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Felix571
Dein Bild und Deine Beschreibung passen nicht zusammen - ich empfehle Dir, einen im "Bauen im Bestand" erfahrenen Architekten zu konsultieren, ehe Du mit Deinen wohl umfangreichen Umbauarbeiten weitermachst. Textlich beschrieben hast Du das Bohren in einen Kalksandstein Hohlblockstein vom Kaliber 300, da wärest Du nach Deiner Schilderung authentisch nach 4 cm Material auf einen Hohlraum gestoßen.
Das Bild jedoch zeigt ein abenteuerlich freistiliges Konstrukt (man beachte den Absperrhahn in einer Steigleitung durch einen Sturz (?)) einer Wand(schale) aus nur Läufern im Format 2DF. Das klingt garnicht nach Hohlblöcken, sondern eher nach bis auf ein Griffloch eher Vollsteinen, und nach einer zweischaligen Wand. Die könnte dann auch durchaus auf die genannten 28 cm kommen, und ja nach Bohrstelle könntest Du da nach 4 cm ein (eiförmiges) Griffloch getroffen haben. Auch der zunächst zu vermutende Hohlblock 15DF hätte keine mit einem Porenziegel vergleichbare Kammern- und Stegestruktur, sondern wohl ein ovalzylindrisches Griffloch und mehrere kreiszylindrische weitere Hohlkammern. Du solltest Dein Haus also erst einmal bauingenieurforensisch untersuchen lassen, statt der Prosa aus der damaligen Baubeschreibung zu vertrauen. Blondi wird wohl nicht dort eingemauert sein, aber es klingt doch ziemlich nach Büchse der Pandora. Eine 30 cm starke Außenwand wäre für das Baujahr beinahe avantgardistisch - ebenso, sie aus Kalksandstein Hohlblocksteinen aufgemauert zu haben. Monolithisch aus Kalksandstein hätte man sie am ehesten aus 2DF Läufern und 3DF Bindern aufgemauert. Andererseits zeigt Dein Bild nur 2DF Kalksandstein Läufer und sprichst Du auch von Ziegeln und einer Gesamtstärke von 28 cm. Das späche so weit für die Vermutung eines zweischaligen Aufbaus aus vermutlich 2DF Ziegel Läufern außen, 2DF Kalksandstein Läufern innen und dazwischen einer (ungefüllten ?) 5 cm starken Luftschicht. Du siehst: bei weitem nicht nur um irgendwelche Modülchen daran aufzuhängen lohnt das eine genaue Untersuchung. Zeige doch ´mal die Zeichnungen aus der Bauakte.
Erstmal noch zur Klarstellung. Das Haus ist von 1955 (mit 30 Kalksandhohlblockstein), der Anbau (um den es hier geht von 1958 (mit 24er Hohlsteine). Das Gebäude habe ich vor einiger Zeit übernommen. Errichtet wurde es von Vater und Sohn, beide Maurer. und erfindungsreich in der Verarbeitung von Resten usw.
Da ursprünglich ein Balkon über diesem Wandabschnitt war, kann es sein, daß die oberen Steinreihen aus anderen Steinen bestehen als die unteren. Jedenfalls ist die Wand etwa 29 cm stark, einschließlich Putz außen (kein Glattputz) und innen. Wollte ich den Wandaufbau untersuchen , müßte ja wahrscheinlich Putz abgeschlagen werden??? Dass ich nach 4 cm immer auf einen Hohlraum gestoßen bin, könnte natürlich immer Zufall gewesen sein.
Das ist kein Absperrhahn, es ist eine Steckdose, die dort war. Das Kabel kommt aber nicht von oben, sondern von der Seite (Bj. 1958!). Oben ist kein Sturz, das ist Heraklit! Vielleicht verdeckt das Heraklit aber eínen Sturz. Ursprünglich war da ein großes Fenster bis zur rechten Wand geplant. und warum da neu verputzt wurde (Mörtelgruppe 3??), keine Ahnung.Das Bild jedoch zeigt ein abenteuerlich freistiliges Konstrukt (man beachte den Absperrhahn in einer Steigleitung durch einen Sturz (?))