ᐅ Kostenersparnis bei Abriss und Neubau?
Erstellt am: 14.02.2024 13:00
ruby27 14.02.2024 13:00
Unsere Suche dauert immer noch an... Aktuell haben wir ein tolles Grundstück (660qm, super Lage in Hamburg) bebaut mit einer kernsanierungsbedürftigen Doppelhaushälfte (von 1900, 100qm Wohnfläche) gefunden. Die Doppelhaushälfte ist in so schlechtem Zustand, dass das Grundstück einfach als Grundstück mit Neubaumöglichkeit ohne Haus angeboten wird. Jetzt überlegen wir, ob sich das rechnet? Unsere Eckdaten:
Gesamtbudget: 900 000€ maximal
Kosten für das Grundstück: 275 000€ inkl. Kaufnebenkosten
Bleiben 625 000€ für Abriss und Neubau.
Wir möchten gerne 190 qm Wohnfläche auf 2 Stockwerken bauen. Laut Bebauungsplan, Geschossflächenzahl usw. ist das möglich.
Bei den angesetzten 3000€ Baukosten pro qm, kommen wir ja schon bei 570 000€ raus.
Also 570 000€ Baukosten plus 275 000 für das Grundstück macht 845 000€.
Aber was ist bei Abriss und Neubau mit den Baunebenkosten und der Erschließung? Sind die Kosten dafür gleichzusetzen mit einem Neubau? Oder ist es insgesamt günstiger, weil die Anschlüsse schon da sind?
Wir sind unsicher, ob die verbleibenden 55000€ reichen, um Abriss und Baunebenkosten zu decken. Hat vielleicht Jemand Erfahrung mit Abriss und Neubau und möchte hier diese Erfahrungen mit uns teilen?
Wir würden gerne mit Keller bauen, befürchten aber, dass das Budget dafür nicht ausreichend ist. Wieviel Euronen extra müssten wir eurer Einschätzung nach für einen Keller rechnen? Der vorhandene Keller ist ca. 30qm groß und besitzt meines Wissens nach keine Bodenplatte. Wir würden gerne einen Teil des Hauses (ca. 60 qm unterkellern lassen).
Liebe Grüße aus Hamburg!
Gesamtbudget: 900 000€ maximal
Kosten für das Grundstück: 275 000€ inkl. Kaufnebenkosten
Bleiben 625 000€ für Abriss und Neubau.
Wir möchten gerne 190 qm Wohnfläche auf 2 Stockwerken bauen. Laut Bebauungsplan, Geschossflächenzahl usw. ist das möglich.
Bei den angesetzten 3000€ Baukosten pro qm, kommen wir ja schon bei 570 000€ raus.
Also 570 000€ Baukosten plus 275 000 für das Grundstück macht 845 000€.
Aber was ist bei Abriss und Neubau mit den Baunebenkosten und der Erschließung? Sind die Kosten dafür gleichzusetzen mit einem Neubau? Oder ist es insgesamt günstiger, weil die Anschlüsse schon da sind?
Wir sind unsicher, ob die verbleibenden 55000€ reichen, um Abriss und Baunebenkosten zu decken. Hat vielleicht Jemand Erfahrung mit Abriss und Neubau und möchte hier diese Erfahrungen mit uns teilen?
Wir würden gerne mit Keller bauen, befürchten aber, dass das Budget dafür nicht ausreichend ist. Wieviel Euronen extra müssten wir eurer Einschätzung nach für einen Keller rechnen? Der vorhandene Keller ist ca. 30qm groß und besitzt meines Wissens nach keine Bodenplatte. Wir würden gerne einen Teil des Hauses (ca. 60 qm unterkellern lassen).
Liebe Grüße aus Hamburg!
11ant 14.02.2024 13:35
ruby27 schrieb:
Die Doppelhaushälfte ist in so schlechtem Zustand, dass das Grundstück einfach als Grundstück mit Neubaumöglichkeit ohne Haus angeboten wird. Jetzt überlegen wir, ob sich das rechnet?Nein, zum Sichrechnen muß ein unberäumtes Grundstück sogar um die Abriss- und Entsorgungskosten billiger sein als "roh". Verfallene Häuser gehen üblicherweise auch mit struppiger Verbuschung des "Gartens" einher, auch das ist nicht zu unterschätzen.ruby27 schrieb:
Wir würden gerne mit Keller bauen, befürchten aber, dass das Budget dafür nicht ausreichend ist. Wieviel Euronen extra müssten wir eurer Einschätzung nach für einen Keller rechnen? Der vorhandene Keller ist ca. 30qm groß und besitzt meines Wissens nach keine Bodenplatte. Wir würden gerne einen Teil des Hauses (ca. 60 qm unterkellern lassen).Liebelein, wir haben hier doch extra den berühmten #goalkeeperthread, wo Du alles darüber nachlesen kannst, was ein Mitkellerer beachten muß, tiefer als sein Nachbar zu gründen, und wie sensibel die Nachbarhälfte zu sichern ist:- vgl. auch hier:
https://www.hausbau-forum.de/threads/berliener-vorbau-zur-sicherung-der-baugrube.46103/
motorradsilke 14.02.2024 15:04
Wir haben Abriss und Neubau vor 2,5 Jahren gemacht. Der Abriss hat uns 20.000 Euro gek0stet, allerdings haben wir selbst entkernt. Alles noch Brauchbare verschenkt, alles Unbrauchbare selbst zur Deponie gefahren. Abgerissen wurde dann nur das Mauerwerk, der Teilkeller und die Bodenplatte. Und der Teilkeller wieder aufgefüllt. Ich hätte es günstiger haben können wollte es aber von unserem GU machen lassen, damit es später keine Probleme gibt, falls nicht ordentlich aufgefüllt und verdichtet worden wäre, und Einer es auf den Anderen schiebt.
Die Anschlusskosten waren günstiger als beim Neubau, weil es alles nur Umlegungen waren, mit zwischenzeitlicher Stilllegung.
Telefon und Abwasser haben wir gar nicht geändert, da konnten wir gleich wieder rangehen (Telefon liegt in der Garage, die stehen blieb).
Die Anschlusskosten waren günstiger als beim Neubau, weil es alles nur Umlegungen waren, mit zwischenzeitlicher Stilllegung.
Telefon und Abwasser haben wir gar nicht geändert, da konnten wir gleich wieder rangehen (Telefon liegt in der Garage, die stehen blieb).
tristan01 14.02.2024 15:46
ruby27 schrieb:
Unsere Suche dauert immer noch an... Aktuell haben wir ein tolles Grundstück (660qm, super Lage in Hamburg) bebaut mit einer kernsanierungsbedürftigen Doppelhaushälfte (von 1900, 100qm Wohnfläche) gefunden. Die Doppelhaushälfte ist in so schlechtem Zustand, dass das Grundstück einfach als Grundstück mit Neubaumöglichkeit ohne Haus angeboten wird. Jetzt überlegen wir, ob sich das rechnet? Unsere Eckdaten:
Gesamtbudget: 900 000€ maximal
Also 570 000€ Baukosten plus 275 000 für das Grundstück macht 845 000€.
Die Rechnung ist formell zwar richtig. Allerdings kommt da mit Sicherheit noch einiges dazu. Das ist nicht zu unterschätzen. Wir bauen aktuell auch gerade. Beim Neubau rechnet man generell mit 10-15% des Hauspreises für die sogenannten Baunebenkosten. Was kann das sein:- Baustrom/Bauwasser
- Hausanschlüsse (Telekom, Strom, Wasser)
- Kranstellplatz
- Kosten der Gemeinde
Von der Hausbaufirma wird Dir verkauft, dass "alles" schon im Standard drin ist (Bad, Elektro, etc. Diese Standards entsprechen meinst nicht dem, was man sich in 2024 als modern vorstellt. Plant also Geld für solche Sachen ein. Ich liste hier mal einiges auf:
- Bemusterungskosten für:
- Bad & Sanitär (hier würde ich 10.000€ mehr einplanen)
- Elektro (+5000€)
- ggf. Treppe und Treppenstufen
- Fliesen und Holzboden
- Türen und Fenster
Schorsch_baut 14.02.2024 16:34
Und rechnet damit, Schutzmaßnahmen für die andere Hälfte zahlen zu müssen. Das reicht von der Dokumentation über die Überwachung bis hin zu Unterfangungsmaßnahmen und Wiederherrichtung vom Garten etc.
WilderSueden 14.02.2024 17:12
Und gerade beim Bau mit Keller sollte man daran nicht sparen. Nicht jeder Tiefbauer eine eventuell notwendige Unterfangung und bei einem alten Haus nebendran ist auch erst einmal abzuklären, wie das überhaupt zusammenhält.
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