ᐅ Wie kann ich IKEA Metod Schränke individuell mit Farbe oder Folie gestalten?
Erstellt am: 05.05.21 09:12
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Ilir1Danke für die wertvollen Hinweise bisher! Ich tendiere zu einer Kombination aus Farbe und Folie, etwa einzelne Fronten lackieren und andere mit Folien in Kontrast setzen. Diesbezüglich würde mich interessieren, wie gut sich Folien bei Kantenschränken verarbeiten lassen. Ich stelle mir vor, dass die Kanten besonders herausfordernd sind, da sie ja oft nicht komplett glatt verlaufen und oft abgerundet sind. Sollte man die Folie hier schneiden oder überlappen? Wie sieht es mit dem Abrieb an diesen Stellen aus? Für die Farbschicht plane ich auf jeden Fall eine matte Oberfläche, habt ihr da Empfehlungen für geeignete Lackarten?
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Timmyse3605.05.21 12:44Ilir1 schrieb:
Ich tendiere zu einer Kombination aus Farbe und Folie, etwa einzelne Fronten lackieren und andere mit Folien in Kontrast setzen.Das klingt großartig. Bei den Kanten hab ich selbst Folien angewendet, und da braucht man wirklich eine scharfe Klinge und viel Geduld. Ich habe meist die Folie in kleinen Stücken um die Kanten gelegt und mit einem Heißluftfön vorsichtig fixiert. Überlappen geht auch, sieht aber schnell dick aus. Abrieb an Kanten kann bei ungenügender Haftung vorkommen – deshalb solltest du unbedingt auf qualitativ hochwertige, speziell für Möbel gedachte Folien setzen.
Zur Verarbeitung von Folien an Kanten: Professionelle Möbeltrainer empfehlen, über Kanten nur Folien mit hoher Elastizität und selbstklebender Rückseite zu verwenden. Nach dem Anbringen sollte die Fläche mit einem Heißluftfön auf ca. 50-60 Grad erwärmt und mit einer Rakel gut angedrückt werden, um eine maximale Verklebung zu erreichen. Überlappungen vermeiden, wenn möglich, da diese Fehlerstellen darstellen. Für matte Lackierungen eignen sich Acryllacke, die speziell für Holz und Kunststoffoberflächen ausgelegt sind, da sie abriebfest und UV-beständig sind.
Interessant, dass alle so stark auf Folien und Farben eingehen und die Oberflächenvorbereitung als den größten Faktor ansehen. Ehrlich gesagt halte ich Folien für eine ziemlich einschneidende Verschlechterung der Originaloptik – diese Klebefolien fühlen sich oft billig an und altern schlecht. Lackieren macht da fast mehr Sinn, aber dann sollte man vielleicht komplett neu überlegen, ob Metod nicht ohnehin neu gekauft wird? Für Individualität gibt’s heute deutlich kreativere Wendungen, etwa Echtholzfurniere oder sogar 3D-Folien! Warum nicht mal richtig ungewöhnlich werden?
theota schrieb:
Lackieren macht da fast mehr Sinn, aber dann sollte man vielleicht komplett neu überlegen, ob Metod nicht ohnehin neu gekauft wird?Das ist ein interessanter Punkt und ich sehe durchaus die Limitationen von Standard-Metod Fronten. Allerdings möchte ich nicht komplett neu kaufen, sondern habe eher Räume, in denen ich mit einem gewissen Budget und weniger Aufwand eine optische Veränderung erzielen will, ohne die gesamte Küche auszutauschen. Meine Intention ist also eher, dem Bestehenden mehr Charakter zu verleihen – gerade daher erscheint mir die Kombination von Farbe und Folien als ein guter Kompromiss. Echtholzfurniere oder aufwändigere Lösungen sind grundsätzlich schön, aber oft preislich und handwerklich anders gelagert.
Ich kann die Bedenken von theota gut verstehen, aber für mich zählt auch die Nachhaltigkeit: Statt komplett neu zu kaufen, finde ich das Gestalten durch Farbe oder Folien eine tolle Möglichkeit, um Ressourcen zu schonen. Gerade bei der Folienverarbeitung habe ich auch viel experimentiert. Mein Tipp: Bei gebogenen oder abgerundeten Kanten helfen sogenannte Dehnungsritzen in der Folie, die man vorsichtig einritzt, damit sich die Folie besser formt ohne Falten zu werfen. Und ja, hochwertiger Kleber ist entscheidend für die Haltbarkeit.
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