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ᐅ Massa Haus mit Sonderwünschen / Eigenleistung – Erfahrungen & Einschätzung gesucht (Raum Koblenz)

Erstellt am: 19.04.26 08:13
W
Waldelf93
W
Waldelf93
19.04.26 08:13
Hallo zusammen,

wir stehen aktuell kurz vor einer Entscheidung und würden uns sehr über eure Erfahrungen und Einschätzungen freuen.

Wir planen den Bau eines EFH in der Nähe von Koblenz und haben uns in den letzten Monaten intensiv mit verschiedenen Anbietern beschäftigt. Wir haben viele Gespräche geführt und uns technisch ziemlich tief eingearbeitet.

Dabei ist uns aufgefallen, dass Massa im Vergleich zu anderen Anbietern deutlich günstiger ist – insbesondere durch die Möglichkeit, viel Eigenleistung einzubringen.

Grundsätzlich haben wir dabei ein gutes Gefühl, allerdings hört man zu Massa auch sehr viel Negatives. Unsere Vermutung ist, dass hier teilweise eine falsche Erwartungshaltung eine Rolle spielt – nämlich dass alles komplett reibungslos laufen muss, obwohl man bei einem Ausbauhaus natürlich selbst stärker eingebunden ist.

Unser aktueller Plan wäre:

Bau mit Massa
Technikfertig
Beplankung in Eigenleistung
Zusätzlich konnten wir den Wandaufbau gegen (fairen!) Aufpreis erheblich verbessern:

Styropor → Holzweichfaserplatten (Außendämmung)
Plastikfolie als Dampfbremse → OSB mit verklebten Stößen
Installationsebene zusätzlich
Der Wandaufbau wäre damit:

→ Putz
→ 140 mm Holzweichfaser
→ 160 mm Holzständer + Mineralwolle im Gefach
→ OSB (verklebte Stöße, luftdicht)
→ 60 mm Installationsebene
→ Fermacell
→ Gipskarton
→ Tapete

Unserer Meinung nach ist das ein sehr solider und hochwertiger Wandaufbau – wie seht ihr das?
Gibt es hierzu Erfahrungen oder Bedenken?

Ein Punkt, bei dem wir noch unsicher sind:
Die 160 mm Ständerstärke erscheint uns etwas geringer, da viele Anbieter mittlerweile eher 200 mm oder mehr verbauen.
Von der Stabilität her machen wir uns weniger Sorgen, eher in Bezug auf:

Dämmung
Schallschutz
Zukunftssicherheit ("nur 160mm" Dämmfächer)
Wie würdet ihr das Ganze einschätzen?

Zusätzlich zum Grundstück:

leichte Hanglage (ca. 10 %), abschüssig von Straße herunter, also ebenerdig ins Haus rein, fällt zu Garten von Straße weg ab
Besichtigung gemeinsam mit Massa + mit Massa befreundeter Tiefbauer
Einschätzung: ca. 60.000 € Baunebenkosten inkl. Erdarbeiten würden "dicke genügen"
Das Grundstück wurde bisher noch nicht von uns vermessen/in Auftrag gegeben
Ein Bodengutachten liegt bisher ebenfalls noch nicht vor
Uns ist natürlich bewusst, dass solche Einschätzungen bzgl. Preis erstmal eher positiv ausfallen, damit das Projekt attraktiv bleibt.

Allerdings:

Nachbarhäuser hatten wohl keine Probleme
eines der Häuser wurde ebenfalls vom gleichen Tiefbauer betreut
Wie würdet ihr hier vorgehen?

Bodengutachten zwingend vorher?
Vermessung vor Entscheidung sinnvoll?
60k bei leichter Hanglage realistisch?
Erfahrungen bei ähnlicher Situation?
Zusätzlich + ?
Zudem würde uns interessieren:

Hat jemand Sonderwünsche / Wandänderungen bei Massa umgesetzt?
Lief das problemlos?
Oder wird es dann schnell kompliziert/hakt?
Generell gehen die Meinungen zu Massa ja sehr weit auseinander:

von "völlig in Ordnung mit Eigenleistung" bis "Finger weg"
Wie sind eure Erfahrungen — insbesondere wenn man realistische Erwartungen hat und sich aktiv mit Eigenleistung einbringt?


Vielen Dank schon mal für eure Erfahrungen und Einschätzungen!
1
11ant
19.04.26 12:14
Wie heißt denn Eure Nähe von Koblenz ? - und was qualifiziert Euch zu umfangreicher Eigenleistung ?
Massa ist ein auf Ausbauhäuser spezialisierter Anbieter, der naturgemäß in diesem Segment attraktivere Angebote machen kann als die Mitbewerber, die Ausbauhäuser lediglich als Alternative zum vollen Bestellumfang anbieten.

Leider habe ich den Eindruck, daß Ihr vor Eurer Anmeldung hier nicht schon fleißige stille Mitleser gewesen seid. Sonst kämet Ihr nicht auf die Idee, das Material der äußeren Dämmschicht auszuwechseln. Was soll das überhaupt bringen: "bio" oder "atmende Wände" ? - was es sicher bringt, ist die Gefahr von Schäden durch den wahnsinnigen Eingriff in einen bewährten serienreifen Wandaufbau. Das tut nur, wer nicht weiß, daß aus Summen nur Dumme kürzen. Von diesem crazy Move rate ich allerhöchst ab.

Wie geht Ihr mit der Hanglage um: habt Ihr sie im Raumprogramm berücksichtigt ? - auch "nur" zehn Prozent Gefälle sind nicht wirklich geeignet, ein Bodenplattenhaus zu errichten. Die Konsequenz ist eine Unter"keller"ung und damit ein "hybrides" Gebäude mit einem "steinernen" UG unter dem Holzrahmentafelhaus.

Die Sichtweise, mit dickeren Spanten ("Ständern") tiefere Gefache für die Dämmeinlage zu erreichen, weist Euch als naiv aus - mehr nicht. Gefolgt von der Frage nach der Notwendigkeit des Bodengutachtens: ja klar, das wäre die dümmste Sparstelle ever.

Waldelf93 schrieb:
Styropor → Holzweichfaserplatten (Außendämmung)
Plastikfolie als Dampfbremse → OSB mit verklebten Stößen
Installationsebene zusätzlich
Der Wandaufbau wäre damit:

→ Putz # 140 mm Holzweichfaser # 160 mm Holzständer + Mineralwolle im Gefach #  OSB (verklebte Stöße, luftdicht) # 60 mm Installationsebene # Fermacell # Gipskarton # Tapete

Bei Tapete (really ?) muß ich schmunzeln, das ist lediglich designmäßig retro. Wenn ich recht verstehe, wollt Ihr den Wandaufbau in mehreren Punkten durch Euren Phantasiewandaufbau ersetzen. Das ist wie gesagt Narrenwerk, und wäre auch bei keinem anderen Hersteller anzuraten. Eine Installationsebene aufzumustern kommt mir merkwürdig vor, wir reden schließlich von einem Haus mit raumseitig unbeplankt gelieferten Außenwänden. Das klingt für mich als sehr unerfahrenes Theoretikerkonstrukt.

Wenn ich diese Schere zwischen Theorie in meinem Kopfkino weiterspinne, dann sehe ich ein ziemlich teuer werdendes Haus, weil in der Praxis die als Eigenleistung geplanten Gewerke wie die "zehn kleinen Negerlein" sukzessive durch einzelvergebene Fremdleistungen ersetzt werden. Welche Bank spielt da mit ?

Allein schon für die Ausführungslogistik empfiehlt sich hier ein Architekt, der den Bauzeitenplan erstellt und überwacht. Dieser schreibt am besten auch alle Gewerke als Einzellose aus (und läßt Euch selber mitbieten). Kennt der Euch gut genug um schon initial beurteilen zu können, ob Ihr mit einem Holzrahmentafel-Ausbauhaus passender beraten seid als mit einem Bausatzhaus (wobei ich am ehesten an Hebel/Ytong dächte, aber in der Ausstellung in Kärlich sind meines Erinnerns auch Schalsteiner vertreten) ?

Ist Euer Wunschhaus vom freien Architekten vorentworfen, oder habt Ihr ein Katalogmodell ausgewählt ?

Ich kann Euch wie allen Fragestellern nur empfehlen, Euer Projekt mitsamt der Darstellung des Grundstückes und dem ausgefüllten von Yvonne am Kopf der Grundrißrubrik hinterlassenen Fragebogen vorzustellen. Mit dem Fragen nach nur den Aspekten, bei denen einem schon selber der Beratungsbedarf bewußt geworden ist, fängt jede "gute" Alptraumgeschichte an.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
W
Waldelf93
19.04.26 17:31
Vielen Dank für deine ausführliche Einschätzung und die Hinweise – insbesondere zum Bodengutachten und zur Einschätzung von Eigenleistungen. Das nehmen wir auf jeden Fall ernst.

Was uns allerdings etwas überrascht, ist die sehr kritische Bewertung der geplanten Wandänderung. Holzfaserplatten statt Styropor werden ja inzwischen von einigen Holzbau- und Fertighausanbietern umgesetzt, sodass uns das nicht grundsätzlich als ungewöhnlicher oder „riskanter“ Ansatz erscheint. Unser Eindruck war eher, dass das bauphysikalisch durchaus ein sinnvoller Aufbau sein kann, wenn er sauber geplant wird. Massa hat das so auch im Katalog. 

Auch die Installationsebene mit OSB als luftdichter Ebene wird unseres Wissens nach von verschiedenen Anbietern genutzt, weshalb wir hier nicht unbedingt von einem rein theoretischen Konstrukt ausgegangen sind. Falls du hier konkrete Risiken oder Schadensfälle kennst, wären wir daran sehr interessiert – das würde uns bei der Einschätzung helfen. Meiner Einschätzung nach ist das höherwertig zu betrachten als eine Dampfbremse in Form einer Kunststofffolie.

Zur Hanglage: Wir sind uns bewusst, dass 10 % Gefälle zusätzliche Planung erfordern. Unser Eindruck bisher war allerdings, dass solche Grundstücke in unserer Region durchaus häufiger bebaut werden. Auch hier würden uns konkrete Erfahrungswerte interessieren, insbesondere in Bezug auf Bodenplatte vs. alternative Lösungen.

Unser Ziel ist nicht, „experimentell“ zu bauen, sondern einen möglichst robusten und gleichzeitig für uns passenden Aufbau zu finden. Deshalb freuen wir uns über konkrete Hinweise auf technische Risiken oder Erfahrungen.

Vielen Dank nochmals für die Zeit und Einschätzung.
1
11ant
19.04.26 20:08
Ihr hättet gerne gleich konkret antworten können: Raum Koblenz kann vieles meinen, Lahnstein, Boppard, Ochtendung, ich kenne ja Euren geografischen Humor nicht. In der Nähe der Musterhausausstellung in Kärlich habe ich oft genug zu tun, daß sich da trotz ansonsten facharztmäßigem Terminkalender leicht auch kurzfristige Zusammentreffen arrangieren lassen - teilweise mit nur wenigen Tagen Vorlauf. Und was Ihr heimwerkerisch drauf habt, wissen wir auch nicht. Insofern "einschätzen" kann ich da noch garnichts, nur eben die Erfahrungen anmerken. Das sind bei mir die des freien Bauberaters, d.h. ich berate Eigenheimbauwillige präventiv. Für den Blickwinkel in Richtung Bauschäden sind darauf spezialisierte Sachverständige geeigneter. Ich kann nur sagen: "gefährlich" ist jedwede Abweichung vom Pfad der Serie, und Weichfaserplatten haben allein schon eine völlig andere Druckelastizität als Hartschaumplatten.

Wenn der Anbieter beides im Programm hat, ist das ja längst nicht gleichbedeutend mit Erfahrung: ein Viertel oder noch weniger der Kunden haben natürlich auch weniger Problem- bis Schadenserfahrungen mit ihrer Wahl als die Mehrheit. Und eine Installationsebene erscheint mir wie gesagt beim Ausbauhaus sinnarm, weil es ja einseitig noch unbeplankt aufgestellt wird. Vielleicht seid Ihr virtuose Bauhilfsarbeiter, aber so rein nach der Erzählung zu urteilen sehe ich eben eher Indikatoren für praxisferne Denk- und Arbeitsweise. Zehn Prozent Gefälle bei Minimum 15 cm, die die Unterkante Fußrähm über der Geländeobekante liegen soll, sind in der Summe schon ein Meter Unterfütterung des Hauses bei acht Metern Haustiefe, und nicht wenige Bauherren planen derer gleich neun oder zehn. Der "passende Aufbau" wird da wahrscheinlich schon ganz schlicht ein Untergeschoß sein, und da ist meine Rückfrage noch unbeantwortet, ob das konzeptionell schon berücksichtigt wurde.

Einfach einen halbleeren Keller unter ein nicht verkleinertes Haus zu stellen wäre ein teurer Spaß, und die Idee eines Ausbauhauses weist ja eher nicht auf ein fettes Budget hin.

Insofern: wer seid Ihr, was könnt Ihr, wie haben wir uns die Bewohnerfamilie vorzustellen und so weiter. Das waren alles Rückfragen, die noch offen geblieben sind.

Zur Stunde gehe ich erst einmal davon aus, daß Ihr nicht nur mein Steinemantra nicht gelesen habt, sondern auch die Kellerregel noch nicht angewendet habt. Aber mit irgendetwas müßt Ihr die Anbieter ja angesprochen haben, wenn Ihr zu dem Schluß gekommen seid, daß ein Ausbauhaus der passende Weg sei, und dabei dann Massa der preiswerteste Anbieter. Wie gesagt, lest Euch meinen vorherigen Beitrag einmal aufmerksam daraufhin durch, alle Rückfragen gründlich zu kauen und zu beantworten.
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