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ᐅ Schenkung von Freund - Rückforderungsrecht


Erstellt am: 10.09.20 07:41

RomeoZwo11.09.20 10:19
Musketier schrieb:

Wir haben auch schon Verträge an Notare gegeben, die von Anwälten und Steuerberatern ausgearbeitet waren und der Notar nur noch vorlesen und beurkunden mußte. Notargebühr 20T€.
Haben die sicherlich nicht jeden Tag, aber bei dem Aufwand-Nutzen-Verhältnis wäre das Geld drucken aufwändiger gewesen.

Damit hat die mir privat bekannte Notarin immer am meisten Ärger - weil oft diese "ausgearbeiteten" Verträge im Notarrecht so nicht umsetzbar sind und die Erklärungen an die Mandanten "warum es so nicht geht" sehr mühsam sind.
Das die Mandanten noch Geld gespart hätten, wenn die Verträge gleich der Notar ausarbeitet spielt in der Liga aber meist keine Rolle. Außer vielleicht bei Scheidungsvereinbarungen, aber da will man ja lieber auf "seinen" Anwalt hören als auf den eher neutralen Notar.
RomeoZwo11.09.20 10:26
nordanney schrieb:

Plus Sonstige Tätigkeiten, Porto etc. und schwupps sind es 350€
Von denen der Notar dann (zumindest in Bayern) 50% direkt an die Notarkasse abliefert. Von den restlichen 50% werden Kanzlei und Angestellte bezahlt und seine "Arbeitszeit" beim Vorlesen (immerhin sind Notare Topjuristen, die als Anwalt sicher einen Stundensatz >250€ hätten).

Nicht falsch verstehen - auch aus meiner Erfahrung sind Notare mehr als ausreichend bezahlt - aber als "Gelddrucken" würde ich es nicht bezeichnen, insbesondere bei Notaren auf dem Land wo die Grundstückswerte oft viel niedriger sind.
Man muss halt auch vergleichen, was würde ein Jurist mit gleichem (Top-) Examen in der Wirtschaft bei einer Großkanzlei bekommen und da sind die Gehälter eben noch höher (Partner > 1Mio/Jahr).
nordanney11.09.20 10:44
RomeoZwo schrieb:

Man muss halt auch vergleichen, was würde ein Jurist mit gleichem (Top-) Examen in der Wirtschaft bei einer Großkanzlei bekommen und da sind die Gehälter eben noch höher (Partner > 1Mio/Jahr).
LOL - die meisten Juristen in der Wirtschaft werden bei Weitem nicht so bezahlt, wie es der Notar in seiner Kanzlei hinbekommt. Die Top-Juristen und Partner schon. Das sind aber auch nur wenige % aller Juristen. Ich brauche nur mal unsere eigenen Juristen anschauen, die eher zwischen 80 und 120 T€ brutto verdienen und dafür aber nicht nur deutsches Recht, sondern z.T. auch ausländisches Immobilienrecht vorhalten müssen.

Kurzer Zeitungsartikel (aus 2019)
... wenn man es mit dem anderen Ende der Gehaltstabelle vergleicht: Notaren, den von jeher bestbezahlten Freiberuflern der Republik. Im Durchschnitt kommen sie auf ein Jahresinkommen von 356.000 Euro...Notare, die einzig diesen Beruf ausüben, kommen sogar auf ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 475.000 Euro.
Wie exorbitant viel Notare in Deutschland verdienen, belegt der Vergleich mit dem allgemeinen Durchschnitt. So geben nur 0,2 Prozent aller Steuerpflichtigen im Land ein Jahreseinkommen von mehr als 375.000 Euro an. Der Durchschnitt der 1700 hauptberuflichen Notare im Lande gehört somit zu den bestverdienenden 100.000 Personen im Land.

Noch Fragen? Zahlen sind vom Bundesamt für Statistik.
RomeoZwo11.09.20 11:29
nordanney schrieb:

Die Top-Juristen und Partner schon. Das sind aber auch nur wenige % aller Juristen. Ich brauche nur mal unsere eigenen Juristen anschauen, die eher zwischen 80 und 120 T€ brutto verdienen und dafür aber nicht nur deutsches Recht, sondern z.T. auch ausländisches Immobilienrecht vorhalten müssen.

Das stimmt, und ich weiß auch, dass es in anderen Bundesländern anders ist als in Bayern. In Bayern können aber nur die besten 3-5 eines Examensjahrgangs Notar werden. Platz 5-15 (circa) ist dann den Richtern vorbehalten. Bei 1445 bestandenen 2. Staatsexamen (Quelle: Jahresbericht Bayrisches Staatsministerium der Justiz) sind die Notare also die Top 0,3% aller Juristen in Bayern - daher finde ich den Vergleich mit den Partnern einer Großkanzlei nicht so falsch.
nordanney11.09.20 11:36
RomeoZwo schrieb:

Das stimmt, und ich weiß auch, dass es in anderen Bundesländern anders ist als in Bayern. In Bayern können aber nur die besten 3-5 eines Examensjahrgangs Notar werden. Platz 5-15 (circa) ist dann den Richtern vorbehalten. Bei 1445 bestandenen 2. Staatsexamen (Quelle: Jahresbericht Bayrisches Staatsministerium der Justiz) sind die Notare also die Top 0,3% aller Juristen in Bayern - daher finde ich den Vergleich mit den Partnern einer Großkanzlei nicht so falsch.
Ist in allen Bundesländern mehr oder weniger identisch mit sehr hohen Anforderungen. Notar wird man ja auch nicht, sondern wird bestellt, sofern es der Befriedigung des Bedarfs dient. Sterben nicht genug Notare weg oder gehen in Ruhestand, gibt es auch keine Chancen für den Nachwuchs.
RomeoZwo11.09.20 11:45
nordanney schrieb:

So geben nur 0,2 Prozent aller Steuerpflichtigen im Land ein Jahreseinkommen von mehr als 375.000 Euro an. Der Durchschnitt der 1700 hauptberuflichen Notare ...

1700 bezogen auf die Anzahl der ca. 223.000 in Deutschland (Quelle LTO, Stand 2011) bedeutet, dass es sich bei den Notaren um ca. 0,7% der Juristen handelt.
Wenn man davon ausgeht, dass es sich bei den 0,2% Freiberufler weitgehend um Akademiker handelt (also ca. 30% der Bevölkerung) ist die statistische Wahrscheinlichkeit als Notar unter den Juristen zu den 0,2% der Topverdiener zu gehören als ungefähr gleich groß wie bei allen anderen Akademikern (0,66%) auch.
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