ᐅ Was beachten bei Finanzierung, Schenkung Immobilie Elternhaus?
Erstellt am: 25.04.22 13:36
Alibert8727.04.22 14:56
11ant schrieb:
Also, Ihr wollt selbst nicht dort einziehen, und die Eltern beabsichtigen auch ihr Dortwohnenbleiben nicht zu ändern - wozu dann jetzt der Eigentumsübergang ?mögliche Erbschaftssteuer sparen (jede 10
Jahre Freibetrag) und „Enteignung“ durch einen möglichen Pflegefall des Hauses
karl.jonas27.04.22 20:32
Alibert87 schrieb:
„Enteignung“ durch einen möglichen Pflegefall des HausesKönnte man dazu auch sagen, ihr wollt Gewinne privatisieren und Kosten sozialisieren?Araknis28.04.22 08:28
Hart ausgedrückt, aber so ist es wohl. Die Realität sieht eben so aus, dass sich niemand hinstellt und sagt "hey Staat, klar, nimm mein Haus, ich zahle liebend gerne alles selbst, nachdem jahrelang in die Versicherung eingezahlt wurde".
Tigerlily28.04.22 17:22
Araknis schrieb:
Hart ausgedrückt, aber so ist es wohl. Die Realität sieht eben so aus, dass sich niemand hinstellt und sagt "hey Staat, klar, nimm mein Haus, ich zahle liebend gerne alles selbst, nachdem jahrelang in die Versicherung eingezahlt wurde".Stimmt nicht, bei uns in der Familie zahlt der Staat nur die Zuschüsse lt. Pflegestufe, der Rest wird durch Rente und aus dem Privatvermögen bestritten. Falls das nicht ausreicht, müssen die Kinder zahlen, das finde ich ok, obwohl wir ggf. auch noch betroffen sein könnten, je nachdem, wie lange die Zeit im Heim noch dauert.
Es gibt ja Freibeträge, so dass niemand sein eigenes Haus verpfänden muss oder sich keinen Urlaub mehr leisten kann, darüber hinaus kann man für die Eltern einstehen.
Auf das Haus der Eltern als Einem zustehendes Erbe zu spekulieren und die Pflegekosten der Allgemeinheit zu überlassen finde ich asozial.
Haben die jetzt Pflegebedürftigen schon Pflegeversicherungsbeiträge geleistet?
Im übrigen decken die aktuellen Beiträge nie im Leben die Heimkosten. Ich weiß grad nicht, wieviel das monatlich ist, aber der Betrag ist niedrig (egal ob mit oder ohne Kinder).
Früher wurde die Pflege klassischerweise durch die Tochter/ Schwiegertochter übernommen, dafür bekam die Familie dann das Haus des Pflegebedürftigen überschrieben.
Heute sind die meisten berufstätig, damit kann man ja eigenes Vermögen aufbauen.
Als Eltern würde ich mich ehrlich gesagt bedanken, wenn ich im besten Alter meine selbstbewohnte Immobilie meinen Kindern übertragen müsste (Nießbrauch hin oder her), nur damit ich 20 Jahre später im Pflegeheim dann auf Sozialleistungen angewiesen bin. Die meisten Senioren regeln Ihre Vermögensangelegenheiten doch gerne selber; ich finde es schon schwierig, wenn sie es dann nicht mehr so gut können mit Ü80 da mitzumischen ohne taktlos zu sein.
Alibert8703.05.22 11:34
karl.jonas schrieb:
Könnte man dazu auch sagen, ihr wollt Gewinne privatisieren und Kosten sozialisieren?Für uns steht außer Frage, dass wenn der Pflegefall bei meinen Eltern eintreffen sollte, dass wir es finanziell unterstützen werden.
Alibert8703.05.22 11:36
Tigerlily schrieb:
Als Eltern würde ich mich ehrlich gesagt bedanken, wenn ich im besten Alter meine selbstbewohnte Immobilie meinen Kindern übertragen müsste (Nießbrauch hin oder her), nur damit ich 20 Jahre später im Pflegeheim dann auf Sozialleistungen angewiesen bin. Die meisten Senioren regeln Ihre Vermögensangelegenheiten doch gerne selber; ich finde es schon schwierig, wenn sie es dann nicht mehr so gut können mit Ü80 da mitzumischen ohne taktlos zu sein.Meine Eltern haben das Thema eigenständig angesprochen und wollen es so