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Erstellt am: 25.06.20 19:07

saralina8703.07.20 11:37
pagoni2020 schrieb:

Das stimmt und genau das ist dann eben die Lebensentscheidung, die Jedem schwer fällt.
Als einer aus der Generation "Kinder aus dem Haus" kenne ich das und erlebe, dass die Kinder heutzutage meist schon aus beruflichen Gründen weit wegziehen, um ihren beruflichen Weg gehen zu können.
Das ist einerseits toll und viel besser als frühr aber zu "meiner Zeit" hat man Arbeit in der Nähe gesucht und wurde Handwerker, Angestellter etc., wohnte aber immer nah bei der Familie.
Das ist also immer Fluch und Segen gleichzeitig, wobei ich froh bin über die neugewonnen Möglichkeiten.
Genauso aber sehe ich auch wie Du das "Sterben" der klassischen Lebensformen und sozialen Bindungen durch diese Entwicklung.
Ich musste mir, wie Viele andere auch, gegen Widerstand erkämpfen in der D-Jugend in den Verein zu gehen (wie bekloppt war das denn?) . Unser Trainer (also derjenige, der uns damals brüllend mitteilte, in welche Richtung wir gerade rennen sollen) war Postbote und hatte nur ein Moped und wir fuhren mit der Bahn zum Spiel.
Das Gute daran war, dass wir gar nicht wussten,. dass es auch einmal anders sein könnte.
Ich kann noch so oft drüber nachdenken aber ich komme nie zum Ergebnis, was besser war.
Sollte auch keine Wertung enthalten.
Ich kann nur beschreiben wie ich die heutige Situation empfinde und bedauern, dass es "zuhause" keine Möglichkeiten gibt. Eine Ausnahme gibt es übrigens, die gab es bestimmt damals auch schon: Landwirte
Jean-Marc03.07.20 11:41
Fummelbrett! schrieb:

War das nicht schon immer so? Ich denke, das war früher doch ganz normal. Als meine Schwiegereltern Ende der 60er bauten, war klar dass gespart werden musste. Es war normal, vorab schon jeden Pfennig in einen Bausparer zu stecken.

Es war aber auch normal, dass ein Einkommen für den Familienunterhalt reichte. Es war normal, dass es Tarifhöhungen über Inflationsniveau gab. Es war normal, dass Guthabenzinsen von 6 oder 7 Prozent gezahlt wurden. Es war normal, dass Bauland spottbillig war, es war normal, dass nicht Unsummen für energetische Maßnahmen ausgegeben werden mussten, denn Heizen kostete nicht die Welt. Es war normal, sich als Familie von der Grunderwerbsteuer befreien zu lassen usw.
Viele der Einfamilienhäuser aus den 60ern haben große Grundstücke, viel Wohnfläche, Vollkeller, gemauerte Garage etc. Klar hat das auch schon damals was gekostet, aber versuch Dir mal heutzutage sowas als Durchschnittsverdiener in akzeptabler Lage zu leisten...
Heute gibt es Handtuchgärten, kaum noch Keller, oft nur ein Carport... und trotzdem ist sowas für immer mehr Familien nicht mehr erschwinglich bzw. muss man dafür schon sehr weit vom nächsten Oberzentrum weggehen.
Die Zeiten lassen sich nur schwer vergleichen, aber ich glaube schon, dass eine Normalverdienerfamilie mit 1,5 Gehältern beim Thema Wohneigentum in den 60ern besser dran war als heutzutage.
Oetti03.07.20 11:45
Fummelbrett! schrieb:

War das nicht schon immer so? Ich denke, das war früher doch ganz normal. Als meine Schwiegereltern Ende der 60er bauten, war klar dass gespart werden musste. Es war normal, vorab schon jeden Pfennig in einen Bausparer zu stecken. Es war normal, beim Hausbau nur das zu bauen, was auch bezahlbar war - bei meinen Schwiegereltern war es damals gar die Zentralheizung, die auf der Streichliste stand und nur durch eine Finanzspritze der Eltern realisierbar war. Der Außenbereich war bei Einzug noch lang nicht fertig. Im Wohnzimmer stand eine alte Couch aus der Verwandtschaft, die Schrankwand kam auch erst Jahre später. Die ersten Jahre nach Hausbau wurde nicht verreist, sondern wandern gegangen - jeder Pfennig wurde in die Abtragung des Kredits gesteckt. Das war damals doch ganz normal. Schulden waren eben unangenehm.

Es war auch in den 60ern nicht normal, dass nur gebaut wurde, was bezahlbar war. Mein Vater war zu dieser Zeit Filialleiter einer Privatbank udn erzählt gerne, dass auch damals bereits einige Finanzierungen auf Kante genäht waren. Da wurde dann die Witvenrente der Mutter mitreingerechnet oder darauf gehofft, dass auf Grund der Inflation die Gehälter ordentlich steigen und der Kredit einfach von alleine an Wert verliert oder was bei uns in der Gegend der Renner war: Grundstücke mit 50 Jahre Erbpacht von der katholischen Kirche bebauen, um sich die Grundstückskosten zu sparen.

Diejenigen, die sich mit Finanzen auskannten haben (zumindest ab den 1970ern) versucht Dalehen mit möglichst langer Zinsbindung zu abzuschließen und haben ihr übriges Geld in Bundesschatzbriefe investiert, die (je nach Kauf) eine höheren Zins gebracht haben als man für das Darlehen zahlen musste.
exto179103.07.20 11:47
Jean-Marc schrieb:

Es war aber auch normal, dass ein Einkommen für den Familienunterhalt reichte. Es war normal, dass es Tarifhöhungen über Inflationsniveau gab. Es war normal, dass Guthabenzinsen von 6 oder 7 Prozent gezahlt wurden. Es war normal, dass Bauland spottbillig war, es war normal, dass nicht Unsummen für energetische Maßnahmen ausgegeben werden mussten, denn Heizen kostete nicht die Welt. Es war normal, sich als Familie von der Grunderwerbsteuer befreien zu lassen usw.
Viele der Einfamilienhäuser aus den 60ern haben große Grundstücke, viel Wohnfläche, Vollkeller, gemauerte Garage etc. Klar hat das auch schon damals was gekostet, aber versuch Dir mal heutzutage sowas als Durchschnittsverdiener in akzeptabler Lage zu leisten...
Heute gibt es Handtuchgärten, kaum noch Keller, oft nur ein Carport... und trotzdem ist sowas für immer mehr Familien nicht mehr erschwinglich bzw. muss man dafür schon sehr weit vom nächsten Oberzentrum weggehen.
Die Zeiten lassen sich nur schwer vergleichen, aber ich glaube schon, dass eine Normalverdienerfamilie mit 1,5 Gehältern beim Thema Wohneigentum in den 60ern besser dran war als heutzutage.

Das würde ich tatsächlich komplett verneinen.

Hätten die Menschen früher so gelebt und den Lebensstandard gehabt, den wir jetzt haben, hätten die Menschen es sich früher genau so wenig leisten können und hätten noch mehr Verzicht beim Hausbau eingehen müssen.

Man muss schon Äpfel mit Äpfel vergleichen... Auch lagen damals die Bauzinsen bei 6-7%, da konnte man nicht einfach sagen: Scheiß auf das Eigenkapital, wir bauen jetzt einfach. Da musste schon viel früher gespart werden und ordentlich auf die Seite gelegt werden um am Kredit nicht letztlich zu "verrecken".

Damals stelle sich auch kein Gedanke ein Haus schlüsselfertig zu bauen.. allein schon die Situationen miteinander zu vergleichen ist gar unmöglich..

Glaube definitiv nicht, dass die Familie in den 60ern besser dran war, glaube sogar, dass diese Familie verglichen mit den Lebensstandards etc. deutlich deutlich schlechter dran war.

Wir geben uns halt heutzutage auch mit nichts zufrieden, deshalb kommt solch ein Gedanke auf.
Oetti03.07.20 11:49
Jean-Marc schrieb:

Die Zeiten lassen sich nur schwer vergleichen, aber ich glaube schon, dass eine Normalverdienerfamilie mit 1,5 Gehältern beim Thema Wohneigentum in den 60ern besser dran war als heutzutage.
In einem anderen Thread habe ich die Baukosten von den 60ern mit den Reallöhnen in Relation gesetzt. Ja, es war damals leichter, da die Baukosten deutlich niedriger waren. Aber: es hat sich der Lebensstandard auch massiv geändert. Deutlich wird das am Beispiel Kosten für Telkommunikation und Unterhaltung:

Was umfasste dieser Posten 1960 und wie hoch war er:
Evtl. 1 Telefonanschluss (damals noch nicht die Regel), 12 DM Grundgebühr.

Was umfasst dieser Posten 2020 und wie hoch ist er:
1 DSL-Anschluss, pro Person 1 Mobilfunkvertrag, Netflix/Amazon/Online-Abo, Gesamtkosten pro Familie irgendwas zwischen 100 bis 200 Euro.
pagoni202003.07.20 11:56
Oetti schrieb:

Es war auch in den 60ern nicht normal, dass nur gebaut wurde, was bezahlbar war. Mein Vater war zu dieser Zeit Filialleiter einer Privatbank udn erzählt gerne, dass auch damals bereits einige Finanzierungen auf Kante genäht waren. Da wurde dann die Witvenrente der Mutter mitreingerechnet oder darauf gehofft, dass auf Grund der Inflation die Gehälter ordentlich steigen und der Kredit einfach von alleine an Wert verliert oder was bei uns in der Gegend der Renner war: Grundstücke mit 50 Jahre Erbpacht von der katholischen Kirche bebauen, um sich die Grundstückskosten zu sparen.

Diejenigen, die sich mit Finanzen auskannten haben (zumindest ab den 1970ern) versucht Dalehen mit möglichst langer Zinsbindung zu abzuschließen und haben ihr übriges Geld in Bundesschatzbriefe investiert, die (je nach Kauf) eine höheren Zins gebracht haben als man für das Darlehen zahlen musste.
Da gebe ich Dir absolut Recht. Ich denke, dass in meiner Familie nach heutigen Gesichtspunkten zumindest Keiner hätte bauen können. Da war Alles auf Kante genäht und zwar NACH Selkbstkasteiung, 100%-verzicht und Familienhilfe.
Ich denke nur, dass die Motivation aber auch die Leidensbereitschaft eine Anmdere war, ohne dies bewerten oder heute selbst so leben zu wollen.
Man hat ja auch oft dort nicht alleine gelebt, sondern zur Mitfinanzierung noch Jemanden aufgenommen usw.
Dazu die noch deutlich spürbare Nachkriegszeit, Flüchtlingsströme, absolute Wohnungsnot und oft der verständliche Wunsch, das irgendwie wieder aufzubauen, was vorher zerstört wurde.
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