Ist KNX Smart-Home die Zukunft?

4,00 Stern(e) 7 Votes
Zuletzt aktualisiert 30.11.2022
Sie befinden sich auf der Seite 35 der Diskussion zum Thema: Ist KNX Smart-Home die Zukunft?
>> Zum 1. Beitrag <<

S

stefanc84

Ich muss Grym schon Recht geben. Auch als Technik-affiner Mann...

Bei den allermeisten, sagen wir zur Abwechslung mal 95% der Menschen [emoji1], ist es nicht nur so, dass sie auf den Komfort verzichten können, sie lehnen eine Automatisierung irgendeiner Form sogar ab. Sie wollen es nicht. Sie wollen selbst bestimmen was ihr Haus tut.
Deswegen meinte ich eingangs des Threads auch, dass ich die Zukunft eher bei Amazon und Google sehe. Das sehe ich immer noch so! Denn erst solche Firmen schaffen es irgendwie den Leuten die Köpfe so zu verdrehen und ihre Produkte so gut zu verkaufen, dass sie plötzlich jeder haben will!
D.h. nicht, dass diese Produkte besser sein müssen. Ganz im Gegenteil, wahrscheinlich verursachen sie Kopfschütteln bei uns Technik-Nerds. Aber die große Masse tickt eben anders.
Die Geschichte wiederholt sich doch immer wieder. Früher war man Nerd wenn man im Internet unterwegs war und Messenger genutzt hat. Heute sind es die damaligen Internetgegner die von den schrottigen "Massenprodukten" Facebook und WhatsApp abhängig sind.
Ähnlich kann ich es mir im Bereich Smarthome vorstellen.

Für mich als Nerd (nicht für die Masse) sehe ich inzwischen trotzdem EIB.396/]KNX[/URL_INTERNA] als den derzeit sinnvollsten Weg.
 
G

Grym

Ich fand die Leute früher auch komisch, die in ihren HP Palm Organizer ihre Termine (oder Hausaufgaben!) eingegeben haben oder sowas. Schüler (!) und Studenten.

Dann kam das iPhone... und plötzlich ist das nicht mehr altbacken und komisch, sondern normal.

Solange die ETS die ETS bleibt, wird KNX nie Massenprodukt werden. So etwas einfaches wie fahre die Jalousien immer 7:00 nach oben, aber nicht am Wochenende oder an Feiertagen, kann jeder mündlich formulieren und bei entsprechender Oberfläche, evtl. sprachgesteuert, auch "programmieren". Aber wenn ich 1.000 EUR investieren muss und eine haklige Desktop-Software bemühen muss und das anschließend noch hochladen muss.. Massenmarkttauglichkeit gleich 0.

Wenn in Zukunft vielleicht die "Programmierung" über Alexa/Siri läuft und an der Verkabelung nichts geändert werden muss, einfach nur der Schalter durch einen smarten Schalter von Apple/Google/Amazon getauscht werden muss, dann wird es langsam massenmarkttauglich. Und auch hier: Funk ist für 99% der Bauherren vollkommen, ok. Nichts an der Verkabelung ändern zu müssen und auch in der Zukunft offen für alle möglichen Standards zu sein, welche noch kommen mögen, ist für 99% der Bauherren ein gewichtigeres Argument als auf Funk zu verzichten (oftmals nur Funkimpulse während der Betätigung während man im städtischen Bereich unter der "Dauerbestrahlung" von 6 Handys und 11 WLAN ist).

Aber es geht dann hier wirklich zu 100% darum, auf was sich Google, Amazon und Apple einigen oder wer etwas durchsetzen kann. Technisch schlechter oder besser ist bei dieser zukünftigen Entwicklung nicht von Belangen.
 
Mycraft

Mycraft

Moderator
und nachrüsten kabelbasiert... na dann ist das halbe Haus wieder offen.
Nicht wirklich...eins der Vorteile von KNX ist ja auch, dass man alte Geräte gegen neue mit mehr Funktionen und Möglichkeiten einfach und schnell tauschen kann ohne die Wände aufzureissen...

Fast keine Frau denkt bei Komfort an eine Hausautomation.
Hmm irgendwie kenne ich dann wohl nur andere Frauen...

Das KNX etwas mit Komfort zu tun hat, das unterschreiben nur 1% der Bauherren.
Das kann man nur sagen wenn man es nicht kennengelernt hat und nur mal was gehört hat...ich glaube ich kenne auch noch nur andere Bauherren nicht nur andere Frauen...

Weil er keine Ahnung hat was er redet. Vorstellungskraft reicht nicht aus, dann muss man es halt erleben.
Komfort in Abrede zu stellen ist das unsinnigste, was ich seit langem gehört habe.
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen...

Eine klassische Installation erfüllt komplett alle Bedürfnisse für 99,9% aller Bauherren.
Nein macht Sie eben nicht...der klassische Bauherr weiß es einfach nicht besser und ist dementsprechend der Meinung, dass es nicht anders geht...für viele ist ja schon ein Drehdimmer im Wohnzimmer der Gipfel der Technik...

Aber die Kernfunktionen von KNX wie Licht und Rollläden haben die nichts tun.
Seit wann sind denn Kernfunktionen von KNX Licht und Rollläden? Da hat jemand immer noch keinen Plan davon was KNX eigentlich ist...

Die Kernfunktion von KNX ist unmögliches möglich zu machen mit wenig Zeit- und Mitteleinsatz. wie z.B. einen Sensor, welcher Innerhalb einer Heizung von Hersteller X werkelt mit einem eigenen Protokoll und auf eigenem BUS mit dem Aktor innerhalb eines beliebigen Geräts vom Hersteller Y innerhalb der KNX Anlage sinnvoll zu verbinden bzw. miteinander arbeiten zu lassen.

Deswegen meinte ich eingangs des Threads auch, dass ich die Zukunft eher bei Amazon und Google sehe. Das sehe ich immer noch so! Denn erst solche Firmen schaffen es irgendwie den Leuten die Köpfe so zu verdrehen und ihre Produkte so gut zu verkaufen, dass sie plötzlich jeder haben will!
Das stimmt schon...solche Größen schaffen Märkte, welche vorher nicht da waren...aber auch die müssen Sich an die Physik halten und auch die können nicht einfach alles auf einmal herstellen, sprich es wird immer eine X-Anzahl an Herstellern geben für Leuchtmittel, Rolllädenmotoren, Sensoren, Heizungen, Lüftungsanlagen oder Wandschalter...

Auch Google und Co. werden es einfach nicht schaffen dem 0815-Menschen beizubringen er müsse seine ganze Technik von einem Hersteller kaufen...aber nur so wird es gehen...

Den anderes geht es ja nicht das wissen wir selbst man kann einfach nicht zwei verschiedene Geräte miteinander sinnvoll verbinden ohne ein geeignetes Medium...

Solange die ETS die ETS bleibt, wird KNX nie Massenprodukt werden. So etwas einfaches wie fahre die Jalousien immer 7:00 nach oben, aber nicht am Wochenende oder an Feiertagen, kann jeder mündlich formulieren und bei entsprechender Oberfläche, evtl. sprachgesteuert, auch "programmieren". Aber wenn ich 1.000 EUR investieren muss und eine haklige Desktop-Software bemühen muss und das anschließend noch hochladen muss.. Massenmarkttauglichkeit gleich 0.
Wieder Mal ein Beispiel von Unwissen hoch 10...das geht alles auch ohne ETS ud zwar seit den frühen 90igern...

Aber es geht dann hier wirklich zu 100% darum, auf was sich Google, Amazon und Apple einigen oder wer etwas durchsetzen kann.
Nee eigentlich überhaupt nicht...denn genau das was diese Hersteller seit Jahren versuchen sind eben Spielereien an den Mann zu bringen...und mehr wird es auch nie werden...die wirklich ernsthaften Probleme eines Smarthomes fassen die doch nicht mit der Kneifzange an...mindestens sind in der Richtung keinerlei Ansätze zu beobachten...
 
Sascha_aus_H

Sascha_aus_H

Kann mich Mycraft nur anschließen.
Und was das Grundproblem von Google, Apple und Co ist.
Will ich viele tausend Euro in ein System investieren, wo ich zu 100% von diesem Hersteller, seinen Entscheidungen und der Produktpalette der Zukunft abhängig bin?

Ich für meinen Teil investiere lieber in ein offenes, standardisiertes System, welches ich bei Bedarf um Produkte von Google, Apple & Co erweitern kann - es aber nicht muss!
 
T

Tego12

Es kommt wieder so eine Auflistung von Punkten wie Rollos nach Sonnenstand, Waschmaschine läuft wenn Strom günstig, Gartenbewässerung, Licht dimmen/Scenen... ähh alle aufgelisteten Punkte setze ich mit einem Bruchteil des Geldes mit beispielsweise Z-Wave um (auch offener Standard....) ... und zwar Punktgenau genau dort, wo ich es benötige, wann ich es benötige, und im Rahmen eines Einfamilienhauses auch genau so zuverlässig funktionierend. Keine hundert Stunden Planung, und der Versuch, alle Eventualitäten später abzudecken (was man sowieso nicht schafft, da niemand die Möglichkeiten in 15 Jahren abschätzen kann).

Die Mehrheit will ein laufendes System, ohne nachjustierung, ohne davor viel zu Planen. Bis eine Automatisierung läuft wie sie soll, vergeht im laufenden Betrieb eine Menge Zeit mit nachjustieren. Niemand kennt seine Bedürfnisse am Anfang genau, das ist ein iterativer Prozess bis alles läuft. Dazu der genannte Punkt, dass halt nicht alles nach Schema F abläuft... Wenn wir irgendwann ein neuronales Netz auf die Automatisierung loslassen, welches ohne mein Zutun alles für mich optimiert.... gerne, .. aber solange ich andauernd nachjustieren muss, ... bleibt es halt einfach ein Spielzeug für Technik-affine Personen (so einer bin ich allerdings auch...)
 
Nordlys

Nordlys

IKEA hat jetzt smarthome für Alle eingeführt. Bin mir sicher, dass davon in einem Jahr mehr verkauft wird als von KNX in 5. Das System kann nicht viel, aber was es kann, ist das, was der Kunde, der überhaupt sowas will, haben will. Nerds ausgenommen. Karsten
 
Zuletzt aktualisiert 30.11.2022
Im Forum KNX / EIB gibt es 72 Themen mit insgesamt 2374 Beiträgen

Ähnliche Themen
26.12.2019KNX oder Funk System für Neubau - Seite 2Beiträge: 24
01.09.2016Smarthome KNX Automatisierung anhand des Grundriss möglich? - Seite 12Beiträge: 81
09.04.2022KNX-Beratung / Systemintegrator im Rhein-Neckar-Kreis - Seite 3Beiträge: 93
17.03.2021Grundlagen zu Funk-Smarthome Lösungen Beiträge: 69
16.09.2019KNX-Einstieg - Verständnisfragen - Seite 2Beiträge: 83
08.01.2020KNX mit normalen Tastern und 230V - Seite 3Beiträge: 20
27.09.2019Vorbereitung Smarthome im Neubau - Seite 3Beiträge: 24
28.05.2020Dimension Verteiler Smarthome / KNX Beiträge: 17
24.01.2022Smarthome System für EFH, Rollläden, Licht KNX / Free@Home - Seite 6Beiträge: 57
23.03.2017KNX vom Elektriker ohne Programmierung - Seite 4Beiträge: 67

Alle Bilder dieser Forenkategorie anzeigen
Oben