ᐅ Keller aus WU Beton oder Poroton?
Erstellt am: 27.01.2024 23:18
Gerddieter 28.01.2024 13:08
hanghaus2023 schrieb:
Im Plan vom Keller ist keine halbe WW dargestellt.Sehe ich auch so ist alles Beton oder ? 11ant 28.01.2024 17:42
Robert1995 schrieb:
Die Rohbaufirma wurde nach Ausschreibung vom Bauträger gesucht und vermutlich wurde dort der günstigste genommen, so die Vermutung.
Dieser kann entweder keine Weiße Wanne liefern oder meint es wäre zeitlich nicht möglich. Ich vermute aber auch stark, das es zu spät bestellt wurde.Robert1995 schrieb:
es handelt sich um einen GÜ.Du hast hier also einen Vertragspartner, der wohl eher Architekt als Maurer ist und schon den Rohbau nicht als eigene Bauleistung erbringt; der hat den Rohbau "zugekauft", und der diesbezügliche Sub macht für den geplanten WU-Keller (den er vermutlich selber voll zukaufen müßte) nicht den erträumten Preis, sondern bietet alternativ an, diesen selbst zu mauern. Darauf würde ich mich hier technisch gesehen bestenfalls für die talseitige Außenwand einlassen. Worauf Du rechtlich gesehen bestehen kannst, können wir nicht erkennen: worst Case hast Du "ein Stück Haus, so aussehend wir gezeichnet" beauftragt ... 11ant 28.01.2024 17:55
P.S.: mir mißfällt (und löst Alarmglocken aus), wenn in Zeichnungen von offenen Nachträgen die Rede ist. Hier wäre also noch zu prüfen, wie sich Zeichnung und Vertragsschluss zeitlich zueinander verhalten. Hast Du womöglich gar einen Preis vereinbart, ohne daß die Qualität der Gegenleistung schon fixiert war ?
11ant schrieb:... also schlimmer noch: "nimm´ mein Geld, und wenn Du gnädig bist, dann baue mir ein Haus dafür" ???
Worauf Du rechtlich gesehen bestehen kannst, können wir nicht erkennen: worst Case hast Du "ein Stück Haus, so aussehend wir gezeichnet" beauftragt ...
Allthewayup 28.01.2024 18:28
„WU-Keller“ wird von Bauherren (meist Laien) als Synonym verwendet.
Es wird hier unterschieden zwischen der Elementbauweise (Beton Fertigteile) welche vor Ort (Ortbeton) mit WU-Beton ausgegossen werden und dann gibt es die monolithische Bauweise bei der vor Ort eine Schalung erstellt wird welche im Anschluss auch mit WU-Beton ausgegossen wird.
Ich hatte mit meinem GU auch immer WU-Keller im Gespräch und nachher stellt sich heraus, dass lediglich in Elementbauweise nach WU-Richtlinie gearbeitet wurde. Das hat neben den vielen Fehlern die gemacht werden können bei der Erstellung einen weiteren entscheidenden großen Nachteil: Ein späteres verpressen von Undichtigkeiten in den Elementwänden ist unmöglich da sich dadurch großflächig die Verbindung von Elementwand zum Ortbeton lösen kann und dadurch noch mehr Wasserstraßen öffnen.
Bei der monolithischen Bauweise ist das kein Problem.
Darum mein Rat: WU-Keller nicht in Elementbauweise nach WU-Richtlinie, sondern WU-Keller nach DIN in Schalungsbauweise. Wenn das vertraglich nicht so festgehalten wurde ist das erneut Spielraum (Finanziell, Langzeitrisiko) des Bauunternehmens zu Lasten des Bauherren.
Ich habe einige wissenschaftliche Artikel zu der Bauweise mit Elementwänden gelesen und sogar einen Versuch bei dem drei Kernbohrproben genommen wurden und bei allen drei hat man festgestellt dass die Verbindung von Ortbeton zu Elementwand mangelhaft oder gar ungenügend war. Das ist schon erschrecken wenn man auf die Abdichtenden Eigenschaften einer solchen Bauweise vertraut.
Bei uns ist bisher (wieder) alles trocken im Keller aber ich gehe nicht davon aus, dass das 40 Jahre lang so bleibt. Hätte ich das Wissen von heute damals gehabt hätte ich auf die Schalungsbauweise bestanden und zur Not extern ausgeschrieben an Kellerspezialisten.
An der Basis des Hauses wird leider zu oft gespart wie man oft mitbekommt. Eine schwarze Wanne am Hang sehe ich im schlimmsten Albtraum nicht, lass das auf gar keinen Fall zu. Das Wetter wird tendenziell extremer. Du investierst in den Keller auf alle Fälle sinnvoll wenn dieser baulich so ausgeführt wird das er drückendem Wasser standhält.
Es wird hier unterschieden zwischen der Elementbauweise (Beton Fertigteile) welche vor Ort (Ortbeton) mit WU-Beton ausgegossen werden und dann gibt es die monolithische Bauweise bei der vor Ort eine Schalung erstellt wird welche im Anschluss auch mit WU-Beton ausgegossen wird.
Ich hatte mit meinem GU auch immer WU-Keller im Gespräch und nachher stellt sich heraus, dass lediglich in Elementbauweise nach WU-Richtlinie gearbeitet wurde. Das hat neben den vielen Fehlern die gemacht werden können bei der Erstellung einen weiteren entscheidenden großen Nachteil: Ein späteres verpressen von Undichtigkeiten in den Elementwänden ist unmöglich da sich dadurch großflächig die Verbindung von Elementwand zum Ortbeton lösen kann und dadurch noch mehr Wasserstraßen öffnen.
Bei der monolithischen Bauweise ist das kein Problem.
Darum mein Rat: WU-Keller nicht in Elementbauweise nach WU-Richtlinie, sondern WU-Keller nach DIN in Schalungsbauweise. Wenn das vertraglich nicht so festgehalten wurde ist das erneut Spielraum (Finanziell, Langzeitrisiko) des Bauunternehmens zu Lasten des Bauherren.
Ich habe einige wissenschaftliche Artikel zu der Bauweise mit Elementwänden gelesen und sogar einen Versuch bei dem drei Kernbohrproben genommen wurden und bei allen drei hat man festgestellt dass die Verbindung von Ortbeton zu Elementwand mangelhaft oder gar ungenügend war. Das ist schon erschrecken wenn man auf die Abdichtenden Eigenschaften einer solchen Bauweise vertraut.
Bei uns ist bisher (wieder) alles trocken im Keller aber ich gehe nicht davon aus, dass das 40 Jahre lang so bleibt. Hätte ich das Wissen von heute damals gehabt hätte ich auf die Schalungsbauweise bestanden und zur Not extern ausgeschrieben an Kellerspezialisten.
An der Basis des Hauses wird leider zu oft gespart wie man oft mitbekommt. Eine schwarze Wanne am Hang sehe ich im schlimmsten Albtraum nicht, lass das auf gar keinen Fall zu. Das Wetter wird tendenziell extremer. Du investierst in den Keller auf alle Fälle sinnvoll wenn dieser baulich so ausgeführt wird das er drückendem Wasser standhält.
Gerddieter 29.01.2024 10:47
Allthewayup schrieb:
„WU-Keller“ wird von Bauherren (meist Laien) als Synonym verwendet.
Es wird hier unterschieden zwischen der Elementbauweise (Beton Fertigteile) welche vor Ort (Ortbeton) mit WU-Beton ausgegossen werden und dann gibt es die monolithische Bauweise bei der vor Ort eine Schalung erstellt wird welche im Anschluss auch mit WU-Beton ausgegossen wird.
...
Darum mein Rat: WU-Keller nicht in Elementbauweise nach WU-Richtlinie, sondern WU-Keller nach DIN in Schalungsbauweise. Wenn das vertraglich nicht so festgehalten wurde ist das erneut Spielraum (Finanziell, Langzeitrisiko) des Bauunternehmens zu Lasten des Bauherren.
Ganz bestimmt besser - aber mein Gefühl sagt mir, dass der TE schon sein wichtiges Etappenziel erreicht hat, wenn er überhaupt noch zu irgendeinem WU Keller mit diesem GÜ kommt.Nach dem Motto lieber Elementbauweise als gar nicht...
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