Hallo zusammen,
wir besitzen seit ein paar Jahren ein klassisches Zweifamilienhaus aus den Siebzigern (große Wohnung im EG, kleinere Einliegerwohnung im OG), welches wir derzeit zu einem Einfamilienhaus umbauen. Bis vor einem Jahr haben wir nur die untere Wohnung bewohnt, die Einliegerwohnung im OG war Leerstand. Im vergangenen Jahr haben wir mit der Zusammenlegung begonnen und beide Wohnungen durch ein Einbau einer neuen Treppen und einem großen Durchbruch im Innenbereich miteinander verbunden.
Nun wollen wir schrittweise (aber dennoch zügig innerhalb von 1-2 Jahren) erst die obere Fläche und später dann die untere Fläche so umgestalten, dass wir das Objekt auch als Einfamilienhaus nutzen können (aktuell schwierig, da 2 unabhängige Wohnungen auch 2x Wohnzimmer, 2x Küche haben, etc.). Auch eine energetische Sanierung wird im Zuge des Umbaus mit umgesetzt – soll aber hier nicht den Fokus bilden. Mir geht es um eine sinnvolle Grundrissoptimierung. Ziel ist dabei, keine Kernsanierung durchzuführen, dennoch planen wir auch viele größere Maßnahmen ein (so viel wie eben nötig ist, um unsere wesentlichen Wünsche zu erfüllen).
Aufgrund der uns zur Verfügung stehenden großen Fläche inkl. Anbau (ca. 250 m²) ist eine sinnvolle Aufteilung gar nicht so einfach. Dazu kommt, dass uns durch die bestehende Kubatur und dem Vorhandensein von wesentlichen Elementen (z.B. der Treppen) auch gewisse Grenzen in der Gestaltung gesetzt werden. Nach vielen Entwürfen und Planspielen, habe ich nun eine Version, die ich hier zur Diskussion stellen möchte. Die Fragen versuche ich so weit es geht für einen Umbau zu beantworten. Den Kellergrundriss habe ich mir mal geklemmt, da ich die Befürchtung habe, es wird eh schon unübersichtlich genug.
Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks – 750 m²
Geschossigkeit – 1,5 geschossig
Dachform – Satteldach
Anforderungen der Bauherren
Keller, Geschosse: Keller, EG und OG
Anzahl der Personen, Alter: 3 (bald 4), 37,34,2,0
Büro: regelmäßig Homeoffice durch 1 Person
Schlafgäste pro Jahr: kaum, ggf. durch die Kinder später mal mehr
offene oder geschlossene Architektur: offen
offene Küche, Kochinsel: ja ist gewünscht
Anzahl Essplätze: 6-8
Kamin: nicht vorhanden, nur wenn dieser irgendwo sinnvoll passt
Balkon, Dachterrasse: Nein, ggf. im Zuge der Gaube realisierbar, aber nicht zwingend
Garage, Carport: 2 Garagen sind vorhanden, integriert im Keller
Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: viel Eigenleistung, stellenweise mit Architekt und mit Energieberater diskutiert
Was gefällt besonders? Großer, offener Wohn-/Essbereich mit Kochinsel, große Fensterfronten zur Terrasse, abgetrennter Elternbereich im EG
Was gefällt nicht? Aufteilung der Kinderzimmer im OG etwas verwinkelt (bedingt durch Dachstützen im Mauerwerk), Waschküche im Keller (lange Wege), keine Speisekammer (sind aber bisher auch ohne klar gekommen), Kellerzugang befindet sich im Wohn-/Essraum
Persönliches Preislimit für Umbau, inkl. Ausstattung: 300.000€ (inkl. energetischer Sanierung)
Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
-könnt Ihr verzichten: Gaube, Ankleide
Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist? ZB
Während die Kleinen noch im Kleinkindalter sind, werden wir vermutlich im OG im geplanten Büro/Gästezimmer unser Schlafzimmer errichten. Mittelfristig möchten wir unten schlafen und die Kids oben. Langfristig bietet das die Option, dass wir im fortgeschrittenen Alter wenn die Kinder raus sind, nur das EG bewohnen werden.
Ich füge mal die bestehenden Grundrisse, die Version mit den Änderungen sowie die finale Version bei. Falls etwas fehlt, bitte melden.
wir besitzen seit ein paar Jahren ein klassisches Zweifamilienhaus aus den Siebzigern (große Wohnung im EG, kleinere Einliegerwohnung im OG), welches wir derzeit zu einem Einfamilienhaus umbauen. Bis vor einem Jahr haben wir nur die untere Wohnung bewohnt, die Einliegerwohnung im OG war Leerstand. Im vergangenen Jahr haben wir mit der Zusammenlegung begonnen und beide Wohnungen durch ein Einbau einer neuen Treppen und einem großen Durchbruch im Innenbereich miteinander verbunden.
Nun wollen wir schrittweise (aber dennoch zügig innerhalb von 1-2 Jahren) erst die obere Fläche und später dann die untere Fläche so umgestalten, dass wir das Objekt auch als Einfamilienhaus nutzen können (aktuell schwierig, da 2 unabhängige Wohnungen auch 2x Wohnzimmer, 2x Küche haben, etc.). Auch eine energetische Sanierung wird im Zuge des Umbaus mit umgesetzt – soll aber hier nicht den Fokus bilden. Mir geht es um eine sinnvolle Grundrissoptimierung. Ziel ist dabei, keine Kernsanierung durchzuführen, dennoch planen wir auch viele größere Maßnahmen ein (so viel wie eben nötig ist, um unsere wesentlichen Wünsche zu erfüllen).
Aufgrund der uns zur Verfügung stehenden großen Fläche inkl. Anbau (ca. 250 m²) ist eine sinnvolle Aufteilung gar nicht so einfach. Dazu kommt, dass uns durch die bestehende Kubatur und dem Vorhandensein von wesentlichen Elementen (z.B. der Treppen) auch gewisse Grenzen in der Gestaltung gesetzt werden. Nach vielen Entwürfen und Planspielen, habe ich nun eine Version, die ich hier zur Diskussion stellen möchte. Die Fragen versuche ich so weit es geht für einen Umbau zu beantworten. Den Kellergrundriss habe ich mir mal geklemmt, da ich die Befürchtung habe, es wird eh schon unübersichtlich genug.
Bebauungsplan/Einschränkungen
Größe des Grundstücks – 750 m²
Geschossigkeit – 1,5 geschossig
Dachform – Satteldach
Anforderungen der Bauherren
Keller, Geschosse: Keller, EG und OG
Anzahl der Personen, Alter: 3 (bald 4), 37,34,2,0
Büro: regelmäßig Homeoffice durch 1 Person
Schlafgäste pro Jahr: kaum, ggf. durch die Kinder später mal mehr
offene oder geschlossene Architektur: offen
offene Küche, Kochinsel: ja ist gewünscht
Anzahl Essplätze: 6-8
Kamin: nicht vorhanden, nur wenn dieser irgendwo sinnvoll passt
Balkon, Dachterrasse: Nein, ggf. im Zuge der Gaube realisierbar, aber nicht zwingend
Garage, Carport: 2 Garagen sind vorhanden, integriert im Keller
Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: viel Eigenleistung, stellenweise mit Architekt und mit Energieberater diskutiert
Was gefällt besonders? Großer, offener Wohn-/Essbereich mit Kochinsel, große Fensterfronten zur Terrasse, abgetrennter Elternbereich im EG
Was gefällt nicht? Aufteilung der Kinderzimmer im OG etwas verwinkelt (bedingt durch Dachstützen im Mauerwerk), Waschküche im Keller (lange Wege), keine Speisekammer (sind aber bisher auch ohne klar gekommen), Kellerzugang befindet sich im Wohn-/Essraum
Persönliches Preislimit für Umbau, inkl. Ausstattung: 300.000€ (inkl. energetischer Sanierung)
Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
-könnt Ihr verzichten: Gaube, Ankleide
Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist? ZB
Während die Kleinen noch im Kleinkindalter sind, werden wir vermutlich im OG im geplanten Büro/Gästezimmer unser Schlafzimmer errichten. Mittelfristig möchten wir unten schlafen und die Kids oben. Langfristig bietet das die Option, dass wir im fortgeschrittenen Alter wenn die Kinder raus sind, nur das EG bewohnen werden.
Ich füge mal die bestehenden Grundrisse, die Version mit den Änderungen sowie die finale Version bei. Falls etwas fehlt, bitte melden.
S
stunningsteve12.07.21 21:52ypg schrieb:
Ich würde solch eine massive Umwandlung mit einem Architekten planen. Was ist, wenn er viel bessere Möglichkeiten sieht, als für einen Laien ersichtlich sind? Man weiß ja gar nicht, ob viel bessere Entwürfe herauskommen , als scheinbar möglich ist. Vielleicht sagt er: alles darin kann an Wänden weg, nur die eine nicht.
Und ihr plant jetzt genau die eine Wand weg und hängt an anderen Wänden, obwohl man alles so richtig gut machen kann..Werden schon durch einen Architekten "betreut" 😉 der uns begleitet. So stammen Ideen davon aus seiner Feder, wie auch aus unserer. Da wir dieses Projekt nach und nach gestalten, gibt es immer mal wieder Phasen - wie jetzt z.B. - in der wir uns intensiver mit der Gestaltung auseinandersetzen und uns auch mal die Meinung von Dritten - wie hier z.B. einholen.
S
stunningsteve12.07.21 21:57Myrna_Loy schrieb:
Und das sprachlos bezieht sich auf die wegzunehmenden Wände. Innen und außen. Da reichen ein paar Stahlträger nicht, um die Lasten aufzufangen. Der erste Schritt vor Grundrissspielereien ist die Beauftragung des Statikers.Wie gesagt, die Variante ist mit unserem Architekten bereits diskutiert, hat gesagt, dass die Vorstellungen grundsätzlich möglich sind aus seiner Sicht. Beauftragung des Statikers läuft auch über den Architekten, würden wir in Auftrag geben, wenn einigermaßen klar ist, wohin die Reise gehen soll.S
stunningsteve12.07.21 22:07ypg schrieb:
Mich macht er nicht sprachlos - das ist nun mal so wie es ist, das Bestandshaus. Mir scheint es, ein recht modernes altes Haus?!
Ich würde die Küche etwas einkürzen und dahinter eine Backupküche machen, also eine Riesenspeis 😀Die Idee mit der Speisekammer hinter der Küche hatte ich auch schon, allerdings wusste ich bis eben nicht, was eine Backup-Küche ist. Finde die Idee aber Klasse, so dass ich aktuell überlege, die Speisekammer wieder aufleben zu lassen.
ypg schrieb:
Mann könnte natürlich Küche und Ess dort, wo ihr WZ plant, dann den anderen Teil nicht planhorizontal, sondern planvertikal teilen, planlinks dann Schlafzimmer-Bereich und ein kleineres Wz dort, wo jetzt der Esstisch steht, aber ihr habt bestimmt schon alle Versionen durchgespielt und wisst, welche Vorteile ihr jetzt von diesem habt?Ja, die Variante haben wir auch durchgespielt. Das Wohnzimmer wäre mit ca. 16m² jedoch relativ klein, man hätte einen riesigen Eltern-/Schlafzimmer-Bereich mit 48 m² bekommen und mit der heutigen Küche wäre ein Raum über, für den man sich wieder etwas überlegen müsste.
stunningsteve schrieb:
Die Idee mit der Speisekammer hinter der Küche hatte ich auch schon, allerdings wusste ich bis eben nicht, was eine Backup-Küche ist. Finde die Idee aber Klasse, so dass ich aktuell überlege, die Speisekammer wieder aufleben zu lassen.Ich würde dann planunten überhaupt keinen Wandstummel setzen. Ggf eine Schiebetür ohne Zarge. Aber da weiß der Architekt wohl, wie dieses in Eurem Stil umgesetzt wird.S
stunningsteve12.07.21 22:18ypg schrieb:
Kannst Du bitte den Stützpfeiler mal einzeichnen da oben? Da müsste sich dennoch etwas mehr herausholen lassen.Hab die Stützpfeiler mal in Orange markiert. Sorgen macht nur der eine, weshalb die Wand nicht verschoben werden kann und weshalb keine bessere Aufteilung der Räume möglich ist. Siehe Foto.
Ähnliche Themen