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ᐅ „nur“ IP (also LAN+WLAN) statt KNX im Neubau


Erstellt am: 07.11.2019 22:07

Bookstar 08.11.2019 08:23
Bauherr am L schrieb:

Ich kam auf den Vergleich durch die Türsprechanlage. IP ist hier Haushoch überlegen. Mit einem System kann man alles gewünschte realisieren (inkl. Klingeln unterwegs mit Kamera Bild aufs Handy übertragen). Zudem sind IP Sachen ebenfalls offener Standard (was bei KNX ja immer als Vorteil ggü Free@Home etc) genannt wird.

Nur, weil das Licht die Datenmenge nicht braucht, sehe ich nicht den „Vorteil“ neben IP noch KNX zu haben. Wetterstation usw. würden von IP wieder profitieren. Warum also zwei Systeme zur Kommunikation parallel betreiben? Es müsste doch alles, was KNX kann mit IP darstellbar sein.
Dafür brauchst du doch kein IP. Das geht mit zwei einfachen Klingeldrähten. Habe ich so umgesetzt und funktioniert hervorragend mit allen Funktionen die du beschreibst. Kostenfaktor in Summe 700 Euro

matte 08.11.2019 08:47
Bauherr am L schrieb:

Ich kam auf den Vergleich durch die Türsprechanlage. IP ist hier Haushoch überlegen. Mit einem System kann man alles gewünschte realisieren (inkl. Klingeln unterwegs mit Kamera Bild aufs Handy übertragen). Zudem sind IP Sachen ebenfalls offener Standard (was bei KNX ja immer als Vorteil ggü Free@Home etc) genannt wird.

Nur, weil das Licht die Datenmenge nicht braucht, sehe ich nicht den „Vorteil“ neben IP noch KNX zu haben. Wetterstation usw. würden von IP wieder profitieren. Warum also zwei Systeme zur Kommunikation parallel betreiben? Es müsste doch alles, was KNX kann mit IP darstellbar sein.

Wieso sollte die Wetterstation usw davon profitieren? Denen reicht doch die Bandbreite von KNX.
Für mich war IP in dem Einsatzgebiet nie ne Option. Wieso auch, wenn es mit KNX ne ausgereifte Lösung gibt.

Mir erschließt sich der Sinn darin nicht. Gibt es denn ein IP-System, welches vergleichbar ist mit KNX? Und jetzt komm mir bitte nicht mit Philips Hue usw. Ich meine ein System, welches zig Taster anbietet, welche nur mit nem RJ45-Stecker angeschlossen werden müssen?
Gleiches gilt für die Aktorik im Schaltschrank, die Wetterstation oder Bewegungs-/Präsenzmelder.
Dazu dann vereint über mehrere Hersteller

Ich wäre wirklich daran interessiert, wie du dir das so vorstellst.

Mycraft 08.11.2019 08:51
Ja der Denkfehler liegt immer noch darin, dass große Datenmengen ständig und überall und an jeder Stelle benötigt werden.

Dem ist eben nicht so. Man muss nicht in jeder Lampe, jedem Rollladen oder jeder Steckdose(übertrieben gesagt) einen Webserver mit dauerhaftem Zugang zum Internet bereitstellen.

Wetterstationen mit direktem KNX sind nichts neues und haben eine große Bandbreite an Funktionen, ich sehe auch keinen Grund hier auf IP zu gehen.
Bauherr am L schrieb:

Warum also zwei Systeme zur Kommunikation parallel betreiben? Es müsste doch alles, was KNX kann mit IP darstellbar sein.

Es sind eben zwei verschiedene Arten der Kommunikation und diese werden nicht parallel betrieben sondern ergänzen sich.

Weiterhin IP hat gegenüber KNX ein exorbitant hohen Ressourcenverbrauch und eine höhere Ausfallquote. Die Topologie ist ein zusätzlicher Stolperstein.

Aus diesen und anderen Gründen ist IP perfekt um smarte Systeme miteinander zu verbinden und auch als Mensch<>Maschine Interface zu fungieren.

Auf der unteren Ebene, sprich bei den einfachen Komponenten wie Taster, Sensoren, Thermostaten und Aktoren benötigt man jedoch ein simples, offenes, herstellerunabhängiges und ausfallsicheres Medium.

Das schreit alles förmlich nach KNX. Man kann damit nicht nur zwei sondern zehn Fliegen auf einmal erschlagen.

11ant 08.11.2019 13:16
Mycraft schrieb:

Kanonen und Spatzen...
Die vermeintlichen Datenmengen sind schlicht nicht vorhanden.
Ganz recht, wenngleich ...
Mycraft schrieb:

Um eine Lampe/Gerät Ein- und Auszuschalten muss man genau einen Bit übertragen. Ja nur einen...für das Dimmen reichen drei Bit usw...
... das nur eine Bit sich auf die Payload bezieht - da kommt natürlich ein ganzer Sack Protokolloverhead hinzu, nicht zuletzt damit das Bit weiß daß es zur Lampe gehen soll. Und ein heute gebautes Haus wird noch nicht abbezahlt sein, wenn der 16,7 Mio Farben Gigabit RGB Dimmer auf den Markt kommt *Späßlegmacht*
Bauherr am L schrieb:

Nur, weil das Licht die Datenmenge nicht braucht, sehe ich nicht den „Vorteil“ neben IP noch KNX zu haben.
Wie viel Schadsoftware für KNX kennst Du ?
So ein KNX/EIB als GBG/vLAN würde ich nicht prinzipiell verachten;
Dein Unverständnis liegt auf der OSI-Schicht 8

Mycraft 08.11.2019 14:06
Der ganze Sack beim KNX ist aber in der Regel immer noch gerade mal halb so schwer als nur der IP-header. Das versteht der ambitionierte Neuling aber nicht. (niemand soll sich angesprochen fühlen)

Er/Sie/Es verlangt Dimmer, Schalter, Bildschirme und alles weitere mit WLAN und eigener Applikation (Damit die anderen sich nicht so einsam fühlen).
Ach ja und natürlich Alexa Unterstützung.

11ant 08.11.2019 16:18
Mycraft schrieb:

Das versteht der ambitionierte Neuling aber nicht. [...]
Ach ja und natürlich Alexa Unterstützung.
Wenn der Bauherr denn überhaupt wenigstens ITK-Neuling ist - oft ist er zufriedener Sammler von Schwarmhalbwissen und schert sich nicht um Topologien, Protokolle und Konsorten, sondern sieht nur Speed und Features. Über IT-Securiosity gibt es mehr Bücher, als ich nicht gelesen haben kann
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