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ᐅ Ringerder, wo am besten verlegen?


Erstellt am: 23.09.2017 16:57

Lagom 23.09.2017 16:57
Hallo zusammen!

Ich konnte hier leider keine Info zum meiner Frage der Lage des Ringerders bei Bodenplatte finden, den ich in Eigenleistung verlegen wollte. Der Elektriker wird mir diesen abnehmen, bei Messung des Erdungswiderstandes).

Ich hab nun zwei verschiedene Meinungen gehört, wo dieser verlegt werden soll, diese habe ich als Variante 1 (rechts zwischen Splitt und Erdreich) und Variante 2 (unterhalb Schotterschicht) in das Bild eingemalt. Welche ist nun die "richtigere" bzw. in beiden Fällen habe ich ja Kontakt zur Erde, aber evtl. gibt es hier andere Vorteile wie frostfreier / feuchter Grund, ...

Wie wurde es bei euch gemacht bzw. wo habt ihr es eventuell selbst verlegt?


Schnitt durch Fundament mit Bodenplatte Dämmung Drainage und Erdreich


Gruß
Robert

Aricon 24.09.2017 07:12
Hallo Robert,

nach DIN 18014 kommt er normalerweise in die Bodenplatte und muss mit mindestens 5cm Beton umgeben sein. Solltest du eine weiße Wanne haben so darf er auch außerhalb verlegt werden muss jedoch aus V4A sein.

Bei neuen Häusern kommt meistens Variante 2 zum Einsatz.

Google einfach mal nach DIN 18014, da findest du auch viele Bilder dazu.

Grüße

Lagom 24.09.2017 22:23
Ok, besten Dank für den Hinweis hat mich weitergebracht!

Dipol 28.09.2017 23:41
Lagom schrieb:
Ich konnte hier leider keine Info zum meiner Frage der Lage des Ringerders bei Bodenplatte finden, den ich in Eigenleistung verlegen wollte. Der Elektriker wird mir diesen abnehmen, bei Messung des Erdungswiderstandes).

Seit DIN 18014:2007-09 ist der Einbau von Fundament- und Ringerdern nur noch gemäß NAV § 13 durch bei einem Verteilnetzbetreiber konzessionierten Elektrofachkräften und nicht mehr von den Maurern zulässig. Für Laien, die elementare Grundlagen aus Foren saugen müssen, gilt das selbstverständlich noch mehr.

Viele Baubeteiligte kennen noch nicht mal die DIN 18014:2007-09 und auch dein Elektriker scheint "vergessen" haben, dass er sich beim Konzessionseintrag zu einem VDE Auswahlabo verpflichtet hat. Die DIN 18014 wird er vermutlich nicht vorweisen können.

Um nicht wieder alle 12 Standardfolien zur DIN 18014 einzustellen, nachstehend die relevanteste. Die sollte zur Gewissenserforschung reichen, ob man für die Arbeit auch halbwegs qualifiziert ist. Der Funktionspotentialausgleichsleiter ist außer dem Ringerder wie ein Fundamenterder zu verlegen und Messen sowie Dokumentieren muss eine EFK vor dem Betonieren die Übergangswiderstände (< 0,2 Ohm). Die Messung des Erdausbreitungswiderstands erfolgt sinnvollerweise erst nach Austrocknung des Betons, sie ist nach DIN 18014 aber nicht gefordert.

Elis, denen aus Gefälligkeit oder weil sie die DIN 18014 nicht kennen, ein Blick auf eine aus der Bodenplatte ragende Anschlussfahne genügt um in der Zähleranmeldung mittels übersinnlicher Fähigkeiten "blind" die Normkonformität nie gesichteter Erdungsanlagen zu bestätigen, finden sich immer.


Dokument mit Anweisungen zum Fundamenterder nach DIN 18014, farblich hervorgehobene Abschnitte.


Ringerder müssen feucht liegen und gehören unter die Drainage!

Lagom 03.10.2017 10:16
Ich bin kein Experte was die gängigen DIN Normen angeht (danke für die Hinweise), die Normen schaue ich mir vor Verlegung genauer an.

Allerdings bin ich als E-Technik Dipl.-Ing. auch kein Laie, sondern nach DIN VDE 1000-10 (VDE 1000-10) sogar eine Elektrofachkraft und bin mir potenzieller Gefahren bewusst.

Bau-Schmidt 03.10.2017 12:03
Lagom schrieb:
Allerdings bin ich als E-Technik Dipl.-Ing. auch kein Laie, sondern nach DIN VDE 1000-10 (VDE 1000-10) sogar eine Elektrofachkraft und bin mir potenzieller Gefahren bewusst.
Ich würde eher sagen du erfüllst die Anforderungen für eine EFK. In was für einem Fachgebiet arbeitest du als Dipl.-Ing.?
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