Welche Heizung im 200qm Neubau?

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B

Bookstar

Mal ernsthaft @Bookstar ,wie kommt man auf soviel Unsinn?
Das Gas von 50 auf 200 geht ist zwar auch etwas übertrieben aber sonst kann man da guckguck nur zustimmen.
Siehst du das frage ich mich bei euren Beitragen auch. Meine Argumente basieren auf Fakten, davor machen die PV Liebhaber gerne die Augen zu.

Fakt 1 Rendite und Risiko:
"Das DAX-Rendite-Dreieck „beweist, dass bei einem Anlagehorizont von 20 bis 30 Jahren die jährliche Rendite in der Vergangenheit zwischen sechs und neun Prozent lag. Kurz- und mittelfristige Kursschwankungen bei Aktien werden in diesen Zeiträumen kompensiert“.

Die politische Entwicklung ist an euch wohl aktuell auch vorbei gegangen, aber träumt nur von eurer so tollen Rendite die es nicht gibt.

Über lächerliche 12 Cent Einspeisevergütung bekommt ihr nicht einmal eine positive Rendite hin, da muss schon der Eigenverbrauch dazu. Und wenn der Strom wesentlich günstiger wird ist euere Berechnung falsch. Das garantiert euch auch niemand.

Dank WP Tarif zahle ich für den Strom wesentlich weniger als normal und das ohne mir so ein Ding auf das Dach zu klatschen mit allen Nachteilen.
 
ares83

ares83

Die Rentabilität einer PV-Anlage ist vollkommen losgelöst von der Strompreisentwicklung. Das habe ich hampshire schon entgegnet.
Lass uns kurz zum EV zurück. Wenn ich 2500kWh einspeise zu 10,5 Cent(Bei jetziger Beauftragung kann der schnellste die in 3-4 Monaten aufs Dach bekommen, dann sind wir wohl da) statt sie selber zu nutzen bezahle ich für diese 2500€ sagen wir mal 25Cent pro kWh. Dann würde ich diesen Strom doch lieber selber verbrauchen.Also kann ich mit EV meine Rendite erhöhen, und je höher der Strompreis steigt ist auch die Rendite. Oder wo ist der Denkfehler?
 
B

boxandroof

Das ist vollkommen richtig. Mehr EV erhöht die bereits hohe Rendite.

Du kannst aber nicht alles selber verbrauchen und PV ist auch ohne EV rentabel, ausschließlich mit EV jedoch nur unter untypischen Umständen. Den EV Anteil per Speicher zu erhöhen ist sicher sexy, aber gilt noch als sehr unwirtschaftlich.

Es ist natürlich unsinnig, dass man die Überproduktion im Sommer zu den selben Preisen verkaufen kann wie das wenige im Winter, ebenso beim Zukauf. Aber so ist es eben und genau das ist der Grund warum PV durch die Förderung profitabel ist.
 
hampshire

hampshire

Es ist eigentlich ganz simpel.
  1. Die Einspeisevergütung sinkt Monat für Monat. Es zählt das Anmeldedatum. Die 12 ct sind längst vergangen. Bei Anmeldung im Juli 2019 sind es noch 10,64ct bei einer Anlage <10kWp.
  2. Die Energiepreise steigen in Deutschland weiter an. Entsprechende Lektüre gibt es u.A. Vom BMWI. Mit einem Wärmepumpentarif liegt man derzeit bei 20-25ct, mit einem Normaltarif im Schnitt bei 29ct.
  3. Eine selbst produzierte und selbst verbrauchte Kilowattstunde ist lukrativer als eine selbst produzierte und eingespeiste Kilowattstunde.
  4. Einer simplen Logik zur Folge ist Eigenverbrauch lukrativer als Einspeisung - und das ist politisch auch so gewünscht.
  5. PV liefert Strom in Abhängiogkeit von der Sonneneinstrahlung (Gute konservative Einstrahlungswerte liefert die PVGIS - von der EU bereitgestellt.
  6. Der Stromverbrauch in einem Haushalt ist nicht linear. Weder über das Jahr, noch über einen Tag oder eine Stunde.
  7. Akkus Alls Energiespeicher dienen dazu den Eigenverbrauch zu optimieren indem sie die fehlende PV Leistung kurzfristig und über Nacht abfangen und kein Netzbezug nötig ist.
  8. PV Energie ist ökologisch sinnvoll wenn die Bauelemente ökologisch hergestellt sind - ROHS - zertifizierte Komponenten enthalten weder Blei, noch Cadmium und sind recyclingfähig. (Das sind längst nicht alle PV Module)
  9. Die Standard-PV Module wurden nie für den Dacheinsatz entwickelt. Sie werden in Reihe geschaltet und erzeugen sehr hohe Spannungen mit allen dazugehörenden Herausforderungen wie Brandschutz, Elektrosmog, Statik, die Beteiligung von 2 Gewerken bei allen Arbeiten / Reparaturen auf dem Dach...
Gründe für eine PV Anlage sind vielfältig:
  • Haltung zu Umweltfragen
  • Wunsch nach mehr Unabhängigkeit und Autarkie von Preisentwicklungen
  • Wirtschaftliche Vorteile
  • Sinnvolle Einbindung in ein Energiekonzept für das Haus
  • ...

Bei den Wirtschaftlichen Vorteilen zählen:
  • Einspeisevergütung
  • Reduzierung Netzbezug
  • Werterhalt / Wertsteigerung des Objektes (bei Standardmodulen fraglich)
  • ...

Bei den Bedenken / Entscheidung für das eine oder andere System zählen:
  • Gesundheit (Elektrosmog)
  • Recyclingfähigkeit
  • Lebensdauer
  • Amortisation
  • Wertveränderung des Objektes
  • Aufwand im Reparaturfall
  • Ästhetik des Objektes
  • Kenntnis des Eigenverbrauchsverhaltens (nicht nur Jahresverbrauch...)
Hier wird fast nur die Wirtschaftlichkeit diskutiert und dabei zu kurz gesprungen. Ich würde mir keine PV-Standard-Module auf das Dach legen, die übel aussehen, immer 2 Gewerke auf dem Dach bedeuten, ungesund hohe Spannungen erzeugen, eine Brandlasteintragung für das Haus bedeuten und bei einem Wiederverkauf den Wert des Hauses senken - Wer kauft schon in 15 Jahren eine mit abgeschriebenen hässlichen PV Modulen verunstaltete Bude?
Wir investieren in die Optik unseres Hauses, überlegen Farben, Formen und Materialien und klatschen dann hässliche Bretter aufs Dach - nur weil wir aus dem eingehämmerten Geiz-ist-Geil-Amortisationsdenken nicht herauskommen. Baut Häuser, die Euch gefallen und ein gesundes und gutes wohnen ermöglichen. Mit oder ohne PV.

Ab 2022 spricht kein Mensch mehr über „ob“ PV, sondern über „welche PV“ kommt auf das Haus. Dann greift die Niedrigenergiehaus-Verordnung.
 
ares83

ares83

Über lächerliche 12 Cent Einspeisevergütung bekommt ihr nicht einmal eine positive Rendite hin, da muss schon der Eigenverbrauch dazu.
Das stimmt so nicht. Selbst wenn man davon ausgeht das der WR nach 10 Jahren neu muss wären auch wir nur mit Einspeisung im positiven Bereich.Und wir haben, dank Zeltdach, mit unserer 2 Dachflächen Anlage mit 6,3kWp schon eine eher für EV gemachte Anlage.
 

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