Mehrfamilienhaus ohne Beteiligung Ehepartner - Eigentumsfrage

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Vom Zugewinn ist doch aber auch das Darlehen abzuziehen. Also wenn mindestens Werteinschätzung gleich und brav getilgt wurde, müsste es theoretisch genau um den Vermögenszugewinn neu beleihbar sein. Da der Lebensteilungsperson nur die Hälfte des Zugewinns zusteht, sollte es eigentlich nie ein Problem geben, diesen auszuzahlen oder habe ich einen Denkfehler? Wenn der Markt kollabiert, gibt's ja keinen Zugewinn...
 
Mal ein Beispiel: Haus ist 800 k Wert Scheidung: Keine Schulden auf dem Haus. Die Frau ist Eigentuemer und will das Haus behalten. Ergo 400 k Zugewinn. Nun hat Sie ein Einkommen von 1000 Euro. Ehemann 1500 Euro. Mit dem Einkommen bekommt die Frau doch sicher keinen Kredit.
Das ist kein Beispiel.
Beispiel ist: Man und Frau haben weder Vermögen noch Schulden als Ausgangssituation. Frau baut Haus für T€ 800 (davon T€ 250 geschenktes Geld wie beim TE, Rest Darlehen). Zur Scheidung ist es weiterhin T€ 800 wert. Zu dem Zeitpunkt haben beide Partner weiterhin kein weiteres Vermögen oder Schulden. Somit Zugewinn T€ 250 (+ Tilgung aus Darlehen). Davon stehen dem Mann T€ 125 zu (+ halbe Tilgung aus Darlehen). Mit dem Einkommen von 1.000€ und dem Haus als Sicherheit bekommt sie viele Kredite. Selbst wenn das Haus dann ne Million wert ist, bekommt der Mann nur T€ 250.
Hätte sie das Haus nicht gebaut, sondern die T€ 250 (die der TE ja auch hat) nur aufs Konto gelegt, müsst sie davon übrigens auch T€ 125 abgeben.

Geht der Immobilienboom allerdings mal zu Ende und das T€ 800 Haus ist zur Scheidung nur noch T€ 600 Wert, hat die Frau nur noch einen Zugewinn von T€ 50 (+ Tilgung aus Darlehen), den sie teilen müsste.
 
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