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Erstellt am: 03.05.21 23:44

BackSteinGotik05.05.21 22:38
chand1986 schrieb:

Zu dem Rechner fällt einem Naturwissenschaftler nur ein: Echt jetzt?

Ein „bedarfsgewichtetes“ Einkommen bei 4(!) Kindern auf die Gesamtheit zu beziehen ist so kurios, dass es nicht mal falsch ist.

Ideen muss man haben...

Ist wirklich spannend, da bin ich auch schon öfters drüber an verschiedenen Stellen gestolpert - früher dachte ich ja immer, dass Kinder tendenziell Geld kosten und sie sich durch ihr Kindergeld/Freibetrag nicht selbst finanzieren. Aber dank Bedarfsgewichtung schafft man den Aufstieg - wenn auch nur in der Statistik. Da können sich die ollen DINKs hinten anstellen.. 😉
chand198605.05.21 22:48
Naja, am Ende ist es ein Tool sich ärmer zu rechnen, wenn man möchte. Ein Haushalt aus den oberen 10% ist ein Haushalt aus den oberen 10%.
Besser man schaut nicht nach, auf wie viele dieser ausgewählten Untergruppe die 4-Kinder wirklich zutreffen.

Ich finde es eher interessant zu sehen, das für die Verhältnismäßigkeiten tatsächlich Gefühl fehlt. Nicht aus Empathielosigkeit, bösem Willen oder fehlender Erdung, sondern weil man wirklich ein anderes Bild davon hat, was „normal“ ist. Man ist halt doch irgendwie in einer Blase.
Bookstar05.05.21 22:49
Aber was hilft die Statistik, wenn man in seiner Blase lebt. Wenn die Miete bzw Immobilien auch in den oberen 10% der Preisklasse liegt, ergibt sich doch wieder ein neutrales Bild.

Laut der Statistik ist man sehr wohlhabend, in seiner Region kann man sich aber nicht einmal eine kleine Wohnung leisten.

Wenn man wegziehen würde, wäre man das tolle Gehalt ja los...
BackSteinGotik05.05.21 22:50
Bookstar schrieb:

Nein kann man leider nicht. Er hat schon gesagt es ist das Gehalt für zwei Leute. Und damit machst du keine großen Sprünge im Süden, schon gar nicht beim Thema Hausbau.

Das ist leider das Problem dieser Statistiken. Die Perzentilen verdecken den Fakt, dass die wirklich spannenden Sprünge erst bei den Top5, eher noch bei den Top2,5 beginnen. Ansonsten ist es natürlich komfortabel, im Monat einen Tausender mehr zur Verfügung zu haben. Für den heutigen Überfluss-Konsum sicher nett, aber für das Hausbauprojekt scheint das heute auch nicht mehr wirklich zu reichen.
Arbeitseinkommen allein ist nicht mehr ausreichend, Anlageglück oder Schenkung/Erbschaft scheint eine immer zentralere Komponente zu werden.
Altai05.05.21 22:53
Ich habe mich heute mit einer unserer Mikrotechologinnen unterhalten. Sie hat früher drei Schichten für 1200€ netto gearbeitet. Jetzt hat sie etwa das 1,5 fache und wähnt sich im Himmel. Die meisten hier fangen da vermutlich an zu weinen... Ich habe ihr nicht gesagt, welcher Faktor allein zu meinem Gehalt noch dran steht...
chand198605.05.21 22:54


Dreiviertelrichtig. In der Regel gehen nicht 100% des „Überschusses“ verglichen mit günstigeren Regionen für Miete o. ä. drauf. Aber eben hat man auch nicht alles zusätzlich in der Tasche.
miete