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ᐅ Wie KfW40 erreichen? Energietechnik / Wirtschaftlichkeit


Erstellt am: 29.12.20 22:25

Sascha197729.12.20 22:25
Liebe Experten,
wir haben gerade viel Glück gehabt und konnten das letzte Grundstück am Ort von Freunden kaufen. Jetzt bauen wir ein kleines Haus für unsere Eltern mit einem befreundeten GU, der vor 10 Jahren schon unser Haus gebaut hat. Leider sind wir (nach wie vor) Laien und bitten Euch deshalb (fast) ganz am Anfang unserer Planungen um Eure Meinung insbesondere zur Energietechnik.

Kurz zu Haus, Grundstück und Bewohnern:
  • 11x7,25m Neubau
  • 2 Vollgeschosse
  • Satteldach mit 25 bis max. 30 Grad Neigung (ca. 91m2 Dachfläche)
  • SD hat Ost/West-Ausrichtung
  • keine Erker, max. ein Doppelflügelfenster, Verschattung sonst nur durch Sat-Schüssel
  • Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung
  • Die hier im Forum offenbar nicht so beliebte Tecalor TTC 07 ist gesetzt (Förderung auf den letzten Drücker noch beantragt; GU verbaut sie chronisch)
  • Dezentrale Lüftung
  • FB-Heizung
  • Porenbeton mit WDVS
  • Hauswirtschaftsraum wird max. 8m2 haben
  • 3 Personen-Haushalt
  • Energieverbrauch über den Tag verteilt (Rentner)

Zu unseren Fragen:

  • Wir würden gern kfw40-Standard erreichen. Welche Maßnahmen schlagt Ihr vor/sind zwingend notwendig?
  • Wir haben sehr positive Texte über die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen mit Ost-West-Ausrichtung auf Flachdächern gelesen. Wie verhält es sich aus Eurer Sicht mit unserem Max-30-Grad-Satteldach? Und besser 25 oder 30 Grad?
  • Macht ein Speicher Sinn?
  • Gibt es Modul-Hersteller, die Ihr besonders empfehlen würdet?
  • Könnt Ihr einen Energieberater und|oder einen Experten für die Installation von Photovoltaik-Anlagen im Ruhrgebiet/Sauerland empfehlen?
Entschuldigt bitte die vielen Fragen und den Mangel an Wissen. Wir wären wirklich dankbar für Eure Antworten, damit wir zumindest keine groben Fehler machen.

Lieber Gruß
pagoni202029.12.20 22:41
Letztlich hilft jede Form der Dämmung, Dämmung der Bodenplatte, Dachdämmung, Fensterqualität uns insbes. Thema Wärmebrücken.
Generell kann Dir das Niemand sagen. Ich würde zuerst das vorgeben, was ich sowieso möchte (z.B. Dämmung Bodenplatte, Photovoltaik teilw. anrechenbar, Kontrollierte-Wohnraumlüftung....oder was es bei Dir eben ist, was auf jeden Fall dabei sein soll aus Komfortgründen.
Ich habe es gerade durch und bin daher de Meinung, dass Du bei Deiner Suche nach dem passenden Energieberater genau hinschauen sollst, denn auch da gibt es erhebliche Unterschiede.
Beginnen könntest z.B. auch einmal mit einem Beratungstermin der Verbraucherzentrale, ich war geradezu überrascht über deren Kompetenz selbst in Teilbereichen, wobei es auch Glück/Pech sein kann, bei wem man landet.
Ich würde auf jeden Fall einen nehmen, der alle Leistungen selbst ausführen kann also auch Wärmebrücken berechnen. Mein Eindruck war, dass manche Berater das eher rudimentär betreiben.
Wenn es dann einmal gerechnet ist kann er etwas "spielen" damit, ein bisschen weniger Dämmung hier dafür andere Fenster da etc.
Im Vordergrund stünde bei mir aber immer zuerst das, was ich sowieso haben möchte. Die Außenhaut, also der verwendete Stein ist auch ein nennenswerter Faktor in dieser Berechnung.
Bei Photovoltaik-Modulen ist es wie bei Autos....es gibt Alles, zunächst würde ich einmal den Elektriker fragen, was er anbietet. Sinn/Unsinn eines Speichers........never ending story. Auch das hängt zum Teil vom Leben der Bewohner ab, bei Kfw40Plus brauchst ja soweieso einen.
Generell würde ich nicht NUR die Berechnung sehen bei Alledem sondern auch das, was ich möchte so z.B. auch Speicher.
nordanney29.12.20 22:42
Sascha1977 schrieb:

Wir würden gern kfw40-Standard erreichen. Welche Maßnahmen schlagt Ihr vor/sind zwingend notwendig?
WDVS aus Resol.
Sascha1977 schrieb:

Experten für die Installation von Photovoltaik-Anlagen im Ruhrgebiet/Sauerland empfehlen?
Clensolar. Kommen aber aus dem Osten Deutschlands. Tolle Firma mit guten Preisen.
Sascha1977 schrieb:

Macht ein Speicher Sinn?
Wenn Ihr eh 40 haben wollt, dann geht doch auf 40+. Ansonsten lohnt der Speicher eher nicht. Nehmt aber die Förderung schon einmal für eine Wallbox mit.
Sascha197729.12.20 22:55
pagoni2020 schrieb:

Letztlich hilft jede Form der Dämmung, Dämmung der Bodenplatte, Dachdämmung, Fensterqualität uns insbes. Thema Wärmebrücken.
Generell kann Dir das Niemand sagen. Ich würde zuerst das vorgeben, was ich sowieso möchte (z.B. Dämmung Bodenplatte, Photovoltaik teilw. anrechenbar, Kontrollierte-Wohnraumlüftung....oder was es bei Dir eben ist, was auf jeden Fall dabei sein soll aus Komfortgründen.
Ich habe es gerade durch und bin daher de Meinung, dass Du bei Deiner Suche nach dem passenden Energieberater genau hinschauen sollst, denn auch da gibt es erhebliche Unterschiede.
Beginnen könntest z.B. auch einmal mit einem Beratungstermin der Verbraucherzentrale, ich war geradezu überrascht über deren Kompetenz selbst in Teilbereichen, wobei es auch Glück/Pech sein kann, bei wem man landet.
Ich würde auf jeden Fall einen nehmen, der alle Leistungen selbst ausführen kann also auch Wärmebrücken berechnen. Mein Eindruck war, dass manche Berater das eher rudimentär betreiben.
Wenn es dann einmal gerechnet ist kann er etwas "spielen" damit, ein bisschen weniger Dämmung hier dafür andere Fenster da etc.
Im Vordergrund stünde bei mir aber immer zuerst das, was ich sowieso haben möchte. Die Außenhaut, also der verwendete Stein ist auch ein nennenswerter Faktor in dieser Berechnung.
Bei Photovoltaik-Modulen ist es wie bei Autos....es gibt Alles, zunächst würde ich einmal den Elektriker fragen, was er anbietet. Sinn/Unsinn eines Speichers........never ending story. Auch das hängt zum Teil vom Leben der Bewohner ab, bei Kfw40Plus brauchst ja soweieso einen.
Generell würde ich nicht NUR die Berechnung sehen bei Alledem sondern auch das, was ich möchte so z.B. auch Speicher.
Sascha197729.12.20 22:56
Vielen Dank Euch für die schnellen Antworten. Wow, das ging schnell. Hilft wirklich sehr!

Resol-WDVS ist aber sehr teuer, oder?
nordanney29.12.20 23:27
Sascha1977 schrieb:

Resol-WDVS ist aber sehr teuer, oder?
Das ist relativ. Kannst damit „dünne“ Wände hinbekommen. Und dabei einen bombige Dämmung.
Bsp. Mein 60er Jahre Altbau braucht nur 12 cm Dämmung für KFW 55. Es spart mir eine Vergrößerung des Dachüberstanded. Ist in Summe damit günstiger als wenn ich normales Dämmmaterial nehme und gleichzeitig den Dachdecker beauftragen.
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