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ᐅ Überlegung: Gute Wärmequelle ODER geringer Heizbedarf


Erstellt am: 11.02.15 10:24

jx7 11.02.15 10:24
Hallo allerseits!
Wäre Folgendes eine sinnvolle Überlegung:
Wenn ich in Erdwärme (Tiefenbohrung oder bodennahe Geothermie) investiere, brauche ich nicht unbedingt KFW-55-Standard, dann genügt evtl. sogar KfW-100, weil ich eben sehr effizient und kostengünstig an Wärmeenergie rankomme und das Einsparpotenzial durch bessere Dämmung etc. gar nicht mehr so groß ist.
Wenn ich in KfW-55 investiere, brauche ich keine Erdwärme, weil ich eh nur wenig Wärmeenergie brauche und dafür auch Wärmequellen nutzen kann, die im Betrieb eher ineffizienter bzw. eher teurer sind (Gastherme mit Solarthermie oder Luft-Wasser-Wärmepumpe).
Also kurz gesagt: Entweder für eine gute Wärmequelle sorgen oder für geringen Heizbedarf sorgen. (Das Einsparpotenzial bei Kombination von beidem ist eher gering.)
Beste Grüße
jx7

Bauexperte 11.02.15 11:07
Hallo,
jx7 schrieb:

Das Einsparpotenzial bei Kombination von beidem ist eher gering.)
Das kommt immer auf den jeweiligen Standpunkt an. Für mich sind beide Varianten jenseits von Amortisation angesiedelt; deshalb würde ich immer den wirtschaftlich sinnvollen Weg wählen.

Grüße, Bauexperte

jx7 11.02.15 11:30
Dann so gesagt: Beide Maßnahmen einzeln sind wirtschaftlich schon evtl. fraglich, die Kombination beider Maßnahmen dann umso mehr, weil das Einsparpotenzial noch geringer wird und die Amortisation somit noch fraglicher. Aber klar: Hängt im Detail immer vom Einzelfall ab (Klima, Hausgröße, Heizverhalten, Bodenbeschaffenheit, Dachausrichtung,...)

Bauexperte 11.02.15 11:52
Hallo,
jx7 schrieb:
Dann so gesagt: Beide Maßnahmen einzeln sind wirtschaftlich schon evtl. fraglich, die Kombination beider Maßnahmen dann umso mehr, weil das Einsparpotenzial noch geringer wird und die Amortisation somit noch fraglicher. Aber klar: Hängt im Detail immer vom Einzelfall ab (Klima, Hausgröße, Heizverhalten, Bodenbeschaffenheit, Dachausrichtung,...)
Das muß irgendwie so ein Männerding sein ...

Ganz nüchtern betrachtet, amortisiert sich ein Hausbau nie. Die ersten Jahre hast Du Ruhe; Rücklagen für den worste case müssen dennoch gebildet werden; der Garten wird kultiviert. Ab round about 12 Jahren beginnen die ersten Ersetzungen der - dann auch - veralteten Technik, Vorlauftemperatur. neue Innentüren, Fliesen, Teppich etc. Was sich kein Jungbauer vorstellen kann, wird in der Folge zunehmend realistischer: nämlich, daß - wenn der Nachwuchs das Nest verlassen hat - das Eigenheim auf einmal groß und leer erscheint. nicht selten wird dann wieder alles auf Anfang gestellt und das Projekt Hausbau beginnt von Neuem.

Wenn Du also auf der Suche nach Amortisation bist, verzichte auf den Hausbau und bleibe Mieter. Schont auch das Nervenkostüm und das Nest kann leichter gewechselt werden, wenn böse Nachbarn zum Ausblick gehören.

Grüße, Bauexperte

Cascada 12.02.15 10:16
Na Bauexperte - du hast sicherlich mit dem Hausbau als solches Recht - aber die Frage von jx7 versteh ich schon.
Der Sprung von Kfw70 zum echten Passivhaus z.B. ist finanziell riesig - dafür spielt der Wärme-/Warmwassererzeuger eine eher untergeordnete Rolle. Vielleicht doch ein KFW70-Haus mit einer teureren Sole-Wärmepumpe? Deutlich niedrigerer Investment beim Haus und dafür etwas mehr beim Wärmeerzeuger? Und dies dann auf die Jahre gerechnet... - unter Berücksichtigung solcher Faktoren wie Klimaregion, Hausgröße, Bewohner usw....

Bauexperte 12.02.15 10:25
Hallo,
Cascada schrieb:

... aber die Frage von jx7 versteh ich schon ....
Ich wollte mit meiner Antwort verdeutlichen, daß es eine Amortisation im Neubau nicht geben kann. Wie viel "mehr" über dem "Erforderlichen" / "Wirtschaftlichem" oder auch Anteil an "grünem Gewissen" muß ein jeder für sich selbst und anhand seiner Präferenzen/Budget entscheiden 😉

Grüße, Bauexperte
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