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ᐅ Welche Heizung im 200qm Neubau?


Erstellt am: 24.06.2019 22:26

ChaLeLa 24.06.2019 22:26
Liebe Forum-Mitglieder,

ich bin neu hier und habe mich ehrlich gesagt noch nicht durch alle bisherigen Forumsbeiträge gelesen, wahrscheinlich ist ein ähnlicher Beitrag schon online.

Wir sind eine Familie mit drei kleinen Kids und haben das Glück bei uns im Wohnort in der Nähe von Regensburg bauen zu dürfen. Wir haben bereits 2011 ein 145 qm kleines Häuschen im Toskanastil gebaut, doch leider passt es nicht mehr zu unseren Bedürfnissen so dass wir jetzt nochmals bauen werden. Unser jetziges Heim beheizen wir mit einer Grundwasser-Wärmepumpe inkl. Kühlung (die wir eher selten nutzen). Vom Heizergebnis sind wir im Großen und Ganzen zufrieden, auch wenn mir an kalten Wintertagen das wohlige "warme Füße Gefühl" fehlt, dass ich bei Bekannten mit Pellet- oder Gasheizung kenne. Was mich eher stört ist, dass unser Warmwasser relativ lange braucht und immer nur so heiß wird, dass ich immer noch die Hand darunter halten kann.

Wir liebäugeln mit einer Pellet-Heizung, müßen aber gestehen, dass wir uns mit dem Thema Heizung jetzt überhaupt noch nicht auseinandergesetzt haben - und in den letzten 8 Jahren ist sicher einiges passiert. Unsere Architektin hat eine Kompakt-Wärmepumpe mit zentraler Lüftung und Warmwasserspeicher vorgeschlagen, da dies wohl günstiger wäre als Pellet mit zentraler Lüftung. Bei der Wärmepumpe möchten wir jedoch keinenfalls eine Außenaufstellung. Eine Innenaufstellung wäre wohl möglich, hier haben wir aber Bedenken wegen der Lautstärke.

Ist denn eine zentrale Lüftungsanlage notwendig, bzw. überhaupt nötig? Momentan haben wir eine dezentrale Lüftungsanlage, was soweit gut passt, jedoch stören mich die Kunststoffabedeckungen innen, die mittlerweile vergilbt sind, sehr.

Was sind Eure Erfahrungen? Lüftung - ja/nein?
Heizung - Pellet oder Kompaktgerät oder was anderes?

Herzlichen Dank!
LG Stefanie

Lumpi_LE 24.06.2019 22:33
Ja gibt hier etliche Threads zu dem Thema.
Was der Architekt sagt macht nur im Passivhaus Sinn.
Warme Füße hat nichts mit der Heizung zu tun sondern wie schlecht das Haus gedämmt ist (umso schlechter umso wärmer)
Gas oder Wärmepumpe.

Niloa 25.06.2019 08:09
In modernen Häusern arbeiten Fußbodenheizungen mit niedrigen Vorlauftemperaturen, deshalb wirst du da egal mit welchem System nicht viel spüren. Außerdem ist zu warm von unten glaub ich gar nicht gesund.
Eine zentrale Wohnraum Lüftung finde ich sehr praktisch. Wir haben Gitter aus Edelstahl, da vergilbt auch nichts.

boxandroof 25.06.2019 10:24
Mein Favorit wäre eine Sole-Wärmepumpe mit Ringgrabenkollektor (etwas Eigenleistung) und BAFA-Förderung. Etwas besser als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und durch die Förderung nicht teurer. Dazu möglichst viel Photovoltaik auf das Dach. So hättest Du eine wirtschaftliche, nachhaltige und moderne Heizung. Durch Photovoltaik produzierst Du eigenen Strom der die Wärmepumpe (leicht) unterstützt und Du hast noch etwas Gewinn oben darauf.

Fußbodenheizung gut planen (Vorlauf Max 30°) und die Planung selber kontrollieren.

Lüftung von Heizung gedanklich und baulich trennen und für die Planung und Auswahl der Heizung am besten noch mit jemand anderem sprechen als mit Deiner Architektin.

Lüftung ist reiner Komfort und kostet. Im Einfamilienhaus ist eine zentrale Kontrollierte-Wohnraumlüftung sinnvoller als viele dezentrale Geräte. Bitte selber recherchieren ob Du eine Lüftungsanlage haben möchtest oder nicht.

Exotische Heizungen wie Pelletheizungen würde ich nur verbauen wenn, ich dazu passende exotische Gründe habe.

Falls die Firmen und Planer für die Heizung entweder nicht gut sind oder zu teuer oder beides, dann bietet sich eine Gasheizung statt einer Wärmepumpe an, weil diese Planungsfehler besser toleriert und i.d.R. auch günstig angeboten wird.

Snowy36 27.06.2019 06:53
boxandroof schrieb:

Mein Favorit wäre eine Sole-Wärmepumpe mit Ringgrabenkollektor (etwas Eigenleistung) und BAFA-Förderung. Etwas besser als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und durch die Förderung nicht teurer. Dazu möglichst viel Photovoltaik auf das Dach. So hättest Du eine wirtschaftliche, nachhaltige und moderne Heizung. Durch Photovoltaik produzierst Du eigenen Strom der die Wärmepumpe (leicht) unterstützt und Du hast noch etwas Gewinn oben darauf.

Fußbodenheizung gut planen (Vorlauf Max 30°) und die Planung selber kontrollieren.

Lüftung von Heizung gedanklich und baulich trennen und für die Planung und Auswahl der Heizung am besten noch mit jemand anderem sprechen als mit Deiner Architektin.

Lüftung ist reiner Komfort und kostet. Im Einfamilienhaus ist eine zentrale Kontrollierte-Wohnraumlüftung sinnvoller als viele dezentrale Geräte. Bitte selber recherchieren ob Du eine Lüftungsanlage haben möchtest oder nicht.

Exotische Heizungen wie Pelletheizungen würde ich nur verbauen wenn, ich dazu passende exotische Gründe habe.

Falls die Firmen und Planer für die Heizung entweder nicht gut sind oder zu teuer oder beides, dann bietet sich eine Gasheizung statt einer Wärmepumpe an, weil diese Planungsfehler besser toleriert und i.d.R. auch günstig angeboten wird.
Na ja aber dein Vorschlag ist ja schon eher der Mercedes unter den Lösungen ...
Alleine die Kosten einer Photovoltaik .... und die Eigenleistung beim Grabenkollektor finde ich auch mal nicht so ohne ....

Hätte es hier Gas gegeben hätten wir das genommen , immer noch das günstigste .

Haben ein wärme Pumpe mit Außenaufstellung , innen hatte ich Angst bezüglich Geräusche und außen ehrlich gesagt auch . Aber sie ist Invertergesteuert und wirklich Mega leise ... man darf halt nicht das billigste Split gerät nehmen ...

Heizung und Lüftung unbedingt trennen . Und ich tausche unsere Kontrollierte-Wohnraumlüftung gegen nichts mehr ein , beste Entscheidung .

boxandroof 27.06.2019 07:55
Snowy36 schrieb:

Na ja aber dein Vorschlag ist ja schon eher der Mercedes unter den Lösungen ...
Alleine die Kosten einer Photovoltaik ....
Mercedes meint hier wohl die Kosten. Nein sehe ich ganz anders. Photovoltaik trägt sich durch die Förderung finanzuell nicht nur selber, sondern es bleibt über die Zeit ein Gewinn von mehreren tausend Euro übrig. Eine Investition ist dafür natürlich nötig, aber eine bessere Geldanlage, selbst wenn kreditfinanziert, findet man aktuell kaum. Daher kann ich nicht nachvollziehen, warum die Kosten für Photovoltaik viele abschrecken oder überhaupt ein Thema sind.

Ich habe es selbst beim Bau verpennt und bekomme jetzt erst meine Photovoltaik auf das Dach. Groß, teuer und mit garantierter Rendite.
Snowy36 schrieb:

und die Eigenleistung beim Grabenkollektor finde ich auch mal nicht so ohne ....
Ja das dauert wohl einen Tag zusammen mit Helfern. Die größere Hürde dürfte das Einlesen und Planung des Themas sein. Durch Förderung ist das ganze aber auch nicht teurer als eine günstige Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Falls man als Bauherr zum Beispiel daran denkt, die Bude komplett selber zu streichen und zu spachteln um Geld zu sparen - und das planen ja so einige - dann spart man durch diesen einen Tag Eigenleistung mehr Geld und kann noch ein paar Wochen in den Urlaub fahren während der Maler im Haus ist. In dem Fall zählt das Argument Eigenleistung auch nicht.

Günstiger als das Angebot des Heizungsbauers wird es allemal wenn man die Wärmepumpe selber plant und kauft. Hexenwerk ist das auch nicht.

Ich selber habe auch nur eine kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne Innenteil. Tatsächlich läuft die durch gute Planung bei uns so gut, dass ein Ringgrabenkollektor nur unbedeutend besser wäre. Die Technik ist aber dennoch etwas schöner, nicht teurer und man benötigt mit Ringgrabenkollektor kein Außenteil was hier ja Thema war.
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