ᐅ Luft-Wasser-Wärmepumpe - Nest-Thermostat
Erstellt am: 19.06.2015 21:59
Bautraum2015 20.10.2015 10:32
Sebastian79 schrieb:
Warum keine Kontrollierte-Wohnraumlüftung? Nur rein interessehalber?Wir bauen in einem 5-Häuser-Seelendorf wovon 3 Häuser große Bauernhöfe mit Viehbetrieb sind, der Geruch ist tagsüber manchmal sehr stark und Geruchspartikelfilter zu schwach (haben uns viel informiert bei entsprechenden Experten). Ich würde mir also jeden Tag Stall ins Haus blasen.Warum wir dort bauen? Weil einer dieser Bauernhöfe der elterliche Betrieb ist. Ich kenne es nicht anders. Ich hab nichts gegen Kontrollierte-Wohnraumlüftung....hätte sie mir auch selber eingebaut. Aber sie würde nur nachts laufen bei uns.
nordanney 20.10.2015 10:38
Bautraum2015 schrieb:
Wir bauen in einem 5-Häuser-Seelendorf wovon 3 Häuser große Bauernhöfe mit Viehbetrieb sind, der Geruch ist tagsüber manchmal sehr stark und Geruchspartikelfilter zu schwach (haben uns viel informiert bei entsprechenden Experten). Ich würde mir also jeden Tag Stall ins Haus blasen.
Warum wir dort bauen? Weil einer dieser Bauernhöfe der elterliche Betrieb ist. Ich kenne es nicht anders. Ich hab nichts gegen Kontrollierte-Wohnraumlüftung....hätte sie mir auch selber eingebaut. Aber sie würde nur nachts laufen bei uns.Dann macht Ihr tagsüber auch keine Fenster auf um zu lüften? Stelle ich mir gerade im Sommer recht miefig vor Bautraum2015 20.10.2015 10:40
Doch doch. Ist sehr kompliziert bei uns...die Stallfenster sind intervallmäßig offen. Nur einheimische wie wir kennen den genauen Zeitpunkt einer Fensteröffnung
Mal davon abgesehen mache ich mein Fenster im Sommer bei 35° eh nicht tagsüber auf
Mal davon abgesehen mache ich mein Fenster im Sommer bei 35° eh nicht tagsüber auf
Musketier 20.10.2015 11:06
Wir haben auch keine Kontrollierte-Wohnraumlüftung. und können mit der ERR die Temperatur ganz gut steuern.
Ich kann früh die Temperatur im Kinderzimmer je nach Wetter entsprechend hoch oder runter regeln. Bis zum Nachmittag ist die Temperatur angepasst. Dass das Wetter einem einen Strich durch die Rechnung machen kann ist dabei klar.
Wir regen hier aber nicht um eine Vollaufheizung sondern um die Differenz zwischen Wohlfühltemperatur am Tag 20° und einer etwas niedrigeren Temperatur ca. 18°, die auch in der Nacht ganz angenehm ist.
Ich hab auch immer noch nicht verstanden, warum ich jetzt mein Gästezimmer unbedingt auf 20° heizen muß, wenn ich das nur paar mal im Jahr mit 20° brauche? Das muß mir mal jemand erklären.
Ich kann früh die Temperatur im Kinderzimmer je nach Wetter entsprechend hoch oder runter regeln. Bis zum Nachmittag ist die Temperatur angepasst. Dass das Wetter einem einen Strich durch die Rechnung machen kann ist dabei klar.
Wir regen hier aber nicht um eine Vollaufheizung sondern um die Differenz zwischen Wohlfühltemperatur am Tag 20° und einer etwas niedrigeren Temperatur ca. 18°, die auch in der Nacht ganz angenehm ist.
Ich hab auch immer noch nicht verstanden, warum ich jetzt mein Gästezimmer unbedingt auf 20° heizen muß, wenn ich das nur paar mal im Jahr mit 20° brauche? Das muß mir mal jemand erklären.
Sebastian79 20.10.2015 11:09
Du unterliegst dem Irrtum, dass das Dich viel Energie kostet - durch den Selbstregeleffekt ist es so günstiger als den Raum auszugrenzen und dafür die anderen Räume mit einzubinden.
Vor allem hört sich das immer so dramatisch an - als ob da nen Kraftwerk für hochfährt
Vor allem hört sich das immer so dramatisch an - als ob da nen Kraftwerk für hochfährt
Bauexperte 20.10.2015 11:31
Hallo D´ Artagnon,
Stell´Dir einen Topf Wasser auf Deinem Herd vor, welchen Du ständig warm halten willst. Dazu reicht es, das Wasser einmal kochen zu lassen und hernach die Temperatur so einzustellen, daß das Wasser dauerhaft simmert. Die Energiekosten sind dabei überschaubar und sparsam, weil lediglich die gewünschte Temperatur (simmern) beibehalten werden muß. Lässt Du das Wasser dagegen erst auskühlen, mußt Du zunächst wieder Energie einbringen, um das Wasser zum kochen zu bringen. Im Ergebnis - ständig wiederholt - eine teure Geschichte.
So ähnlich verhält es sich auch mit beheizten Räumen; die dauernde Veränderung der Temperaturen erfordert mehr Energie, weil zum einen die Nebenräume den Temperaturunterschied ausgleichen werden und zum anderen ein gezieltes Aufheizen eines Raumes ungleich mehr Energie erfordert, als ihn konstant auf gleicher Temperatur zu halten.
Praxisbeispiel aus eigener Erfahrung: wir haben vor Jahren in der EG-Wohnung in einem Zweifamilienhaus gelebt und ich mich immer geärgert (ich habe immer die Nebenkosten-Abrechnungen für das Haus erstellt), daß ich die obere Wohnung mit geheizt habe. Die Mieterin der DG-Wohnung profitierte nicht nur von aufsteigender Wärme sondern auch vom Umstand, daß wir es gerne schön warm haben. So hatte sie ständig signifikant weniger Geld für Wärme zu zahlen, als wir.
Zu diesem Zeitpunkt fing ich an, einen Vertrieb von Strahlungsheizungen aufzubauen und habe dadurch viel über Wärmebedarfsberechnungen, Bausubstanzen und deren "Organisation" von Wärme gelernt. Auch, welchen Unsinn Nachtabsenkungen (letztlich nichts anderes, als den Wassertopf auskühlen zu lassen) des Wärmeerzeugers nach sich ziehen (aufheizen des erkalteten Wassertopfes am Morgen). Also habe ich mit unserem Vermieter gesprochen, ihm die physikalischen ( ich ) Vorgänge erklärt und schließlich sein ok erhalten, die Nachtabsenkung ausschalten zu dürfen. Von da an hatte es ein Ende, daß die EG-Wohnung die DG-Wohnung wärmetechnisch bezahlte. Natürlich lagen die jährlichen Verbrauchswerte nicht dicht beieinander, aber doch so, daß die beiden Abrechnungen als "üblich" durchgehen konnten.
Diese Erfahrung führt bis heute dazu, daß ich jedem Bauherren dringlich ans Herz lege, niemals ein einmal eingestelltes System zu verändern. Erst das Spiel mit Systemen (hier der Wärmeerzeuger oder der Wassertopf) verursachen Kosten, welche unnötig, wie ein Kropf sind.
Grüße, Bauexperte
Musketier schrieb:Vielleicht kann ich das, als Praktikerin erklären
Ich hab auch immer noch nicht verstanden, warum ich jetzt mein Gästezimmer unbedingt auf 20° heizen muß, wenn ich das nur paar mal im Jahr mit 20° brauche? Das muß mir mal jemand erklären.
Stell´Dir einen Topf Wasser auf Deinem Herd vor, welchen Du ständig warm halten willst. Dazu reicht es, das Wasser einmal kochen zu lassen und hernach die Temperatur so einzustellen, daß das Wasser dauerhaft simmert. Die Energiekosten sind dabei überschaubar und sparsam, weil lediglich die gewünschte Temperatur (simmern) beibehalten werden muß. Lässt Du das Wasser dagegen erst auskühlen, mußt Du zunächst wieder Energie einbringen, um das Wasser zum kochen zu bringen. Im Ergebnis - ständig wiederholt - eine teure Geschichte.
So ähnlich verhält es sich auch mit beheizten Räumen; die dauernde Veränderung der Temperaturen erfordert mehr Energie, weil zum einen die Nebenräume den Temperaturunterschied ausgleichen werden und zum anderen ein gezieltes Aufheizen eines Raumes ungleich mehr Energie erfordert, als ihn konstant auf gleicher Temperatur zu halten.
Praxisbeispiel aus eigener Erfahrung: wir haben vor Jahren in der EG-Wohnung in einem Zweifamilienhaus gelebt und ich mich immer geärgert (ich habe immer die Nebenkosten-Abrechnungen für das Haus erstellt), daß ich die obere Wohnung mit geheizt habe. Die Mieterin der DG-Wohnung profitierte nicht nur von aufsteigender Wärme sondern auch vom Umstand, daß wir es gerne schön warm haben. So hatte sie ständig signifikant weniger Geld für Wärme zu zahlen, als wir.
Zu diesem Zeitpunkt fing ich an, einen Vertrieb von Strahlungsheizungen aufzubauen und habe dadurch viel über Wärmebedarfsberechnungen, Bausubstanzen und deren "Organisation" von Wärme gelernt. Auch, welchen Unsinn Nachtabsenkungen (letztlich nichts anderes, als den Wassertopf auskühlen zu lassen) des Wärmeerzeugers nach sich ziehen (aufheizen des erkalteten Wassertopfes am Morgen). Also habe ich mit unserem Vermieter gesprochen, ihm die physikalischen ( ich ) Vorgänge erklärt und schließlich sein ok erhalten, die Nachtabsenkung ausschalten zu dürfen. Von da an hatte es ein Ende, daß die EG-Wohnung die DG-Wohnung wärmetechnisch bezahlte. Natürlich lagen die jährlichen Verbrauchswerte nicht dicht beieinander, aber doch so, daß die beiden Abrechnungen als "üblich" durchgehen konnten.
Diese Erfahrung führt bis heute dazu, daß ich jedem Bauherren dringlich ans Herz lege, niemals ein einmal eingestelltes System zu verändern. Erst das Spiel mit Systemen (hier der Wärmeerzeuger oder der Wassertopf) verursachen Kosten, welche unnötig, wie ein Kropf sind.
Grüße, Bauexperte
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