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ᐅ Welche Förderungsart wählen? KfW, BAFA, Steuer?


Erstellt am: 16.03.23 14:56

LostWolf16.03.23 14:56
Ich stehe aktuell davor mich zu entscheiden, welche Förderung es für unser Projekt werden soll.

Kurz zum Projekt:
Kernsanierung eines Wohnhauses aus dem BJ `61
Hanglage
Dabei wird die vorhandene Garage (UG) abgerissen und an fast gleicher Stelle eine neue mit einem Wohnzimmer Anbau (EG) gebaut.
Da bis auf das Dach nichts an dem haus jemals saniert wurde, steht eine komplette Kernsanierung auf dem Plan.
[Eigenkapital: ~150k€; Kredit von den Eltern (0% Zins): ~100k€]

Folgende Tätigkeiten können wir selbst durchführen:
Entkernung
Elektroarbeiten
Wasserinstallation (nicht die Heizung)
Dämmung Dachsparren + Kellerdecke
Trockenbau
Bodenbeläge
Malerarbeiten
Evtl. Einbau Innentüren

Nun stellt sich die Frage, welcher der drei Fördermöglichkeiten am optimalsten passen.
-Wähle ich die KfW bekomme ich einen günstigen Kredit + Zuschuss.
Hier ist die Frage, ob ich es schaffe auf die 55EE zu kommen. Dann wäre ich hier bei einer max. Summe von 120k€.
Eigenleistung möglich
-Wähle ich die BAFA, muss ich das auf mehrere Jahre Aufteilen (je Jahr 60k€)
Laufe also Gefahr Däumchen zu drehen.
Eigenleistung möglich
-Zusätzlich zur BAFA (wohl nicht bei der KfW-Förderung, oder?) Förderung könnte ich Arbeiten die erledigt werden müssen, aber das 60k€ Budget erreicht ist, auch noch Steuerlich absetzen.
hier sind keine Eigenleistungen möglich
Steuerberater nötig? (Kosten..)

Habt ihr ein ähnliches Projekt und was würdet ihr wählen?
Mit der BAFA hätte ich wohl die Möglichkeit sogar auf 180k€ (3 Jahre) zu kommen, plus den Rest mit der Steuer, bei der KfW hätte ich aber einen günstigen Kredit möglich.
LostWolf21.03.23 14:37
Keiner hier, der mir einen Rat geben könnte?
leschaf21.03.23 22:04
Förderfähig sind denke ich nur:

Wasserinstallation (nicht die Heizung) -> nur wenn ihr auch eine neue Heizung einbaut
Dämmung Dachsparren + Kellerdecke
+ ggf Teile der Elektrik /Fußboden wenn Wärmepumpe + Fußbodenheizung geplant ist

Das sind dann auch gleichzeitig die Aspekte, die von der Steuererleichterung für energetische Sanierungen in Frage kommen. Der Rest ist nur über normale Handwerkerkosten (also afaik auch keine Materialkosten, wenn ihr es selbst macht) bis max 6000€ pro Jahr absetzbar.

Und: die 60, 120, 180k sind anrechenbare Kosten. Der Förderbetrag ist dann jeweils 15% davon (BAFA) oder 20% (Steuer) davon. Heizung je nachdem deutlich mehr.

Für 55EE braucht ihr natürlich deutlich mehr, bei BJ61 würde ich sagen, dass das sehr wahrscheinlich komplett unwirtschaftlich sein wird. Da kann es z.B. auch sein, dass die aktuelle Dachdämmung nicht ausreicht (ihr braucht U-Wert 0,14 insgesamt) und ihr das auch nochmal aufbohren müsstet. Dazu Fassadendämmung, Fenster usw.

Wir haben für unser Projekt (Sanierung über Jahreswechsel 22/23 hinweg, Anträge in 2 Jahren gestellt):
BEG EM Gebäudehülle BAFA 60k - Dach neu -> 20%
BEG EM Heizung BAFA 120k - werden wir nicht komplett ausnutzen, aber mehr als 60k wirds kosten -> 35%
Neue Fenster, Kellerdecke machen wir dann über Steuer. -> 20% -> BAFA wären dieses Jahr nur noch 15%
Rohbauer ggf anteilig über Handwerkerkosten
ypg21.03.23 22:47
LostWolf schrieb:

Wähle ich die KfW bekomme ich einen günstigen Kredit + Zuschuss.
Hier ist die Frage, ob ich es schaffe auf die 55EE zu kommen. Dann wäre ich hier bei einer max. Summe von 120k€.
Ich lese das hier öfter… so lang es kfw gibt:
Du bekommst keine 120000€
Du kannst 120000€ über die kfw finanzieren, günstigere Zinsen darauf und dann gibt es einen Tilgungszuschuss max 15%. Das sind 18000€
LostWolf22.03.23 07:09

Ich war bereits bei einem Energieberater (der bei meinem Architekten mit angestellt ist).
Leider möchte dieser zuerst wissen für welche Förderungsart ich mich entscheide, bevor er etwas rechnet.

Auf meine Frage auf welchen KfW Standard ich kommen würde, falls ich alle Maßnahmen nach Mindeststandard der BAFA durchführe, hatte er gemeint das dies schon auch ungefähr KfW55 entsprechen würde.
Stimmt das so überhaupt?
LostWolf22.03.23 07:12
ypg schrieb:

Ich lese das hier öfter… so lang es kfw gibt:
Du bekommst keine 120000€
Du kannst 120000€ über die kfw finanzieren, günstigere Zinsen darauf und dann gibt es einen Tilgungszuschuss max 15%. Das sind 18000€

Natürlich bekomme ich keine 120k€.
Aber einen günstigen Kredit + Tilgungszuschuss.
Wenn ich das so überschlage, könnte ich mit weniger Zinsbelastung schon alleine besser kommen als mit der BAFA + Steuerlösung.
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