ᐅ Schallschutz DIN 4109-1 bei Reihenmittelhaus ausreichend?
Erstellt am: 30.12.21 14:51
Twist2130.12.21 14:51
Hallo zusammen,
ich überlege mir in einem Neubaugebiet ein Reihenmittelhaus zu kaufen. In der Baubeschreibung unter der Rubrik Schallschutz wird erläutert, dass nur die baurechtlichen Mindestanforderungen nach DIN 4109-1 erfüllt werden. Zudem wird laut Baubeschreibung und somt laut Bauträger schriftlich ausgesagt, dass der Schallschutz gem. 4109-1 deutlich hinter einem hohen Schallschutz liegt, der üblicherweise bei Reihenhäusern oder Doppelhäusern zu erwarten wäre und man Geräusche von anderen Reihenmittelhaus deutlich hört.
Laut Bauherrenliteratur wird die Mindestanforderung nach DIN 4109-1 beim Schallschutz als "Laute Sprache verstehbar, laute Musik hörbar" und Trittschallschutz als "Gehgeräusche störend" bezeichnet. Außerdem wird von DIN 4109-1 laut Buch abgeraten und auf VDI 4100 (2007) verwiesen.
Dementsprechend nehme ich an, dass mein erzeugter Lärm von Nachbarn (Sprache + Trittbewegung + TV Musik, etc.) in angrenzenden Reihenmittelhaus gehört werden kann und ich meine Nachbarn auch? Das würde bedeuten, dass meine Nachbarn schon belästigt werden würden, wenn mein TV abends bis 24 Uhr läuft und diese um 22 Uhr ins Bett gehen?
Ich warte auf eine Rückmeldung von einem Sachverständigen und wollte vorbab hier im Forum eurer Meinung und Erfahrung dazu einholen, ob der DIN 4109-1 Schallschutz ein K.O. Kriterium für den Kauf des Reihenmittelhaus wäre, wenn ich oft im home office arbeite und die Nachbarn meine vertraulichen Gespräche mibekommen und vice versa.
Anbei die Eckdaten:
Decken L'n, w <= 41 db
Treppen: L'n, w <= 46db
Haustrennwände EG: R'w = 63 db
Wasserinstallation L<= 27db (A)
Sonstige haustechnische Anlage L<= 30 db (A)
Trennwände zwischen Reihenmittelhauswänden = Stahlbetonwände, Stärke je 12 cm. Zwischen den Wänden Trennfugenplatten, Stärke 4 cm.
Ich hoffe, ich übertreibe mit meiner Befürchtung etwas und würde mich über eine Rückmeldung freuen, ob positiv oder leider erwartend bestätigend zu meiner Annahme.
Vielen Dank im Voraus und Viel Glück
Twist
ich überlege mir in einem Neubaugebiet ein Reihenmittelhaus zu kaufen. In der Baubeschreibung unter der Rubrik Schallschutz wird erläutert, dass nur die baurechtlichen Mindestanforderungen nach DIN 4109-1 erfüllt werden. Zudem wird laut Baubeschreibung und somt laut Bauträger schriftlich ausgesagt, dass der Schallschutz gem. 4109-1 deutlich hinter einem hohen Schallschutz liegt, der üblicherweise bei Reihenhäusern oder Doppelhäusern zu erwarten wäre und man Geräusche von anderen Reihenmittelhaus deutlich hört.
Laut Bauherrenliteratur wird die Mindestanforderung nach DIN 4109-1 beim Schallschutz als "Laute Sprache verstehbar, laute Musik hörbar" und Trittschallschutz als "Gehgeräusche störend" bezeichnet. Außerdem wird von DIN 4109-1 laut Buch abgeraten und auf VDI 4100 (2007) verwiesen.
Dementsprechend nehme ich an, dass mein erzeugter Lärm von Nachbarn (Sprache + Trittbewegung + TV Musik, etc.) in angrenzenden Reihenmittelhaus gehört werden kann und ich meine Nachbarn auch? Das würde bedeuten, dass meine Nachbarn schon belästigt werden würden, wenn mein TV abends bis 24 Uhr läuft und diese um 22 Uhr ins Bett gehen?
Ich warte auf eine Rückmeldung von einem Sachverständigen und wollte vorbab hier im Forum eurer Meinung und Erfahrung dazu einholen, ob der DIN 4109-1 Schallschutz ein K.O. Kriterium für den Kauf des Reihenmittelhaus wäre, wenn ich oft im home office arbeite und die Nachbarn meine vertraulichen Gespräche mibekommen und vice versa.
Anbei die Eckdaten:
Decken L'n, w <= 41 db
Treppen: L'n, w <= 46db
Haustrennwände EG: R'w = 63 db
Wasserinstallation L<= 27db (A)
Sonstige haustechnische Anlage L<= 30 db (A)
Trennwände zwischen Reihenmittelhauswänden = Stahlbetonwände, Stärke je 12 cm. Zwischen den Wänden Trennfugenplatten, Stärke 4 cm.
Ich hoffe, ich übertreibe mit meiner Befürchtung etwas und würde mich über eine Rückmeldung freuen, ob positiv oder leider erwartend bestätigend zu meiner Annahme.
Vielen Dank im Voraus und Viel Glück
Twist
Benutzer20030.12.21 15:06
Twist21 schrieb:
Trennwände zwischen Reihenmittelhauswänden = Stahlbetonwände, Stärke je 12 cm. Zwischen den Wänden Trennfugenplatten, Stärke 4 cm.Es hat jedes Haus seine eigen "Außenwand" und dazwischen sind die Trennfugenplatten. Damit wäre ich schon mal sehr entspannt.Twist21 schrieb:
wenn ich oft im home office arbeite und die Nachbarn meine vertraulichen Gespräche mibekommenDas passiert eh nicht.Twist21 schrieb:
Schallschutz gem. 4109-1Dass ist der Mindestschallschutz für schutzbedürftige Räume = Schlafzimmer usw.Twist21 schrieb:
ein K.O. Kriterium für den Kauf des Reihenmittelhaus wäreWie empfindlich bist Du? Du bekommst ein "normales" Reihenmittelhaus, wie es täglich zigfach gebaut wird. Aber selbst im freistehenden Einfamilienhaus soll es Foristen geben, denen es zu laut ist.Magst Du sagen, welcher Bauträger es ist?
Twist2130.12.21 15:19
Hi Benutzer200,
besten Dank für deine schnelle Rückmeldung.
Also sind meine Bedenken etwas übertrieben?, dass die Wände "hellhörig" sind und man das gesprochene Wort hört? Als Laie beziehe ich mich hier auch auf ein Bauherrenhandbuch, dass von der DIN 4109-1 abrät und in der Baubeschreibung wird auch dargelegt, dass Geräusche aus anderne Reihenmittelhaus stärker wahrgenommen werden. Das hört sich wie eine juristische Leistungsabgrenzung als Absicherung des Bauträgers an.
Viel Glück
Twist
besten Dank für deine schnelle Rückmeldung.
Benutzer200 schrieb:
Es hat jedes Haus seine eigen "Außenwand" und dazwischen sind die Trennfugenplatten. Damit wäre ich schon mal sehr entspannt.
Also sind meine Bedenken etwas übertrieben?, dass die Wände "hellhörig" sind und man das gesprochene Wort hört? Als Laie beziehe ich mich hier auch auf ein Bauherrenhandbuch, dass von der DIN 4109-1 abrät und in der Baubeschreibung wird auch dargelegt, dass Geräusche aus anderne Reihenmittelhaus stärker wahrgenommen werden. Das hört sich wie eine juristische Leistungsabgrenzung als Absicherung des Bauträgers an.
Benutzer200 schrieb:Aber reicht Schallschutz aus, wenn bereits standardmäßig höhere Anforderungen gem. DIN 4109-5 oder VDI 4100 bei anderen Reihenmittelhaus erfüllt werden, was selbst der Bauträger in der Baubeschreibung erwähnt?
Dass ist der Mindestschallschutz für schutzbedürftige Räume = Schlafzimmer usw.
Benutzer200 schrieb:Gerne als PM
Magst Du sagen, welcher Bauträger es ist?
Viel Glück
Twist
Twist2130.12.21 15:21
Twist21 schrieb:
Gerne als PMIch habe leider zu wenige Beiträge für eine PM verfasst.Hutchinson12330.12.21 16:01
Wir sind gerade in unser Reihenmittelhaus Baujahr 2000 eingezogen.
Laut Baubeschreibung Trennwände aus Kalksandstein 17,5 cm, 4 cm Luftschicht und der Nachbar dann wieder 17,5 cm eigene Wand.
Zur Schallschutznorm wird leider nichts erwähnt.
Keller gibt es nicht.
Wir erwarteten quasi nichts zu hören, wurden leider etwas enttäuscht.
Zum Nachbarn rechts scheint es eine Schallbrücke zu geben, denn Körperschall nehmen wir wahr, der da wäre:
- Schritte, aber anscheinend nur aus bestimmten Stellen/Räumen (einer der Bewohner scheint einen recht schweren Hackengang zu haben).
- Ein paar Mal am Tag ein dumpfes, kurzes Rumpeln als würde was schweres auf den Boden fallen.
Sonst hören wir nullkommanichts. Keine Gespräche oder sonstige Alltagsgeräusche wie Waschmachinen, Geschirrspüler oder ähnliches.
Wäre natürlich toll, wenn es keine Körperschallübertragung gäbe aber
es ist wirklich tolerabel und im Gegensatz zu unserer vorherigen Wohnung Bj. 1978 Luxus.
Ich arbeite auch dauerhaft im HO.
Büro ist direkt neben dem Schlafzimmer und Freundin hat aktuell frei
und ich arbeite.
Die Innenwände sind nur aus Rigips und man kann Gespräche
nicht hören. Wahrnehmen ja aber nicht verstehen.
Also der Nachbar wird definitiv nichts hören - don‘t worry.
Laut Baubeschreibung Trennwände aus Kalksandstein 17,5 cm, 4 cm Luftschicht und der Nachbar dann wieder 17,5 cm eigene Wand.
Zur Schallschutznorm wird leider nichts erwähnt.
Keller gibt es nicht.
Wir erwarteten quasi nichts zu hören, wurden leider etwas enttäuscht.
Zum Nachbarn rechts scheint es eine Schallbrücke zu geben, denn Körperschall nehmen wir wahr, der da wäre:
- Schritte, aber anscheinend nur aus bestimmten Stellen/Räumen (einer der Bewohner scheint einen recht schweren Hackengang zu haben).
- Ein paar Mal am Tag ein dumpfes, kurzes Rumpeln als würde was schweres auf den Boden fallen.
Sonst hören wir nullkommanichts. Keine Gespräche oder sonstige Alltagsgeräusche wie Waschmachinen, Geschirrspüler oder ähnliches.
Wäre natürlich toll, wenn es keine Körperschallübertragung gäbe aber
es ist wirklich tolerabel und im Gegensatz zu unserer vorherigen Wohnung Bj. 1978 Luxus.
Ich arbeite auch dauerhaft im HO.
Büro ist direkt neben dem Schlafzimmer und Freundin hat aktuell frei
und ich arbeite.
Die Innenwände sind nur aus Rigips und man kann Gespräche
nicht hören. Wahrnehmen ja aber nicht verstehen.
Also der Nachbar wird definitiv nichts hören - don‘t worry.
Twist2130.12.21 16:12
Hi Hutchchinson,
auch dir besten Dank für die schnelle Rückmeldung!
Schon Meinungen, die meine Befürchtung entkräften.
Ich warte noch auf die Rückmeldung des Sachverständigers.
Viel Glück
Twist
auch dir besten Dank für die schnelle Rückmeldung!
Schon Meinungen, die meine Befürchtung entkräften.
Hutchinson123 schrieb:Eure Wände sind etwas dicker, aber bestehen aus einem anderen Material (Kalksandstein 17,5 cm vs. Stahlbeton 12 cm). Es ist schön zu hören, dass ihr beim Schallschutz habt.
Laut Baubeschreibung Trennwände aus Kalksandstein 17,5 cm, 4 cm Luftschicht und der Nachbar dann wieder 17,5 cm eigene Wand.
Zur Schallschutznorm wird leider nichts erwähnt.
Ich warte noch auf die Rückmeldung des Sachverständigers.
Hutchinson123 schrieb:Das könnte der Hund oder eine überfütterte Katze sein, die auf den Boden springen.
- Ein paar Mal am Tag ein dumpfes, kurzes Rumpeln als würde was schweres auf den Boden fallen.
Viel Glück
Twist
Ähnliche Themen