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ᐅ Kosten komplettes Haus sanieren


Erstellt am: 21.02.2019 15:06

Dr Hix 29.03.2019 13:29
Würde mir das mit der vollumfänglichen Beauftragung auch noch mal überlegen. Gerade im Bestand sind Architekten wegen des Umbauzuschlages meist richtig teuer, erbringen aber im Normalfall vergleichsweise wenig Leistung, da z.B. die gesamte Haustechnik (Elektrik, Wasser/Abwasser, Heizung, Kontrollierte-Wohnraumlüftung etc.) von ihm nur "berücksichtigt" (also im Plan eingezeichnet), aber nicht geplant oder überwacht wird.
Und obwohl die "mitzuverarbeitende Bausubstanz" meistens honorartechnisch eingepreist wird, habe ich selten von einem Architekten gehört, der sich um Dinge wie Kellerabdichtung Gedanken machen, wenn in dieser Richtung keine konkreten Maßnahmen anstehen.

Großartige Umbauarbeiten (wie z.B. einen Anbau oder dergleichen) habt ihr ebenfalls nicht vor, also entfällt auch der "Entwurfs-Part" weitestgehend und da es sich auch nicht gerade um eine Schrottimmobilie handelt, würde ich auch keine nennenswerten "bösen Überraschungen" erwarten, mit denen der "einfache" Handwerker am Ende überfordert wäre.
Für Gewerke wie Fenster, Estrich, Parkett kann man sich imho eher einen entsprechenden Sachverständigen gönnen, der punktuell mal drüberguckt. Dann lieber etwas mehr in die Ausführung investieren und sich dran erfreuen, wie akkurat gut bezahlte und motivierte Handwerker zu Werke gehen

Niloa 29.03.2019 14:02
Ich weiß nur leider nicht, an wen ich mich mit unseren Sanierungsplänen wenden soll. Architektonisch geplant werden muss da wirklich nicht viel. Was er aber auch machen kann, sind Ausschreibungen. Das klingt für mich sinnvoll. Als Laie tue ich mich schwer, die passenden Handwerker zu finden, die Leistungen zu beurteilen/zu vergleichen und vor allem das ganze zu koordinieren.
Alternative wäre für uns ein GU (nennt man den bei Sanierung dann auch so?), der (fast) alle Gewerke übernimmt und mit uns plant.

Tassimat 29.03.2019 14:06
Du brauchst keine Ausschreibungen. Du lässt einfach alle Handwerker kommen, besprichst vor Ort deine Ideen und du erhältst Angebote. Die können die auch sagen, was sinnvoll ist, wie man kosten sparen kann und beraten dich.

Ansonsten erfüllen die nur die Ausschreibungskriterien blind, egal was es kostet. Auch dem Architekten ist dein Geldbeutel total egal. Der holt drei Angebote ein, egal wie teuer die sind und lässt dich unterschreiben. Der hat kein Interesse Kosten zu sparen. Sieht man auch an seiner 65k Rechnung

Tassimat 29.03.2019 14:07
Kurzer Einschub: Der aktueller Bodenaufbau beträgt 6cm, wie viel davon ist Estrich und wie viel ist Parkett, Laminat oder ähnliches?

Edit: Die Frage sollte in den anderen Thread, habe sie dort noch mal gepostet.

11ant 29.03.2019 17:13
Niloa schrieb:
Alternative wäre für uns ein GU (nennt man den bei Sanierung dann auch so?), der (fast) alle Gewerke übernimmt und mit uns plant.
Ich hätte keine Hemmungen, den da ebenso zu nennen - allerdings sind nur wenige Bauunternehmer für Neubau und Umbau gleichermaßen begabt, auch wenn die Akteure am Markt gerne meinen, bei ihnen wäre das anders. Immerhin stimmt das ein bißchen öfter als bei Architekten (da taugen die Jungspunde üblicherweise nur für Neubauten).

Dr Hix 29.03.2019 21:06
Niloa schrieb:
Ich weiß nur leider nicht, an wen ich mich mit unseren Sanierungsplänen wenden soll.

Entweder einen (überregional tätigen) waschechten Generalunternehmer (da gibts auch welche, die sich auf Altbausanierung spezialisiert haben), oder du nimmst z.B. ein lokales, renomiertes Heizungs-/Lüftung-Sanitärunternehmen (Gross der Auftragssumme) und lässt die für die anderen Gewerke ihre "Partnerfirmen" ranholen.
Wir haben mit der zweiten Option zumindest sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Leute können gut miteinander, pushen sich gegenseitig, weil jeder sich an der (guten) Arbeit des anderen misst und vor allem kommunizieren die auch tatsächlich, ohne dass dafür jedes Mal der "Bauleiter" zwangsweise irgendeine Versammlung ansetzen müsste.

Und vielleicht noch mal grundsätzlich: Bei 65.000€ Honorar (ohne Planung und Überwachung der Haustechnik) kann man ohne Weiteres darüber nachdenken einen von euch während der Bauphase in Teilzeit oder gar unbezahlten Urlaub zu schicken und sich selbst zu kümmern. Man muss nicht zig DIN-Normen auswendig können, um beim Bau durch "Überwachung" enorme Mengen Geld zu sparen. Ich würde behaupten, dass 85% aller Probleme am Bau auf Missverständnissen und/oder unklaren Anweisungen basieren und das kann der Bauherr mit Plan im Kopf ebenso leicht verhindern, wie der hochbezahlte Architekt.
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