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ᐅ Kernsanierung Einfamilienhaus Baujahr 1960 an Hanglage

Erstellt am: 23.02.25 16:58
3
3601487
Guten Tag Zusammen,

nach mehrmonatiger Planung unseres Sanierungsprojektes und einigem Einlesen auch in diesem Forum (Danke für alle Tipps!) möchte ich euch um eine kurze Einschätzung unserer Kostenplanung bitten. Erst einmal: Sorry für den Detailierungsgrad, ich bin jemand der gerne strukturiert und lange plant. Ich erwarte von euch (eigentlich gar nichts, ihr macht das ja aus Spaß und umsonst) nicht ein Durchlesen aller Details sondern einfach nur ein paar Ideen / Einschätzungen zu gewissen Punkten und eine grobe Bestätigung bzw. Einwände. Herzlichen Dank schon einmal dafür!

Kurz zu mir: Ich bin 37 Jahre alt und habe mal (vor 15 Jahren) Elektriker gelernt. Ich kenne also Baustellen halbwegs von innen, habe auch in der Zwischenzeit auf einigen Baustellen geholfen und kann einige Dinge (vor allem Technik wie Heizung und Elektro) recht gut einschätzen. Was ich gar nicht einschätzen kann ist alles was mit Bauelementen, Beton oder Mauerwerk zu tun hat...

Grundlegende Informationen zum Haus:

Auf dem Grundstück befindet sich ein 1960 errichtetes Gebäude in Massivbauweise mit einem Satteldach und zwei Dachgauben. Die Grundfläche des Hauses beträgt ca. 8,45 x 7,95 m und es befindet sich ein Balkonanbau zur Gartenseite hinaus. Das Haus hat eine Hanglage, zum Garten hin (also zur Südrichtung) ist das Kellergeschoss vollständig sichtbar, zur Straße ist das Kellergeschoss komplett bedeckt.

Die Wasserversorgung wird über einen eigenen Brunnen auf dem Grundstück realisiert. Die Abwasserversorgung erfolgt über eine Druckentwässerung, deren Schacht auf dem Grundstück liegt. Von dort aus wird das Schmutzwasser in eine höher gelegene Sammelstation der Kanalisation gepumpt. Die Entwässerung der Dach- und versiegelten Flächen erfolgt über eine auf dem Grundstück vorhandene Verrieselungsanlage, die das überschüssige Wasser in den kleinen Bachlauf am unteren Ende des Grundstücks leitet.

Das Grundstück befindet sich in ländlicher Lage im Außenbereich einer Mittelstadt in NRW. Kein Bebauungsplan vorhanden, Baustopp im Außenbereich, daher muss der Bau so stehen bleiben wie er ist (zumindest von außen). Ansonsten hätte ich das lieber abgerissen und neu gebaut. Der Ausblick und die Ruhe entschädigen aber für vieles.

Bausubstanz:

Die Bodenplatte im Keller besteht aus unbewehrtem Stampfbeton und ist etwa 8 cm stark. Unter der Bodenplatte befindet sich direkt das Erdreich, das aus lehmigem Boden besteht. Der Aufbau wurde über eine Kernbohrung ermittelt, ggf. kann es dennoch sein, dass der Beton bewehrt ist.

Die Außenwände sind als zweischaliges Mauerwerk ausgestaltet worden. Die Luftschicht zwischen dem Mauerwerk ist nachträglich mit einer Einblasdämmung aus mineralischem Material ausgeblasen worden. Die Dicke der Luftschicht variiert zwischen 4 und 8 cm. Als Material der Wände kamen unterschiedliche Steinarten zum Einsatz. Hauptsächlich wurden Lochziegel verbaut.

Die Kellergeschossdecke ist als Stahlträger-Kappendecke mit Hohlziegelmauerung ausgeführt. Die Erdgeschoss- und Obergeschossdecke sind als Holzbalkendecke ausgeführt.

Die Kellertreppe ist als Betontreppe ausgeführt worden. Als Stufenbelag kommen große Steinzeugplatten zum Einsatz. Die Obergeschosstreppe ist als Holztreppe ausgeführt worden. Diese Treppe hat zwei Treppenpodeste. Die Dachgeschosstreppe ist über eine Dachbodenluke mit Ausziehleiter aus dem Flur des Obergeschosses zu benutzen.

Das Dach ist ein Satteldach als Pfettendach mit einer Neigung von ca. 52 °. An den beiden Hausseiten links/rechts ist ein Dachüberstand von ca. 15 cm vorhanden, an den Gebäudeseiten zur Straße und zum Garten ist ein Dachüberstand von 25 cm vorhanden. Das Dach wurde in den späten 80er Jahren mit grauen Tonziegeln neu eingedeckt. In dieser Zeit wurde auch die Dachgaube zur Straßenseite aufgebaut. Die Dachgaube zum Garten war bereits bei Errichtung des Gebäudes Bestandteil des Hauses. Im Jahr 2003 wurde das Dachgeschoss mit mineralischen Dämmmatten gedämmt und es wurde eine Dampfbremse verklebt. Im Haus sind zwei Kaminzüge vorhanden, die auf dem Giebel des Daches sitzen. Der erste Kamin wird nicht mehr genutzt der zweite Kamin ist für die aktuell verbaute Ölheizung in Benutzung.

Das Haus verfügt über eine eigene Wasserversorgung über einen Brunnenanlage auf dem Grundstück. Die Abwasserentsorgung erfolgt über eine Druckwasserleitung, die aus dem Sammelschacht auf dem Grundstück in die höher gelegene städtische Kanalisation verläuft. Die Hausanschlüsse für Wasser und Abwasser liegen an der Ostseite im KG, dort ist auch das Pumpwerk inkl. Wasserbehälter untergebracht. Im Jahr 2003 wurde eine Ölheizung eingebaut, diese heizt die Räume über Radiatoren und sorgt für die zentrale Warmwasserbereitung. Die Ölheizung selbst befindet sich im Kellergeschoss, dort ist auch der Öltank untergebracht. Die Elektroinstallation ist halbwegs modern, der Zählerschrank inkl. Hauptverteiler liegt im Flurbereich des Kellers. Der Hausanschlusskasten ist an der Nordostseite des Hauses angebracht, dort erfolgt auch die Einführung der Zuleitung seitens der Stadtwerke. Die Zuleitung der Fernmeldeanlagen (Kupferkabel) ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar.

Ein Bestands-Energieausweis wurde schon erstellt (Gebäudeklasse H). Der Rückbau ist in Eigenleistung bereits weit vorangeschritten, alle Wand- und Bodenbeläge wurden entfernt, alle Deckenverkleidungen wurden zurück gebaut und die Decken freigelegt. Der Bau scheint ohne größere Mängel zu sein (keine nassen Kellerwände, keine Abplatzungen oder Risse, kein Schimmel).

Grundlegendes zum Sanierungsvorhaben:

Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um eine Kernsanierung eines bestehenden Einfamilienhauses. Das Gebäude wird vollständig entkernt und auf den KFW55 EE Standard gebracht. Daneben erfolgen umfangreiche Innenausbaumaßnahmen sowie der Anbau eines neuen Balkons, eines Carports und einer Eingangsüberdachung für die Hauseingangstür. Die größten Teilprojekte bei der Sanierung sind:
  • Entfernung der aktuellen Bodenplatte und Einbau einer neuen, gedämmten und abgedichteten Bodenplatte. Die Bodenplatte soll zwischen den Streifenfundamenten tiefergelegt werden, es ist ein Unterfangen der Streifenfundamente erforderlich um auf die Mindest-Deckenhöhe von 2,2 m (Aktuell genau 2 m) zu kommen. Statiker war schon da und sagt, dass das ohne größere Probleme zu machen sein sollte.
  • Freilegen der Kelleraußenwände, Abdichten und Isolieren der Wände (Perimeterdämmung) sowie Einbau einer Drainage um das Haus.
  • Dämmung der Außenwände mit einem Wärmedämmverbundsystem.
  • Erneuerung des Daches inkl. Erweiterung der vorhandenen Dachgauben (diese werden breiter und die Neigung wird auf 25° abgeflacht).
  • Erneuerung aller Fenster und Türen sowie ein Versetzen / Zumauern / Schaffen von neuen Außenwandöffnungen.
  • Einbau einer neuen Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlage. Es soll eine Luft-/Wasserwärmepumpe, eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe und eine dezentrale Lüftungsanlage eingebaut werden.
  • Einbau neuer Treppen KG/EG und EG/OG.
Daneben erfolgen eine Vielzahl an kleineren und größeren Anpassungen im Innenbereich des Hauses:
  • Das Kellergeschoss soll in Zukunft als Wohnraum genutzt werden (daher die Unterfangung des Fundaments), hier sollen ein Büro, ein Hauswirtschaftsraum und der Technikraum Platz finden.
  • Das Erdgeschoss wird einen großen, offenen Koch-, Ess- und Wohnbereich beinhalten. Daneben werden ein Abstellraum sowie eine Garderobe und ein Gäste-WC im EG untergebracht.
  • Im Obergeschoss soll das Hauptbadezimmer sowie ein großes Schlafzimmer mit Ankleidebereich entstehen. Daneben wird dort ein zweites Büro bzw. ein Kinderzimmer eingerichtet.
  • Der Spitzboden bleibt zunächst ungenutzt bzw. wird nur als Lagerfläche genutzt.
Eine Architektin, ein Statiker sowie ein Energieberater sind bereits an Bord und haben mir schon viele meiner Planungen bestätigt bzw. mir Informationen geliefert. Aktuell arbeitet die Architektin an der Genehmigungsplanung, die wohl in ca. einer Woche fertig ist. Der Energieberater wird dann die BZA für die Förderung erstellen und wir gehen dann in die Finanzierungsgespräche. Dafür brauche ich nun eure Hilfe bzw. Einschätzung. Wir vergeben die Aufträge nach Genehmigung in Eigenregie, einige Angebote (z.B. Fenster, Unterfangung der Streifenfundamente, Perimeterdämmung) liegen mir schon vor und passen in etwa in die folgende Kalkulation. Die restlichen Angebote werden nun nach und nach eintrudeln und werden anhand einer detaillierten, von mir erstellten Gewerke- / Baubeschreibung erstellt.

Ich weiß, dass gerade so ein Sanierungsprojekt seine Eigenheiten hat und schwierig einzuschätzen ist. Unser Vorteil ist, dass ein befreundeter, sachkundiger Bauleiter nebenan im Haus wohnt und uns bei vielem unterstützen wird. Ich habe die komplette Baubeschreibung nun soweit fertig, daher auch die detaillierte Beschreibung hier. Es soll grundsätzlich viel in Eigenleistung erfolgen, ich habe einiges an Zeit verfügbar und ein paar gute Kollegen, die mit anpacken werden. Alles was Statik, Dichtigkeit und andere schwierige bzw. gefährliche Arbeiten betrifft, wird natürlich durch Fachfirmen ausgeführt. Die Elektroinstallation in Eigenleistung wird später von dem Fachbetrieb abgenommen, von dem ich die Materialien beziehen werde.

Übersicht über die aktuelle Baukostenschätzung:

Die folgenden Baukosten habe ich in umfangreicher Recherche aus diversen Quellen (Architekt, mir bekannte Handwerker) zusammengetragen und danach in etwa gemittelt. Bei der Darstellung habe ich versucht, mich an die DIN 276 zu halten (ein wenig auf meine Bedürfnisse zugeschnitten, bitte seht mir nach, dass das nicht zu 100% in die Norm passt). Die Kosten sind alle als Bruttokosten ausgewiesen.

Erklärung der Spalten:









Auszuführende Arbeit | Koten pro Einheit | Einheit |
Anzahl Einheiten |
Gesamtkosten


Kostengruppe Herrichten und Abreißen (Bitte beachten: Sehr viel Eigenleistung!):

























































Abbruch Dach 20,00 € m² Dachfläche
112
2.240,00 €
Abbruch Innenwände 80,00 € m² Wandfläche
30
2.400,00 €
Abbruch Außenflächen und Balkon 2.000,00 € pausch.
1
2.000,00 €
Abbruch Bodenplatte 50,00 €
56
2.800,00 €
Abgrabung und Planierung Bodenplatte 100,00 €
10
1.000,00 €
Abbruch Innenausstattung, Fenster, Türen 2.200,00 € pausch
1
2.200,00 €
Abbruch und Entsorgung Ölheizung + Tank 2.500,00 € pausch
1
2.500,00 €
Entsorgung Abbruchmaterial 4.000,00 € pausch.
1
4.000,00 €
















Anschütten und Verdichten Carport und Müllplatz 70,00 €
20
1.400,00 €
Erdarbeiten Gartenanalage 70,00 €
20
1.400,00 €
















Anpassung Abwasserentsorgung 2.500,00 € pausch.
1
2.500,00 €
Anpassung Wasserversorgung 1.500,00 € pausch.
1
1.500,00 €


-----

Kostengruppe Gründungen:











































Isolierte Bodenplatte Altbau 220,00 €
56
12.320,00€
Unterfangung Kellerfundamente 45.000,00 € pausch.
1
45.000,00€
L-Steine Müllplatz 450,00 € lfd m
11
4.950,00€
Stützwände Carport in Ortbeton 350,00 €
24
8.400,00€
Fundament Wärmepumpe 1.200,00 € pschl.
1
1.200,00€
Punktfundamente Balkon 250,00 € Stk.
6
1.500,00€


-----

Kostengruppe Außenwände:










































































































Keller: Außenwandöffnungen schließen 200,00 €
4,4
880,00€
Perimeterdämmung Kelleraußenwände Bodenaushub 60,00 €
58,5
3.510,00€
Perimeterdämmung Kelleraußenwände Untergrund vorbereiten 30,00 €
36
1.080,00€
Perimeterdämmung Kelleraußenwände Abdichtung Bitumendickbeschichtung, Dämmung, Noppenbahn 160,00 €
36
5.760,00€
Perimeterdämmung Kelleraußenwände Drainage, Sickerpackung 90,00 € lfd m
25
2.250,00 €
Perimeterdämmung Kelleraußenwände Hinterfüllung 50,00 €
60
3.000,00 €
Erdgeschoss: Außenwandöffnungen schließen 200,00 €
6
1.200,00 €
Erdgeschoss: Außenwandöffnungen schaffen 700,00 €
6
4.200,00 €
Erdgeschoss: Innenwände mauern / Träger setzen 5.000,00 € pschl.
1
5.000,00 €
Obergeschoss: Außenwandöffnungen schließen 200,00 €
2
400,00€
Obergeschoss: Außenwandöffnungen schaffen 700,00 €
2
1.400,00 €
Dämmung Fassade (160 mm Mineralwollplatten) 140,00 €
180
25.200,00 €
Fassade Verputzen, Anstreichen und Versiegeln 80,00 €
180
14.400,00 €
Fenster und Nebeneingangstüren inkl. Verschattung 1.000,00 €
36
36.000,00 €
Haustür 6.000,00 € pausch.
1
6.000,00 €


-----

Kostengruppe Innenwände:











































Trockenbauwand 85,00 €
14
1.190,00 €
Innentüren 1.000,00 € pro Tür
7
7.000,00 €
Schiebetüren 1.200,00 € pro Tür
3
3.600,00 €
Putzarbeiten 40,00 €
80
3.200,00 €
Wandfliesen Badezimmer und Küche 130,00 €
27
3.510,00 €
Spachtel- und Schleifarbeiten (Streichen und Tapezieren ist Eigenleistung) 30,00 €
400
12.000,00 €


-----

Kostengruppe Decken / Bodenbelag:














































































Trockenestrich EG und OG 80,00 €
100
8.000,00 €
Bodenbelag KG 90,00 €
39
3.510,00 €
Bodenbelag EG 130,00 €
46
5.980,00 €
Bodenbelag OG 90,00 €
37
3.330,00 €
Bodenbelag Bad 90,00 €
9
810,00€
Dämmung KG Geschossdecke 50,00 €
48
2.400,00 €
Dämmung EG Geschossdecke 50,00 €
46
2.300,00 €
Verkleidung Decken 40,00 €
148
5.920,00 €
Treppe KG --> EG 7.000,00 € pausch.
1
7.000,00 €
Treppe EG --> OG 7.000,00 € pausch.
1
7.000,00 €
Zugang DG 1.000,00 € pausch.
1
1.000,00 €


-----

Kostengruppe Dach:















Dach neu eindecken und isolieren (Aufdachdämmung) 340,00 €
89
30.260,00 €
Anpassungen an den Dachgauben / Dachstuhl 9.000,00 € Stück
2
18.000,00 €


Die neue Dachfläche wird durch die geänderte Gaubenneigung wesentlich kleiner, daher hier nur 89 m² neu einzudeckende und zu dämmende Dachfläche.

-----

Kostengruppe Wasserver- und Abwasserentsorgung, Sanitär:


















































Wasserfilter- und Enthärtungsanlage 5.000,00 € pausch.
1
5.000,00 €
Warmwasser-Wärmepumpe 4.500,00 € pausch.
1
4.500,00 €
Wasser- und Abwasserleitungen 18.000,00 € pauschl
1
18.000,00 €
Toiletten 500,00 € Stück
2
1.000,00 €
Waschbecken Bad 500,00 € Stück
2
1.000,00 €
Ebenerdige Dusche 4.000,00 € Stück
1
4.000,00 €
Zusätzlicher Außenanschluss 1.000,00 € pausch.
1
1.000,00 €


-----

Kostengruppe Wärmeversorgung:















Luft-Wasser-Wärmepumpe 20.000,00 € pausch.
1
20.000,00 €
Verlegung Fußbodenheizung 9.000,00 € pausch.
1
9.000,00 €


-----

Kostengruppe Lüftungsanlagen:








Dezentrale Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung 13.000,00 € pausch.
1
13.000,00 €


-----

Kostengruppe Elektroinstallation (Bitte beachten: Das wird alles in Eigenleistung mit ein paar Kollegen gemacht, wir sind alle Elektriker. Also hier sind nur die Materialkosten gemeint. Insgesamt soll das einen sehr gehobenen Ausstattungsstand darstellen):




































Basis-Elektroninstallation 10.000,00 € pausch.
1
10.000,00 €
Erweiterter Schaltschrank inkl. Smart Home Komponenten 9.000,00 € pausch.
1
9.000,00 €
5 kWp Photovoltaikanlage 10.000,00 € pausch.
1
10.000,00 €
7 kWh Speicher 3.000,00 € pausch.
1
3.000,00 €
Wallbox 1.000,00 € pausch.
1
1.000,00 €


-----

Kostengruppe Verkehrsflächen:
























Pflasterarbeiten Einfahrt, Carport und Terrassen 80,00 €
150
12.000,00 €
Errichtung Carport 8.000,00 € pausch.
1
8.000,00 €
Eingangsbereich: Dach und Stufen 5.000,00 € pausch.
1
5.000,00 €


-----

Kostengruppe Einfriedung:








Hecken 80,00 € m
52
4.160,00 €


-----

Kostengruppe Außenanlagen:















Balkon (Hochgelegter Stahlbalkon mit Gartentreppe) 650,00 €
30
19.500,00 €
Terrassierung Garten (Ebenen schaffen) 8.000,00 € pausch
1
8.000,00 €


-----

Kostengruppe Planungskosten:





























Architekt Leistungsphase 4 80,00 € Stunde
70
5.600,00 €
Statiker 3.000,00 € pausch.
1
3.000,00 €
Energieberater 89,00 € Stunde
70
6.230,00 €
Vermessung/Einmessung 1.000,00 € pausch.
1
1.000,00 €


-----

Kostengruppe Genehmigung:








Bauvoranfrage, Baugenehmigung und weitere amtliche Genehmigungen 2.000,00 € pausch.
1
2.000,00 €


-----

Kostengruppe Baubegleitende Kosten:





























Gerüstaufbau und Verleih 30,00 €
156
4.680,00 €
Baustraße / Vorbereitungen Schotterfläche vorm Haus 5.000,00 € pausch.
1
5.000,00 €
WC, Allgemeine Einrichtungen 1.000,00 € pausch.
1
1.000,00 €
Baustromversorgung 500,00 € pausch.
1
500,00€



In Summe sind das in Summe ca. 540.000 € inkl. aller oben aufgeführten Kostenpositionen und den bereits angefallenen Entsorgungskosten. Die Erdarbeiten sind recht kleinteilig aber bereits in einigen Positionen enthalten. Hier haben wir aber auch Zugang zu einem Minibagger und einem Gala-Bauer, der das günstig macht. Auf Grund des großen Grundstücks lässt sich viel vom Erdreich im Garten für Rasenflächenuntergründe wieder verwerten.

Die Ausführungsplanung erfolgt durch die Architektin auf Stundenbasis wo notwendig (alles was die Statik und die Dichtigkeit betrifft). Den Rest sollen die Gewerke oder wird selbst geplant. Die Bauleitung (und die Abstimmung der Ausführungsplanung) erfolgt durch den Nachbarn, mit dem wir gut befreundet sind und der auch beruflich Bauleiter ist.

Das Haus gehört bereits uns und ist daher Teil des Eigenkapitals. Das Haus hat später (inkl. anrechenbaren Balkonflächen) eine Wohn- und Nutzfläche von 156 m², es ergeben sich also ca. 3.400 € / m² Baukosten.

Was ist eure Einschätzung zu den geplanten Arbeiten? Passt das in etwa oder liege ich an der einen oder anderen Stelle deutlich unter / über euren Kostenschätzungen. Angehängt findet ihr die aktuellen Entwürfe, an denen jetzt noch ein wenig Detailarbeit stattfindet. Danach geht das so in die Genehmigung, deren Bauvoranfrage schon positiv beschieden wurde.

Vielen Dank für das Lesen und (wenn ihr Lust habt) beantworten. Ich bin für jeden Tipp dankbar und freue mich auf eure Rückfragen.

Beste Grüße!
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W
wiltshire
24.02.25 08:34
In Deiner Aufstellung kann ich keine Fehler erkennen und es fällt mir auch nicht auf Anhieb ein was fehlt.

Bei der Photovoltaikanlage gehst Du ja noch mal bei. Ich empfehle diese gut auf den Eigenbedarf abzustimmen. In Sachen Speicher würde ich nicht mehr wie in unserem Haus und auch allgemein noch so üblich auf einen DC-gekoppelten Speicher gehen, sondern den Platz und Anschluss eines AC-gekoppelten Speichers vorsehen, der nicht nur den Photovoltaik-Strom, sondern auch im Zusammenspiel mit einem Spot-Markt-Tarif aus dem Stromnetz speichern kann. Das Schöne dabei ist, dass dieses Systeme sehr simpel nachgerüstet werden können. Einfach mitdenken und gut ist das.
nordanney schrieb:

Aber tu mir einen Gefallen, und leg Dir kein Plastik ins Haus. Das ist - nicht böse gemeint - Mietwohnungssozialbauniveau. Für die Materialkosten bekommst Du schon fast Parkett, wenn Du ein wenig schaust.
Das dachte ich auch - mit dem Unterschied "Tu Dir den Gefallen"...
3
3601487
24.02.25 08:55
wiltshire schrieb:

In Deiner Aufstellung kann ich keine Fehler erkennen und es fällt mir auch nicht auf Anhieb ein was fehlt.

Vielen Dank für deine/eure Mühe, das beruhigt mich zusammen mit den vorherigen Aussagen der Forenkollegen!

Die größte Sorge betraf die Kosten der Unterfangung der Fundamente und das gescheite Abdichten und Isolieren der neuen Bodenplatte. Da liest man im Netz häufig wirklich Horrorgeschichten.
wiltshire schrieb:

Bei der Photovoltaikanlage gehst Du ja noch mal bei. Ich empfehle diese gut auf den Eigenbedarf abzustimmen. In Sachen Speicher würde ich nicht mehr wie in unserem Haus und auch allgemein noch so üblich auf einen DC-gekoppelten Speicher gehen, sondern den Platz und Anschluss eines AC-gekoppelten Speichers vorsehen, der nicht nur den Photovoltaik-Strom, sondern auch im Zusammenspiel mit einem Spot-Markt-Tarif aus dem Stromnetz speichern kann. Das Schöne dabei ist, dass dieses Systeme sehr simpel nachgerüstet werden können. Einfach mitdenken und gut ist das.

Die Photovoltaikanlage ist gesetzt auf den beiden Dachgauben. Eine Dachgaube ist Süd-Richtung mit ca. 32 m² Fläche, die andere Nord-Richtung mit ca. 28 m² Fläche. Beide Gauben werden 25 ° Neigung haben, außerdem kommen noch Module an die Süd-Balustrade des Balkons, sodass ich insgesamt auf 5-6 kWp komme (Verluste der Nordseite bereits halbwegs rausgerechnet). Da ich das alles (bis auf die Unterkonstruktionen am Dach und die dichten Leitungsdurchführungen, die macht der Dachdecker) selber mache, könnte das fast wirtschaftlich werden. Das ist mir aber eigentlich nicht besonders wichtig, mir kommt es auf eine gewisse Autarkie und ökologische Gesichtspunkte an.

Bezüglich Speicher gibt es ja mittlerweile "stapelbare" Batteriesysteme. Ich werde also erst einmal mit ca. 6-8 kWh starten und kann dann ggf. noch was drauflegen, wenn notwendig. Den Hinweis mit AC-gekoppelten Systemen nehme ich mit, könnte bzgl. zukünftiger Smart-Grid Anwendungen und entsprechender Tarife Sinn ergeben.
wiltshire schrieb:

Das dachte ich auch - mit dem Unterschied "Tu Dir den Gefallen"...

Mitgenommen, es kommt statt Laminat ein gescheites Parkett zum Einsatz. Es soll ja schön und langlebig sein.
W
wiltshire
24.02.25 09:22
3601487 schrieb:

Ich werde also erst einmal mit ca. 6-8 kWh starten und kann dann ggf. noch was drauflegen, wenn notwendig. Den Hinweis mit AC-gekoppelten Systemen nehme ich mit, könnte bzgl. zukünftiger Smart-Grid Anwendungen und entsprechender Tarife Sinn ergeben.
Du wirst einen derzeit typischen Speicher nicht smart-grid-fähig ist später nicht mehr dazu bekommen. Fange lieber gleich mit einem entsprechenden System an oder behalte das Budget für später. Die Preisentwicklung bei den Smart-Grid-Speichern wird in den kommenden 2 Jahren nach meiner Einschätzung mit gewisser Branchenkenntnis so verbraucherfreundlich sein, dass es nur noch wenig Unterschiede zum einfachen DC-gekoppelten Speicher gibt.
3
3601487
24.02.25 09:43
Ich werde mir eine Kombination aus einem Loxone-System (komplett über Ethernetleitungen verkabelt) und einem KNX-System (für gewisse autarke Funktionen wie Deckenbeleuchtungen im Falle eines Ausfalls des Loxone Systems) einbauen. Schnittstellen zur z.B. Heizungs- oder Lüftungsanlage werden vermutlich über einen Modbus (o.Ä.) geschaffen. Darüber kann man auch ein intelligentes Lastmanagement inkl. Batteriespeicher, Ladesäule und Wärmepumpe einrichten. Das meine ich mit "Smart-Grid". Das Rückschalten/Ansteuern von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen im Sinne des §14a oder die Nutzung von variablen Stromtarifen (TAF2 im SMGW) ist davon unabhängig und wird vermutlich mal über das Smart Meter (Irgendwann wenn alle Bedenkenträger weg sind und das endlich mal in der Breite der Haushalte umgesetzt ist) abgewickelt. Habe selber mal bei einem Energieversorger im Smart Metering Bereich gearbeitet, das war und ist immer noch ein Krampf.

Mir geht es erst einmal um die Optimierung meines Eigenverbrauchs und ein bisschen spielen. Ich habe beruflich viel mit allerhand industriellen Bussystemen zu tun und kann auch ein bisschen programmieren. Das ganze Energiemanagement- und Hausautomatisierungssystem wird also mein künftiges Spielzeug, mit dem ich mich in meiner Freizeit beschäftige. Dafür gebe ich dann auch gerne Geld aus, wenn es mich beschäftigt. Es muss also nicht wirtschaftlich sein (wenn es das ist, umso besser).

Alles aber nicht maßgeblich für die Kalkulation, vor der ich im Moment stehe. Erstmal fertig werden mit dem Haus, die Spielereien kommen dann zum Schluss wenn noch Geld und Nerven übrig sind.
H
hauskauf1987
24.02.25 16:43
Wow mega interessant und eine sehr solide Kostenaufstellung
Komme vom Fach und kann dir sagen, dass du mit vielen Zahlen deiner Aufstellung gut liegst!

Viel Erfolg!
3
3601487
24.02.25 17:14
hauskauf1987 schrieb:

dass du mit vielen Zahlen deiner Aufstellung gut liegst!

Danke, macht Mut! Siehst du irgendwo größere Abweichungen?
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