich eine Stunde den Bau anschaut. Wenn er die gleichen Aussagen wie Dein aktueller Gutachter trifft, weisst Du bescheid das Dein aktueller richtig liegt.
Musketier14.12.15 12:05
Generell ist es meines Erachtens richtig, dass der Gutachter sich auf DIN Normen beruft. Worauf soll er sich denn sonst berufen? Ein Anwalt baut seine Argumentationskette auch auf Gesetze, Richtlinien, Urteile usw. auf.

Kann es sein, dass es sich bei den Mängeln allesamt nur um Kleinigkeiten handelt, die der Gutachter zur Beweissicherung ins Protokoll aufnimmt, die aber keinerlei Auswirkungen haben?
Bei uns haben im Übrigen auch Bauleiter und Gutachter direkt kommuniziert. Da brauchte ich mich um gar nix kümmern. Es macht ja auch keinen Sinn "Stille Post" zu spielen, insbesondere wenn der Laie in der Mitte sitzt.
Bauexperte14.12.15 12:23
Musketier schrieb:
Generell ist es meines Erachtens richtig, dass der Gutachter sich auf DIN Normen beruft. Worauf soll er sich denn sonst berufen?
Die Einhaltung jedweder DIN ist keine verpflichtende Vorgabe, sondern "nur" Anhaltspunkt; es gibt genügend Dinge beim Hausbau, wo ein Einhalten der DIN kontraproduktiv ist. Daraus ergibt sich, daß die DIN nur dann verpflichtend eingehalten werden muß, wenn sie auch schriftlich vereinbart wurde; über Sinn & Zweck läßt sich streiten. Zielführend ist "nach den aktuell geltenden, technischen Bedingungen" zu vereinbaren.

Allerdings ist es merkwürdig, daß Sachverständiger und GU nicht zusammenarbeiten und der Sachverständige seinen AG zusätzlich mehr verwirrt, denn beruhigt. Das "klingt" wieder nach meinem Lieblingsverein ....

Grüße, Bauexperte
wanderjupp14.12.15 13:16
Leider stimmt die Kommunikation an allen Ecken und Enden nicht. Der GU sagt, dass er von Sachverständigen´s nichts hält und wolle deshalb auch nicht sämtliche Fragen des Sachverständigen beantworten. Eine Liste mit Fragen wurde dem GU bereits geschickt. Der GU meint, ich solle ihm vertrauen. Nachweislich sind andere Bauherren, die mit ihm ihr Haus haben bauen lassen, sehr zufrieden. Er hat mir auch einige Häuser gezeigt, die sich gerade im Bau befinden und konnte mich dabei auch mit den anderen Bauherren unterhalten. Insgesamt bin ich mir gerade unsicher, wem ich überhaupt vertrauen kann. Ich kann auf der einen Seite den GU verstehen, der seine Zeit lieber in sein Handwerk stecken möchte. Auf der anderen Seite kann ich auch Sachverständigen verstehen, der seine Arbeit ordentlich erledigen möchte. Aktuell stehe ich zwischen Sachverständiger und GU und versuche, alle bei Laune zu halten. Mich mach es außerdem stutzig, dass der GU betont, dass noch nie ein Bauherr einen Sachverständigen bei seinen Bauten beauftragt habe.

: Ich habe jetzt noch eine 3. Person hinzugezogen, der sich mit Keller- und Kanalbau auskennt (kein Sachverständiger, sondern Handwerker). Er sagte, dass es um Kleinigkeiten geht und kein Mangel erkennbar sei. Ausnahme sei die nicht fachgerecht verlegte Drainage, da Spülschächte fehlen, was definitiv ein Mangel sei. Hierfür will der GU aber nun zusätzliche 2000€.
matthias8414.12.15 14:28
wanderjupp schrieb:
Mich mach es außerdem stutzig, dass der GU betont, dass noch nie ein Bauherr einen Sachverständigen bei seinen Bauten beauftragt habe.

Ich habe jetzt noch eine 3. Person hinzugezogen, der sich mit Keller- und Kanalbau auskennt (kein Sachverständiger, sondern Handwerker). .... Ausnahme sei die nicht fachgerecht verlegte Drainage, da Spülschächte fehlen, was definitiv ein Mangel sei. Hierfür will der GU aber nun zusätzliche 2000€.

Also wenn du jetzt beim Keller bist und Zusatzkosten in Höhe von 2000€ auf dich zukommen, kannst Du dir deine Frage schon selbst beantworten.... Und wahrscheinlich sind da die anderen Häuslebauer nur zufrieden, weil niemand ihr Bauwerk geprüft hat.


An Deiner Stelle würde ich auf gar keinen Fall auf einen Sachverständigen verzichten. Wenn dir der aktuelle nicht passt, such dir einen anderen. Aber anhand der Infos die du hier geschrieben hast, müsstest du schon sehr sehr waghalsig sein um ganz ohne Sachverständigen mit dem GU ein Haus zu bauen.
dingutachtersachverständigenbauleitersachverständigerkellermangel